虎嗅

**Deutscher Übersetzung:** „Pingshan Vater – Spezialist für die Behandlung von Ungehorsam“

原文:坪山老豆,专治不服

Zusammenfassung des Kerninhalts

Diese Nachricht konzentriert sich auf eine „ehrliche“ Pressekonferenz von BYD in ihrem Hauptquartier in Pingshan, Shenzhen – ohne großes Aufsehen, aber voller Informationen: BYD präsentierte ein intelligentes Fahrassistenzsystem, das in einem Stadtviertel getestet wurde (insbesondere auf die Reaktion auf reale Verkehrsbedingungen ausgelegt), einen selbst entwickelten 4-Nanometer-Fahrzeugchips namens „Xuanji A3“ (der die Abhängigkeit von der Lieferkette durchbricht) sowie eine unbegrenzte Garantie für das intelligente Fahrassistenzsystem (die die Branchenstandards herausfordert). Zudem lud BYD den Künstler Tengger ein, um einen einprägsamen Song zu singen und so die Nähe zum Publikum zu schaffen. Insgesamt zeigt BYD seinen Ansatz, „die schwierigsten Dinge zu bewältigen und Technologie für alle zugänglich zu machen“, was auch Diskussionen über die Grenzen dieser Garantien sowie die Chipökologie auslöst.

Detaillierte Analyse

#### 1. Intelligente Fahrassistenzsysteme werden nicht auf „Vorführstraßen“ getestet, sondern in Stadtvierteln – um echte Fähigkeiten zu entwickeln

Während andere Marken ihre intelligenten Fahrassistenzsysteme auf breiten und ordentlichen Innenstadtstraßen demonstrieren (als würde man einen „Abkürzungsweg für Prüfungen“ nutzen), wählte BYD die alten Straßen von Pingshan aus: Dort sind Elektroautos überall unterwegs, Fußgänger tauchen plötzlich auf und Lastwagen blockieren die Fahrradwege – das sind reale Szenen des Alltags.

Warum genau diese Wahl? Weil ein System, das in der Innenstadt entwickelt wird, möglicherweise bei Verkehrsbedingungen in kleineren Städten versagt, während es in Stadtvierteln mit den chaotischsten Verkehrssituationen zurechtkommt. Das ist wie das Üben von Kampfkünsten: Während andere im Fitnessstudio nur die Formen üben, trainiert BYD in der Praxis – das Ziel ist nicht, ein „exklusives Spielzeug“ für eine Minderheit zu schaffen, sondern eine notwendige Hilfsmittel für Millionen von Menschen. Deshalb kann BYD behaupten, dass das intelligente Fahrassistenzsystem standardmäßig in allen Modellen verfügbar ist, denn es hat sich im Alltag bewährt.

#### 2. Der Chip, der 24 Jahre lang im Verborgenen war – BYD kontrolliert nun die Schlüsselstellen der Lieferkette

Viele glauben, dass BYD nur Autos und Batterien herstellt, doch tatsächlich beschäftigt sich das Unternehmen bereits seit 24 Jahren mit der Chipentwicklung: Im Jahr 2002 gründete es ein Halbleiterunternehmen und begann 2005 mit der Forschung an IGBTs (Kernchips für Autos); die Serienproduktion dieser Chips startete erst 2022. Heute ist BYD das einzige Automobilunternehmen weltweit, das alle Schritte der Chipentwicklung – von der Konzeption über die Fertigung bis zur Verpackung – selbst abwickelt; mehr als 46 Marken verwenden dessen Chips. Der auf der Pressekonferenz vorgestellte „Xuanji A3-Chip“ ist auf Fahrzeugniveau (mit höheren Anforderungen als Smartphonechips und einer Haltbarkeit von über 10 Jahren); seine Rechenleistung beträgt 2100 TOPS – das bedeutet, dass er sehr schnell Daten verarbeiten kann und damit komplexe Fahrsituationen bewältigen kann. Wang Chuanfu sagte: „Wir werden so viel Rechenleistung haben, wie wir benötigen“ – das heißt, BYD ist nicht mehr abhängig von Herstellern wie Nvidia oder Qualcomm und bestimmt selbst seine eigenen Standards.

Warum wurde dies früher nicht bekannt gegeben? Weil BYD bereits Rückschläge erlitten hat: Beispielsweise wurde es bei einer Zusammenarbeit mit dem dänischen Lautsprecherhersteller Danaher ignoriert; der Hersteller meinte, BYD sei dafür nicht geeignet. Daher ist BYDs Vorgehensweise, vorerst nichts zu sagen und erst dann mit einem Kommentar aufzutreten, wenn etwas fertiggestellt ist – eine Haltung, die aus Erfahrungen mit Lieferkettenproblemen entstanden ist.

