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Bankinterne Anleihen: Die Nettofinanzierung ist nach einem halben Jahr wieder positiv – welche Signale sendet das?

原文:银行同业存单净融资时隔半年转正,释放哪些信号?

Zusammenfassung der Kerninhalte:

Im Mai hat die Nettofinanzierung von Interbank-Zertifikaten im Bankensektor nach einem halbjährigen Rückgang wieder einen positiven Wert erreicht (Nettozuwachs von 161,7 Milliarden Yuan), was hauptsächlich auf die großen staatseigenen Banken zurückzuführen ist (Nettofinanzierung von 546,5 Milliarden Yuan im Mai). Die Finanzierung anderer Banken blieb jedoch negativ. Diese Veränderung hat unterschiedliche Meinungen in der Marktgemeinschaft hervorgerufen: Bedeutet dies eine Besserung der „Kapitalknappheit“, eine Verschärfung der Liquidität oder Veränderungen im Risikobild des Anleihemarktes? Der Schlüssel liegt darin, ob dieser Trend anhält. Der aktuelle Kreditbedarf ist weiterhin schwach; die Liquidität ist zwar locker, aber sie kehrt allmählich zur Normalität zurück. Die Renditen auf dem Anleihemarkt könnten aufgrund steigender Kapitalzinsen ansteigen. In Zukunft sollten die Nachhaltigkeit der Nettofinanzierung von Zertifikaten, die Entwicklung der Kapitalzinsen sowie die Erholung des Kreditwesens beobachtet werden.

Detaillierte Analyse:

#### 1. Wer treibt die positive Nettofinanzierung der Interbank-Zertifikate voran? Es gibt deutliche Unterschiede in der Struktur.

  • Einfache Erklärung: Interbank-Zertifikate dienen dazu, dass Banken gegenseitig Geld leihen. Ein positiver Nettozuwachs bedeutet, dass mehr neue Zertifikate ausgegeben werden als ablaufen. Dies zeigt, dass die Banken aktiv Geld aufnehmen.
  • Daten: Im Mai wurden 3,13 Billionen Yuan an Zertifikaten ausgegeben und 2,96 Billionen Yuan fällig; der Nettozuwachs betrug 161,7 Milliarden Yuan. In den vorherigen sechs Monaten war die Nettofinanzierung negativ (die Banken hatten genügend Verbindlichkeiten und benötigten kein zusätzliches Geld).
  • Führende Kraft: Die großen staatseigenen Banken sind die treibende Kraft – sie leisteten im Mai eine Nettofinanzierung von 546,5 Milliarden Yuan, nach zwei Monaten in Folge mit steigenden Werten. Andere Bankarten wie Aktienbanken und Stadtbanken hatten weiterhin eine negative Nettofinanzierung.
  • Hintergründe: Die großen Banken emittieren Zertifikate nicht, weil sie mehr Kredite vergeben wollen (der Kreditbedarf ist schwach), sondern aus folgenden Gründen:

1. Sie nutzen niedrige Zinsen (Zinssätze für einjährige Zertifikate bei etwa 1,4%) zu ihrem Vorteil, um die Kosten ihrer Verbindlichkeiten zu optimieren.

2. Sie vorsorgen frühzeitig mit Liquidität, um mögliche zukünftige Engpässe zu vermeiden.

3. Sie verbessern ihre Liquiditätsindikatoren zum Monatsende, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Hinweis: Zuvor lag die Nutzung rate der Zertifikate bei den Banken niedrig (die Nutzungrate der großen Banken sank, während sie bei einigen Aktienbanken von 8 auf 3 Banken stieg). Dies zeigt, dass die Banken zuvor kein zusätzliches Geld benötigten; nun nehmen die großen Banken aktiv Maßnahmen zur Steigerung ihrer Liquidität.

#### 2. Eine positive Nettofinanzierung bedeutet nicht, dass sich die „Kapitalknappheit“ verbessert hat – der Kreditbedarf bleibt schwach.

  • Einfache Erklärung: Die „Kapitalknappheit“ beschreibt eine Situation, in der Banken zwar Geld haben, aber keine guten Kreditprojekte finden (z. B. Unternehmen sind nicht bereit, Geld für Investitionen zu leihen) und daher stattdessen Anleihen oder Wechselbriefe kaufen müssen.
  • Aktueller Stand des Kredits: Im April gab es einen Rückgang der Neukredite (erstmals seit Juli letzten Jahres); auch im Mai sieht es nicht vielversprechend aus. Die Zinssätze für Wechselbriefe sind fast auf Null gefallen (3-Monats-Zinssatz bei 0,32%), was darauf hindeutet, dass Banken Wechselbriefe statt Kredite verwenden, um ihre Kreditziele zu erreichen.
  • Fazit: Die positive Nettofinanzierung der Zertifikate ist nicht auf eine erhöhte Kreditnachfrage zurückzuführen, sondern auf die Bedürfnisse der großen Banken in ihrer Verbindlichkeitsverwaltung. Die „Kapitalknappheit“ hat sich noch nicht wirklich verbessert.

