Zusammenfassung der Kerninhalte
Die Finanzberichte von Meituan für das erste Quartal 2026 zeigen: Die Einnahmen haben sich leicht erhöht (91 Milliarden Yuan, +5,6 % gegenüber dem Vorjahr), während die Verluste deutlich gesunken sind (Betriebsverluste von 16,1 Milliarden Yuan auf 647 Millionen Yuan und Nettoverluste von 15,14 Milliarden Yuan auf 683 Millionen Yuan). Der Grund dafür ist das Ende des Wettbewerbs um Subventionen in der Lieferbranche – die sofortige Zustellung verbraucht nicht mehr so viel Geld. Die Kerngeschäfte im lokalen Bereich (Lieferdienste, Schnellkauf) sowie neue Geschäftsbereiche (Lebensmittelhandel, Auslandsgeschäfte) entwickeln sich stabil. Zudem wurde das Investitionsvolumen in Forschung und Entwicklung erhöht (AI, Drohnen). Gleichzeitig sind die Vertriebskosten gestiegen, da den Lieferanten bessere Leistungen angeboten werden und das Geschäft expandiert; außerdem kommen neue Branchenvorschriften zur Umsetzung, was die Lieferbranche noch strukturierter machen wird.
1. Verluste verringern sich: Kein weiterer Wettbewerb um Subventionen – Geld kann endlich gespart werden
Früher warfen die Lieferplattformen gegenseitig viel Geld in Subventionen, um Kunden zu gewinnen (z. B. Rabatte, Belohnungen für Lieferanten), was Meituan erhebliche Verluste bescherte. Jetzt, da der Wettbewerb um Subventionen beendet ist, sind die Verluste im Bereich der sofortigen Zustellung deutlich gesunken – der Betriebsverlust des Kerngeschäfts im lokalen Bereich fiel von 10 Milliarden Yuan im vierten Quartal des Vorjahres auf 20 Millionen Yuan im ersten Quartal dieses Jahres. Kurz gesagt: Es muss nicht mehr mit Verlusten um Kunden gekämpft werden, wodurch die Verluste natürlich abnehmen.
2. Geschäftsbereiche: Kerngeschäfte stabil, neue Geschäfte wachsen – es gibt „kleine Überraschungen“
- Kerngeschäfte im lokalen Bereich: Die Einnahmen blieben weitgehend unverändert (641 Milliarden Yuan, +0,1 %), doch junge Nutzer des Schnellkaufs (Nachkommen der Generation 2000) sind zu einem wichtigen Wachstumsmotor geworden und kaufen häufiger ein.
- Neue Geschäftsbereiche: Die Einnahmen stiegen um 21,3 % (270 Milliarden Yuan). Obwohl der Service „Meituan Youxuan“ (Gemeinschaftskauf) geschlossen wurde, hat das eigene Online-Supermarkt-Unternehmen „Xiaoxiang Supermarket“ 55 Städte abgedeckt, und eigene Markenprodukte (z. B. Meituan-Milch, Snacks) verkaufen sich immer besser. Der Auslandsgeschäftsbereich Keeta hat in Hongkong und Saudi-Arabien seine Effizienz verbessert und expandiert weiterhin in anderen Regionen des Nahen Ostens sowie in Brasilien.
3. Investitionen in Forschung und Entwicklung: AI und Drohnen als „Zukunftstechnologien“
Meituan investierte im ersten Quartal 7 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung, was einem Anstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht – das sind 7,7 % der Gesamteinnahmen. Schwerpunkt lag auf AI-Technologien wie intelligenten Assistenten, die Händlern bei der automatischen Bearbeitung von Bestellungen und der Empfehlung von Produkten helfen, sowie großen Datenmodellen (ähnlich ChatGPT), die die Kundenbedürfnisse besser verstehen können. Zudem wurden bereits 900.000 Bestellungen mit Drohnen geliefert, was zeigt, dass diese Technologien in der Praxis eingesetzt werden können – in Zukunft könnten Drohnen zum Liefern von Essen genutzt werden, was schneller und kostengünstiger wäre.
4. Steigende Kosten: Geld wird gezielt investiert
Die Vertriebskosten stiegen von 541 Milliarden Yuan im Vorjahr auf 651 Milliarden Yuan (+20,2 %) und machen nun 71,5 % der Gesamteinnahmen aus. Wohin ging das Geld? Einerseits wurden den Lieferanten bessere Leistungen angeboten (höhere Löhne, bessere Versicherungen), was zu einer stabileren Arbeitsweise und einer höheren Servicequalität führte. Andererseits wurde der Lebensmittelhandel ausgebaut sowie das Auslandsgeschäft weiterentwickelt – all dies dient langfristigem Gewinn.
5. Branchenvorschriften: Sicherere Lieferdienste, strukturiertere Plattformen
Ab dem 1. Juni treten die „Vorschriften für die Lebensmittelsicherheit im Online-Gastronomiebereich“ in Kraft. Diese verlangen, dass Händler einen „Lebensmittelsicherheitsdirektor“ und einen „Lebensmittelsicherheitsbeauftragten“ einstellen sowie Prozesse mithilfe von Technologie standardisieren (z. B. Durchführung von Videoüberwachungen während der Zubereitung von Speisen). Für Meituan bedeutet dies zwar mehr Aufwand bei der Überwachung der Händler, aber auf lange Sicht wird die Branche strukturierter sein. Kleine Unternehmen könnten aufgrund der höheren Compliance-Kosten aus dem Markt gedrängt werden, während große Plattformen wie Meituan davon profitieren und die Verbraucher sich sicherer fühlen.
Insgesamt zeigt Meituan im ersten Quartal eine Verbesserung: Die Verluste wurden gestoppt, das Geschäft ist stabiler geworden, und gleichzeitig wird in Technologie sowie neue Geschäftsfelder investiert. Mit den neuen Branchenvorschriften wird die weitere Entwicklung noch sicherer sein.