Zusammenfassung des Kerninhalts
Die von Xiao Zao Jun betriebene Kommunikations- und Wissensverbreitungs-Plattform „Xianzao Klassenzimmer“ existiert bereits seit 9 Jahren. Durch die kontinuierliche Bereitstellung hochwertiger Inhalte hat sie fast 500.000 Fans auf verschiedenen Plattformen gewonnen – das ist fünfmal so viel wie bei seinem vorherigen Unternehmen. Dadurch konnte er seine Zeit selbst gestalten und ein großes Gefühl der Erfüllung entwickeln. Doch nun stößt er auf Wachstumshindernisse: Die Begeisterung für Kommunikationssachen nimmt ab, Kurzvideos konkurrieren um die Nutzerströme, KI beeinflusst die kreative Arbeit, und seine körperliche Verfassung hält mit dem Update-Rhythmus nicht mehr Schritt. Er steht vor drei Möglichkeiten der Transformation – auf das Video-Bereich umsteigen, in den Bereich der KI wechseln oder den Status quo beibehalten – und fragt sich außerdem, ob menschliche Selbstmedien von KI ersetzt werden könnten. Er hofft auf Ratschläge von den Lesern.
Die „harten Fakten“ seiner 9-jährigen Unternehmertätigkeit: Erfolg in Bezug auf Fans, Einnahmen und Einfluss
Die Ergebnisse der letzten 9 Jahre lassen sich einfach ausdrücken: Er hat aus seinem Hobby ein noch lukrativeres Geschäft gemacht als eine normale Arbeitsstelle.
- Fanzahl: Fast 300.000 Fans auf WeChat und 160.000 auf Zhihu – insgesamt fast 500.000 Fans, was ihm in der Kommunikations- und Wissensverbreitungs-Szene einen gewissen Ruf einbringt;
- Inhaltsproduktion: Er hat über 850 Artikel verfasst (insgesamt 3 Millionen Wörter, was etwa dem Umfang von 6 Romanen à 500.000 Wörtern entspricht) sowie 2,5 Bücher veröffentlicht (2 eigenständig geschrieben, 1 in Zusammenarbeit);
- Einnahmen: Sein Jahresgehalt ist jetzt fünfmal so hoch wie während seiner Zeit bei Firma Z – und das ohne gesellschaftliche Verpflichtungen oder Schmeicheleien. Er verdient sein Geld durch die Erstellung nützlicher Inhalte, was ihm viel mehr Freiheit und Erfüllung bietet als seine frühere Arbeit.
Die aktuellen Hindernisse für das Wachstum
Das Wachstum von „Xianzao Klassenzimmer“ verlangsamt sich aufgrund vieler zeitbedingter Veränderungen:
1. Der Boom der Kommunikationstechnologie ist vorbei: Nach dem Abklingen des 5G-Booms hat das Interesse an Kommunikationswissen stark nachgelassen; früher wurden Artikel schnell tausende Mal gelesen, heute sind selbst weniger als 10.000 Aufrufe ein Erfolg;
2. Kurzvideos konkurrieren um Nutzerströme: Die Menschen bevorzugen zunehmend kurze Inhalte – lange Texte und Bilder (insbesondere im technischen Bereich) werden kaum noch gelesen; die Nutzerströme gehen an die Kurzvideo-Plattformen;
3. KI bedroht Arbeitsplätze: KI kann nicht nur schnell Inhalte erzeugen, sondern auch hochwertige menschliche Inhalte „kostenlos übernehmen“, was den Wert der Originalautoren verringert;
4. Körperliche Belastung: Nach 9 Jahren des Schreibens nimmt seine Energie ab – die Häufigkeit der Updates sinkt, was wiederum die Nutzerzahlen beeinträchtigt.
Die drei Wege der Transformation – jeder mit seinen eigenen Herausforderungen
Xiao Zao Jun steht vor drei Optionen, doch keine davon ist einfach:
1. Auf das Video-Bereich umsteigen: Er hat es bereits versucht, ohne Erfolg. Die Produktion von Videos ist zehnmal schwieriger als die Erstellung von Texten und Bildern; außerdem gibt es nur wenige Interessenten für Kommunikationsthemen, und die Kosten für ein Team sind hoch. Zudem möchte er keine kommerziellen Inhalte erstellen, sondern weiterhin nützliche Informationen verbreiten;
2. In den Bereich der KI wechseln: Er hat bereits KI-basierte Inhalte veröffentlicht, die erfolgreich waren – doch er fürchtet, dass dadurch die Identität von „Xianzao Klassenzimmer“ verschwimmt und seine alten Fans verloren gehen könnten. Zudem fehlt ihm die Energie, um gleichzeitig beide Plattformen zu betreiben;
3. Den Status quo beibehalten: Wahrscheinlich wird es nur noch schlimmer: Die Nutzerzahlen sinken weiter – selbst der Aufkommen von 6G wird nichts ändern (6G wird nicht so beliebt sein wie 5G, und KI wird weiterhin Nutzerströme abgreifen).
Die große Frage zur Zukunft: Wie lange können menschliche Selbstmedien noch existieren?
Xiao Zao Jun ist am meisten besorgt darüber, ob KI menschliche Autoren vollständig ersetzen könnte:
- Die Qualität von KI-generierten Inhalten wird immer höher werden; irgendwann könnten sie sich nicht mehr von menschlichen Texten unterscheiden;
- Technikbezogene Inhalte sind besonders anfällig für die Ersetzung durch KI (KI ist gut darin, technisches Wissen zu organisieren);
- Selbst wenn er in den Bereich der KI wechselt, könnte er nicht gegen menschliche Konkurrenten, sondern gegen KI selbst verlieren;
- Bei Meinungsartikeln besteht eine starke Homogenisierung – es gibt kaum Vorteile; und mit reinem Idealismus allein wird es schwierig sein, langfristig erfolgreich zu sein.
Seine Besorgnis spiegelt die Situation vieler Selbstmedien-Autoren wider: Wird der Wert menschlicher Originalinhalte unter dem Druck von KI und Kurzvideos noch anerkannt werden?
Abschließend sagt Xiao Zao Jun, dass „das Schicksal der nächsten zehn Jahre von seiner Entscheidung dieses Jahres abhängt“. Egal wie er sich entscheidet, möchte er weiterhin seinen Lesern dienen. Dieser Artikel ist sowohl eine Aufzeichnung seiner eigenen Zweifel als auch ein Hilferuf an seine Fans um Orientierung.