#### 3. Wird die lockere Liquidität enden? Sie kehrt allmählich zur Normalität zurück.

  • Einfache Erklärung: Lockere Liquidität bedeutet, dass es viel Geld auf dem Markt gibt und die Kosten für das Leihen niedrig sind; Normalität bedeutet, dass die Menge an Geld genau richtig ist und die Zinssätze sich an den von der Zentralbank festgelegten „Referenzwerten“ orientieren (z. B. 7-Tage-Rückkaufzins bei 1,4%).
  • Aktueller Zustand: Die Liquidität auf dem Markt ist weiterhin locker – der Zinssatz für 7-Tage-Leihe zwischen Banken (DR007) liegt bei 1,36%, unterhalb des politischen Ziels von 1,4%. Allerdings nähert sich dieser Wert allmählich diesem Ziel (im Mai stieg DR001 auf über 1,3%).
  • Maßnahmen der Zentralbank: Die Zentralbank versucht, die kurzfristige Liquidität zu verringern und die langfristige zu erhöhen (z. B. durch die Nichtverlängerung von kurzfristigen Rückkaufgeschäften und die Ausgabe von Langzeitkrediten), um eine stabile Geldsituation zu schaffen.
  • Sicht der Institutionen: Die Wahrscheinlichkeit weiterer Lockerungen ist gering (da viele Indikatoren bereits extrem niedrig sind); jedoch wird es vorerst keine Verschärfung der Politik geben (aufgrund von Rückflüssen aus Devisengeschäften und strukturellen geldpolitischen Instrumenten).

#### 4. Auswirkungen auf den Anleihemarkt: Die Renditen könnten steigen – Vorsicht vor Veränderungen der Kapitalzinsen.

  • Einfache Erklärung: Die Renditen von Anleihen und deren Preise stehen in umgekehrtem Verhältnis: Wenn die Renditen sinken, steigen die Preise der Anleihen; wenn sie steigen, fallen die Preise.
  • Aktueller Stand: Aufgrund der lockeren Liquidität stiegen die Renditen auf dem Anleihemarkt (die Rendite von 10-jährigen Staatsanleihen fiel von etwa 1,75% Mitte Mai auf ca. 1,7%).
  • Zukunftstrend: Wenn sich die Kapitalzinsen an die politischen Ziele annähern (1,4%), könnten die Renditen wieder steigen (was zu einem Rückgang der Anleihepreise führen). Historische Erfahrungen zeigen: Ein Anstieg von DR007 im ersten Quartal 2025 hemmte den Abwärtstrend der Anleihenrenditen.
  • Risikosignal: Ob es zu einem anhaltenden Anstieg der Kapitalzinsen kommt (z. B. wenn DR007 dauerhaft über 1,4% liegt), ist ein entscheidendes Risiko für den Anleihemarkt.

#### 5. Einige wichtige Indikatoren für die zukünftige Entwicklung:

Die Allgemeinbevölkerung kann anhand der folgenden Indikatoren die weitere Entwicklung beurteilen:

  • Nachhaltigkeit der positiven Nettofinanzierung: Wenn der Anstieg der Nettofinanzierung über 2–3 Monate andauert, deutet dies auf eine zunehmende Nachfrage nach Krediten durch die Banken hin – möglicherweise wird die Liquidität enger.
  • Entwicklung der Kapitalzinsen: Ob DR007 wieder über 1,4% steigt und ob dieser Trend anhält.
  • Erholung des Kreditbedarfs: Wenn die Neukredite kontinuierlich zunehmen, zeigen Unternehmen Bereitschaft, Geld zu leihen; die Banken benötigen möglicherweise weniger Zertifikate, was sich auf die Liquidität auswirken könnte.
  • Liquidität außerhalb der Banken: Wenn Privatvermögen in nicht-bankliche Institutionen wie Fonds fließt, bleibt die Liquidität dieser Institutionen vielleicht weiterhin locker – dies würde jedoch die Situation zwischen den Banken nicht direkt beeinflussen.

Fazit:

Die positive Nettofinanzierung der Interbank-Zertifikate ist hauptsächlich das Ergebnis der aktiven Anpassung der Verbindlichkeiten durch die großen Banken und kein Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Die Liquidität wird allmählich zur Normalität zurückkehren, was zu einem Rückgang des Anleihemarktes führen könnte. Die Allgemeinbevölkerung sollte keine übermäßige Panik verursachen, kann aber die oben genannten Indikatoren beobachten, um Veränderungen auf dem Markt rechtzeitig zu erkennen.