Zusammenfassung der Kerninhalte
NVIDIA hat einen neuen CPU (RTX Spark) veröffentlicht, der die lokale Ausführung von AI-Agenten auf PCs ermöglicht und damit die Befürchtungen des Marktes, dass AI herkömmliche Software verdrängen könnte, beseitigt. Dadurch kam es zu einem starken Anstieg im Softwaresektor: Der IGV ETF, der auf Softwareaktien setzt, stieg innerhalb von drei Tagen um 15,8 % und erreichte damit die beste Leistung seit 2001. Marktführer wie ServiceNow und Adobe legten deutlich zu, während selbst IBM neue Höchststände erreichte. Der Umschwung im Softwaresektor wird durch Faktoren wie die Steigerung der Effizienz durch AI sowie eine Verbesserung der Unternehmensbilanzen unterstützt.
1. NVIDIA’s neuer Hardware: Ein „Motor“ für AI-Agenten auf PCs – und die steigende Nachfrage nach Software
Der RTX Spark ist ein CPU mit ARM-Architektur, der in Notebooks und Mini-PCs eingesetzt werden kann. Seine Hauptfunktion besteht darin, es gewöhnlichen Windows-Geräten zu ermöglichen, große Modelle und AI-Agenten lokal auszuführen – ohne auf Apple-Macs angewiesen zu sein. Warum hat dies den Softwaresektor angekurbelt?
Zuvor befürchtete der Markt, dass generative AI-Technologien (wie ChatGPT) herkömmliche Software ersetzen könnten (z. B. die Verwendung von Office durch automatische Texterstellungsverfahren). Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass Unternehmen zusätzliche Software benötigen, um AI zu steuern und zu überwachen – beispielsweise zur Überprüfung, ob AI-Systeme ordnungsgemäß funktionieren, zur Speicherung von Daten oder zum Schutz der Netzwerksicherheit. AI-Technologien erhöhen somit die Nachfrage nach Software.
2. Der „Umschwung“ im Softwaresektor: Von „AI wird Software verdrängen“ zu „AI macht Software attraktiver“
Früher stieg der Wert von Softwareaktien stark, weil viele befürchteten, dass AI herkömmliche Anwendungen ersetzen könnte. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen das Gegenteil:
- Zahlen sprechen für sich: Die Menge an hochgeladenem Code auf GitHub soll bis 2026 um das Dreifache steigen, und die Zahl der Softwareentwickler in den USA wird um 15 % zunehmen – dies zeigt, dass AI die Effizienz von Programmierern verbessert und Unternehmen daher mehr Mitarbeiter einstellen müssen.
- Verbesserung der Unternehmensbilanzen: Der Cloud-Datenanbieter Snowflake übertroff mit seinem Bericht letzte Woche die Erwartungen und legte seinen Aktienkurs um 46 % zu. Adobe, früher als negativer Einflussfaktor für den Softwaresektor gesehen, stieg ebenfalls um 5,72 %. Diese Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach Software wieder zunimmt – der vorherige starken Rückgang war übertrieben.
3. Welche Unternehmen haben den „Trend“ von AI-Agenten genutzt?
- ServiceNow (plus über 10 %): Als Marktführer in der Automatisierungssoftware verfügt das Unternehmen nun über ein „AI-Control-Tower“, mit dem es alle AI-Agenten steuern kann. Zudem hat ServiceNow ein Sicherheitsunternehmen übernommen und positioniert sich somit direkt am Markt für die Verwaltung von AI-Systemen.
- Adobe (plus 5,72%): Früher befürchtete man, dass AI-Technologien Adobe’s Photoshop ersetzen könnten. Doch mit dem allgemeinen Anstieg der Softwarenachfrage hat sich dies als Vorteil herausgestellt – insbesondere da Adobe selbst weitere AI-Funktionen in seine Produkte integriert.
- Snowflake (plus 46%): Die Nachfrage nach Cloud-Datenlagern ist aufgrund des Aufkommens von AI stark gestiegen, was den Aktienkurs positiv beeinflusste.
4. IBM erreicht neue Höchststände – mehrere Faktoren sorgen für den Erfolg
Der Aktienkurs von IBM stieg am Montag um über 8 % und erreichte einen neuen Allzeitrekord. Der Grund dafür liegt nicht nur in einem alten Video von Trump, in dem er den IBM-CEO lobte; vielmehr spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Stärkung des Softwaresektors: Die Befürchtungen des Marktes haben nachgelassen, und IBMs schwache Softwaregeschäfte führten zu niedrigen Erwartungen. Daher reagierten die Anleger positiv auf positive Entwicklungen.
- Staatliche Unterstützung: Die US-Regierung fördert den Bau von Quantenchip-Fabriken mit 1 Milliarde Dollar; IBM investiert selbst in Zukunft 10 Milliarden Dollar in Quantenrechnungstechnologien sowie die Erweiterung seines Sicherheitsgeschäfts (Red Hat).
- Widerstandsfähigkeit gegen AI: Große Unternehmen sind auf IBMs „schichtweise Softwarearchitektur“ angewiesen – diese macht es schwierig, solche umfassenden Systeme durch AI zu ersetzen.
5. Zukunftsperspektiven für den Softwaresektor
Die zukünftigen Wachstumsfelder im Softwaresektor sind klar:
- Software zur Unterstützung von AI-Agenten: Tools zur Steuerung, Überprüfung und Einhaltung von Vorschriften (z. B. ServiceNow’s Lösungen).
- Sicherheitssoftware: Mit dem zunehmenden Einsatz von AI steigt die Nachfrage nach Sicherheitslösungen (z. B. Produkte von IBM und ServiceNow).
- Software für Quantenrechnungstechnologien: IBMs Investitionen in Quantenrechnungstechnologie werden dazu führen, dass entsprechende Softwarelösungen profitieren.
- Cloud-Datenmanagementsoftware: AI benötigt umfangreiche Datenverarbeitungs- und -speicherlösungen (z. B. von Snowflake).
Kurz gesagt: AI ist nicht der „Feind“ der Software – sondern ein „Katalysator“, der die Software von einem reinen Werkzeug zu einem wichtigen Mittel zur Unterstützung und Steuerung von AI-Systemen macht. Dadurch steigt die Nachfrage nach Software weiter an.