Zusammenfassung des Kerninhalts
Der Blogger „Lü Daxia V50“ wurde auf der Provinzstraße S462 auf dem Weg nach Daocheng Yading von der Sehenswürdigkeit angehalten und musste eine Gebühr in Höhe von 120 Yuan für den Besichtigungswagen zahlen, da die Straße als „interne Straße“ bezeichnet wurde. Der Blogger stellte nach und entdeckte, dass die Straße mit Steuergeldern (Geld der Bürger) gebaut wurde und die Sehenswürdigkeit keine rechtliche Grundlage für die Gebühr vorweisen konnte. Schließlich wurde er durchgelassen, doch die Mitarbeiter, die ihn durchgelassen hatten, wurden bestraft. Dies zeigt ein häufiges Problem vieler Sehenswürdigkeiten: Sie machen öffentliche Straßen zu „internen Straßen“ und erheben indirekt Gebühren durch die Nutzung von Shuttlebussen. Hinter dieser Praxis steckt der Versuch, durch Preiskontrollen bei Eintrittskarten Gewinne zu erzielen, sowie die Abhängigkeit der lokalen Finanzen von den Einnahmen aus dem Tourismus. Derzeit wird in Daocheng Yading die Gebühr für Besichtigungswagen und Elektrofahrzeuge vorübergehend eingestellt, doch die eigentliche Frage – ob öffentliche Straßen überhaupt gebührenpflichtig sein dürfen – bleibt unbeantwortet.
Detaillierte Erläuterung
#### 1. Die Wahrheit hinter der „Gebühr für den Zugang zur Straße“, aufgedeckt vom Blogger: Ohne Rechtsgrund
Als der Blogger angehalten wurde, stellte er zwei wichtige Fragen: Wer hat die Straße gebaut? Wo ist die Gebührenordnung? Die Antwort lautete, dass die Straße mit Steuergeldern finanziert wurde (allein die Instandhaltungskosten im Jahr 2026 beliefen sich auf 3,23 Millionen Yuan), doch die Sehenswürdigkeit konnte keine legale Gebührenordnung vorweisen. Dies zeigt, dass sie sich ihrer eigenen Fehlheit bewusst war – deshalb schlug sie einen Kompromiss vor, um den Streit zu beenden (Befreiung von der Gebühr und Erstattung der Unterkunftskosten). Der Blogger lehnte ab, woraufhin die Sehenswürdigkeit die Mitarbeiter bestrafte, die ihn durchgelassen hatten. Das ist wie wenn ein Geschäft ohne Rechnung etwas verkauft und anschließend den Kunden beschuldigt, dass es nicht verkaufen sollte.
#### 2. Die „Einnahmequellen“ der Sehenswürdigkeiten: Öffentliche Straßen werden zu Geldmaschinen
Dies ist kein Einzelfall von Daocheng Yading – viele Sehenswürdigkeiten nutzen diese Methoden:
- Gebühren für den Verkehr auf öffentlichen Straßen: Auf der Provinzstraße S307 am Lugu-See in Yunnan sowie auf der Provinzstraße, die durch den Wutai-Berg in Shanxi führt, müssen Gebühren gezahlt werden;
- Touristenzentren zwingen zur Nutzung von Fahrzeugen: Das Touristenzentrum in Kanasas liegt kilometerweit vom eigentlichen Sehenswürdigkeitsgebiet entfernt – ohne den 70-Yuan-Besichtigungswagen kommt man nicht dorthin; außerdem müssen zusätzliche Gebühren für die Nutzung der Fischbeobachtungsplattformen gezahlt werden;
- Ausnutzung von Preiskontrollen bei Eintrittskarten: Die Preise für Eintrittskarten sind staatlich reguliert und können nur schwer erhöht werden, doch Gebühren für Shuttlebussen und Elektrofahrzeuge werden weniger streng kontrolliert, was den Sehenswürdigkeiten eine Möglichkeit bietet, um diese Kontrollen zu umgehen.