#### 3. „Ich übernehme die Verantwortung bei Problemen“ – Die Versprechen hinter der Freundlichkeit

BYD verspricht, bei Problemen mit dem intelligenten Fahrassistenzsystem kostenlos und unbegrenzt zu entschädigen und dass dies die Jahresversicherungsprämien nicht beeinträchtigt. Das ist viel freundlicher als die Angebote anderer Marken (z. B. 239 Yuan pro Jahr bei Xpeng, wobei die Prämie bei einem Unfall steigt). Es gibt jedoch einige Bedenken:

  • Fehlverständnis der Nutzer bezüglich der Risiken: Viele Nutzer könnten denken, dass eine Garantie bedeutet, dass sie unbeschwert fahren können – doch L2-Level-Fahrassistenzsysteme müssen jederzeit bereit sein, das Steuer zu übernehmen;
  • Unklare Abgrenzungen der Haftung: Welche Situationen gelten als Fehler des Systems, welche als Fehler des Fahrers? Dies wurde auf der Pressekonferenz nicht klar erklärt; die genauen Bedingungen hängen vom Nutzervertrag ab;
  • Kostenbelastung: Kann das teure „Seagull“-Modell mit dem integrierten intelligenten Fahrassistenzsystem profitabel sein? BYD versucht, dies durch große Produktionsmengen und unterschiedliche Ausstattungsvarianten (einfache Modelle) zu erreichen; letztendlich hängt es jedoch von den finanziellen Ergebnissen ab.

#### 4. Tengger statt Prominenter – Der „Vater“-Image passt perfekt zum Stil

Während andere Marken Prominente einladen, um die Pressekonferenz zu bereichern, lud BYD Tengger ein, um den Song „Didi Dou De“ zu singen – was das Publikum zum Lachen brachte. Warum? Weil Tenggers Image dem eines „Vaters“ in der kantonesischen Sprache entspricht: ehrlich und herzlich – genau wie BYDs Stil: Kein großes Getue, sondern ein Markenimage, das den Menschen gefällt. Der Song wurde schnell zu einem Hit auf Bilibili (Top 100) und die Kommentare zeigten große Begeisterung. Dieser Schachzug ist genial: Technologie wird nicht mehr nur als kühle Abstraktion dargestellt, sondern als Teil des Alltags – beispielsweise können Kinder im Auto mit dem Song mitsingen, während das intelligente Fahrassistenzsystem die chaotischen Verkehrsbedingungen auf den Straßen bewältigt. So wird Technologie zu einem Teil des Lebens der Menschen.

#### 5. BYDs Chip löst Aufregung in der Branche aus – Reaktionen von Lieferketten und Konkurrenten

Die Veröffentlichung von BYDs Chip sorgte für große Reaktionen in der Branche:

  • Reaktionen der Lieferketten: Nvidia behauptete, BYD würde weiterhin ihre Hyperion-Plattform verwenden (was bedeutet, dass die Kontrolle über die Technologie bei ihnen bleibt);
  • Kritik von Konkurrenten: Einige bezeichneten BYDs Chip als „nicht selbst entwickelt“ (tatsächlich nutzen alle Hersteller die ARM-Architektur; die Chipfertigung erfolgt durch TSMC, was üblich ist);
  • Reaktionen an der Börse: Die Aktien von Horizon fielen um 10 Prozent, weil BYD bewies, dass hochleistungsfähige Chips tatsächlich erhältlich sind – zuvor waren sie nur für Reiche erschwinglich.

Doch BYD scheint sich darum nicht zu kümmern: 24 Jahre Entwicklung dient dazu, Abhängigkeiten aufzubrechen – und nun steht BYD endlich selbstständig da.

Fazit

BYDs Pressekonferenz erinnert an ein Gespräch zwischen „Vätern am Esstisch“ – ohne großes Aufsehen, nur Ehrlichkeit. Jeder Schritt von BYD zielt darauf ab, Ungerechtigkeiten zu beseitigen: Die Vorstellung, dass intelligente Fahrassistenzsysteme teuer sein müssen, die Angst vor unerwarteten Problemen oder die Abhängigkeit von Lieferketten. Obwohl es noch Fragen zur Garantie und zur Chipökologie gibt, ist BYDs Richtung klar: Technologie soll für alle zugänglich gemacht werden – damit sie von jedem gekauft, genutzt und mit Freude eingesetzt werden kann. Das ist wohl genau das, was man unter der Verantwortung eines „Vaters“ versteht.