Zusammenfassung der Kerninhalte
Diese Nachricht konzentriert sich auf die Veränderungen auf dem Praktikumsmarkt nach dem Erscheinen von ChatGPT: Es gibt einen Rückgang der angebotenen Praktikumsplätze, eine verstärkte Konkurrenz, und viele Studierende nutzen falsche Methoden wie den Einsatz von AI oder einmalige Antragsverfahren, was zu schlechten Ergebnissen führt. Kleine und mittlere Unternehmen ersetzen große Konzerne als Hauptquelle für Praktikumsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach AI-bezogenen Stellen steigt, doch die Bewerbungen konzentrieren sich dort. Arbeitgeber legen mehr Wert auf echte Kommunikationsfähigkeiten als auf die übermäßige Nutzung von AI-Tools.
1. Der „Abkühlungstrend“ auf dem Praktikumsmarkt: Rückgang der Stellenangebote, erhöhte Konkurrenz
Seit dem Erscheinen von ChatGPT im Jahr 2022 haben etwa 20 % der Unternehmen entweder die Zahl der eingestellten Praktikanten reduziert oder die Praktikumsprogramme ganz abgeschafft – und diese Zahl steigt weiter. Nur rund 30 % der Unternehmen planen, ihre Praktikumsangebote auszuweiten, was deutlich weniger ist als vor 2022. Der Grund für den Rückgang der Stellenangebote ist einfach: Einige Unternehmen glauben nicht, dass es in Zukunft entsprechende Vollzeit-Einstiegspositionen geben wird, und sehen Praktika daher nicht mehr als Möglichkeit zur Talentreserve an.
Wie intensiv ist die Konkurrenz? Seit 2022 hat sich die Anzahl der Bewerbungen pro Praktikumsstelle um das Dreifache erhöht. Einige Absolventen bewerben sich bei 60–70 Unternehmen um nur 1–2 Praktikumsplätze. Selbst Studierende im dritten Studienjahr beginnen bereits Ende September mit der Bewerbung für Sommerpraktika – einige Monate früher als zuvor.
2. „Fallstricke“ bei der Jobsuche durch Studierende: Falscher Einsatz von AI, Verlust von Kommunikationsfähigkeiten
Viele Studierende machen Fehler bei der Jobsuche: Sie bewerben sich beispielsweise mit einer einmaligen Anmeldung auf LinkedIn, ohne einen zielgerichteten Lebenslauf oder ein persönliches Bewerbungsschreiben zu verfassen; sie nutzen AI, um ihre Lebensläufe zu generieren oder zu überarbeiten sowie Vorstellungsgespräche zu simulieren – doch dadurch zeigen sie kein echtes Interesse an der Stelle und entwickeln keine sozialen Kompetenzen. Berufsratgeber stellen fest, dass Studierende heute dringend grundlegende Kommunikationsregeln erlernen müssen. Sie sind es gewohnt, über Zoom zu unterrichtet zu werden oder mit AI ihre Aufsätze zu verfassen und glauben, dass die Jobsuche ebenfalls reibungslos ablaufen sollte. Solche Vorgehensweisen führen jedoch dazu, dass sie Chancen verpassen: Ihre einmalig generierten Lebensläufe und Bewerbungsschreiben sind oft austauschbar und beeindrucken die Arbeitgeber nicht.
3. Kleine und mittlere Unternehmen rücken in den Vordergrund: Von vernachlässigt zu Hauptquelle für Praktikumsmöglichkeiten
Früher drängten sich alle um Praktikumsplätze bei großen Unternehmen – heute hat sich die Situation geändert. Im Jahr 2022 erhielten große Unternehmen achtmal so viele Bewerbungen wie kleine Unternehmen; letztes Jahr betrug das Verhältnis nur noch 3:1. Obwohl große Unternehmen weiterhin beliebt sind, haben kleine und mittlere Unternehmen deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Ein Vorteil bei der Jobsuche in kleinen Unternehmen ist, dass es „Abkürzungen“ gibt: Wenn Sie ein kleines Unternehmen finden, das zu Ihren Interessen passt, und dem Personal oder sogar einem Führungskräften eine kurze, aufrichtige E-Mail senden, um individuelle Beratung zu erhalten, steigt die Erfolgschance erheblich. Kleine und mittlere Unternehmen übernehmen zunehmend die Rolle der großen Konzerne als Hauptquelle für Praktikumsmöglichkeiten.
4. AI – ein „Doppeltes Schwert“: Steigende Nachfrage, aber hohe Konkurrenz; Arbeitgeber bevorzugen Authentizität
Einerseits steigt die Nachfrage nach AI-bezogenen Stellen: Der Anteil der Stellenbeschreibungen, in denen auf AI hingewiesen wird, hat sich verdoppelt (nahe 10 %). Für Positionen im Produktmanagement, Datenanalyse oder Softwareentwicklung sind AI-Fähigkeiten besonders gefragt; bei Bewerbungen ist es vorteilhaft, diese Fähigkeiten hervorzuheben. Andererseits wird die Konkurrenz um solche Stellen noch intensiver: Für AI-Stellen werden im Durchschnitt 78 Bewerbungen erhalten, während für nicht-AI-bezogene Stellen nur 32 Bewerbungen eingehen. Allerdings gibt es schnellere Rückmeldungen – die Zahl der Arbeitgeber, die innerhalb der ersten Woche eine Antwort geben, ist von 25 % im Jahr 2022 auf 44 % letztes Jahr gestiegen; außerdem erreichen 46 % der Bewerbungen bereits sieben Tage vor der Veröffentlichung der Stelle den Arbeitgeber. Arbeitgeber bevorzugen es, wenn Bewerber ohne die Hilfe von AI kommunizieren – sie schätzen echte Ausdrucksfähigkeiten und Kompetenzen mehr. Einige Unternehmen suchen Praktikanten mit AI-Fähigkeiten, um von jungen Menschen etwas über den Einsatz von AI zu lernen – das kann ebenfalls eine gute Gelegenheit sein.
5. Effektive Bewerbungsstrategien: Zielfokussierte Ansätze und authentische Kommunikation
Anstatt blind einmalige Anträge zu stellen oder sich auf AI zu verlassen, sollten Sie folgende Methoden ausprobieren:
- Suchen Sie nach kleinen Unternehmen, die zu Ihren Interessen passen, und kontaktieren Sie direkt Führungskräfte oder Personalmitarbeiter mit einer kurzen, aufrichtigen E-Mail (z. B. indem Sie Ihr Interesse am Geschäft des Unternehmens erklären und Fragen haben).
- Bei Bewerbungen für AI-Stellen sollten Sie Ihre eigenen AI-Fähigkeiten hervorheben – verlassen Sie sich jedoch nicht zu sehr auf automatisch generierte Bewerbungsunterlagen.
- Legen Sie Wert auf soziale Kompetenzen: Lernen Sie grundlegende Geschäftskommunikationsregeln und zeigen Sie bei Vorstellungsgesprächen echtes Interesse an der Stelle, anstatt nur oberflächlich zu reagieren.
Diese Ansätze sind effektiver als ein „breites Vorgehen“ und können Arbeitgeber viel mehr überzeugen.