Unter dem Vorwand des „Ökologischen Schutzes“ wird dies getan – doch warum sollten Touristen Geld für die Nutzung von Fahrzeugen zahlen, wenn andere Methoden zum Schutz der Umwelt ebenfalls möglich wären?
#### 3. Die Sehenswürdigkeiten schieben die Verantwortung auf ihre Mitarbeiter ab
Anstatt das System zu ändern, schieben die Sehenswürdigkeiten die Verantwortung auf ihre Mitarbeiter:
- Die Öffentlichkeit fragt sich, ob solche Straßen überhaupt gebührenpflichtig sein sollten, doch die Sehenswürdigkeiten geben den Mitarbeitern die Schuld;
- Warum wagen sie es nicht, das System zu ändern? Weil die Gebühreneinnahmen eine wichtige Einnahmequelle sind – die Wirtschaft von Daocheng Yading ist schwach und die Finanzen hängen von Zuschüssen ab; der Tourismus ist die einzige stabile Einkommensquelle.
Das ist wie wenn man sich über schlechte Hygiene in einem Restaurant beschwert, der Besitzer aber nicht die Küche verbessert und stattdessen den Kellner beschuldigt, dass er einem die schmutzigen Teller gezeigt hat.
#### 4. Die „Machtlosigkeit“ der lokalen Finanzen: Der Tourismus ist eine Hilfe – kann aber langfristig das Vertrauen zerstören
Die Situation in Daocheng Yading ist typisch: Die Wirtschaft ist schwach und es gibt keine anderen Industrien; der Tourismus ist die einzige stabile Einnahmequelle. Kurzfristig können Gebühren den Ort am Leben erhalten, aber langfristig?
Touristen kommen nach Daocheng Yading, um die „letzte unberührte Schönheit der Erde“ zu sehen – doch sie müssen zunächst 120 Yuan für den Zugang zahlen und weitere Kosten für Fahrzeuge sowie Essen ausgeben. Diese Abzocke kann das Vertrauen der Touristen erschöpfen;
Auch wenn die Gebühren vorübergehend eingestellt wurden, wird sich das Problem wiederholen, solange es nicht gelöst wird.
#### 5. Die vorübergehende Einstellung der Gebühren ist nur der Anfang: Es muss eine klare Grenze zwischen öffentlichem und privatem Bereich gezogen werden
Derzeit sind die Gebühren in Daocheng Yading eingestellt, und Untersuchungskommissionen wurden eingerichtet – doch das ist erst der Beginn:
- Rechtliche Grenzen dürfen nicht überschritten werden: Das „Straßenbaugesetz“ verbietet ausdrücklich die illegale Erhebung von Gebühren; öffentliche Straßen gehören den Steuerzahlern und die Sehenswürdigkeiten haben kein Recht, sie zu nutzen, um Geld zu verdienen;
- Es muss eine klare Trennung zwischen öffentlichem und privatem Bereich geben: Sehenswürdigkeiten dürfen Eintrittskarten verkaufen, aber sie dürfen öffentliche Infrastruktur nicht in private Gebührenstellen verwandeln;
- Langfristige Lösungen erfordern systemische Reformen: Es reicht nicht aus, einmalige Aufdeckungen und Anpassungen durchzuführen – es muss ein langfristiges System geschaffen werden, um die Grenzen zwischen öffentlichen Straßen und Sehenswürdigkeiten zu klären und die Preise für Shuttlebussen zu regulieren.
Andernfalls könnte morgen jede beliebige Straße zur Gebührenstelle werden.
Im Kern geht es um den Konflikt zwischen lokalen Interessen und öffentlichen Rechten. Nur wenn die Rechtsordnung gewahrt wird und eine klare Grenze zwischen öffentlichem und privatem Bereich gezogen wird, kann der Tourismus wirklich dem ursprünglichen Zweck dienen – dem Anschauen der Landschaft – und nicht zu einem Spiel mit Gebühren werden.