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Der Dominanzanspruch des US-Dollars lässt nach – die Internationalisierung der chinesischen Yuan-Währung eröffnet eine strategische Chance.

原文:美元霸权加速松动,人民币国际化迎来战略窗口期

Zusammenfassung des Kerninhalts

Dieser Artikel analysiert die Veränderungen im aktuellen internationalen Währungssystem: Die Dominanz des US-Dollars befindet sich aufgrund mehrerer Faktoren in einer Phase der beschleunigten Anpassung, was Chancen für die Internationalisierung des Renminbi schafft. Die Internationalisierung des Renminbi hat bereits neue Ansätze in den Bereichen der Abwicklung von Rohstoffgeschäften, Finanzierung und digitaler Zahlungen entwickelt und verfolgt einen chinesischen eigenen Weg – einen Weg, der sich von dem klassischen Muster eines positiven Leistungsbilanzüberschusses im Haushaltskontenbereich („Current Account Surplus“) und eines negativen Überschusses im Finanzkontenbereich („Financial Account Deficit“) unterscheidet. Hongkong als Offshore-Finanzzentrum spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Internationalisierung des Renminbi und muss dabei in vier Bereichen anstrengen: Aktienmärkte, Anleihen, Derivate und digitale Währungen.

I. Kann die Dominanz des US-Dollars nicht mehr bestehen bleiben? Vier Faktoren beschleunigen seine Anpassung

Die Dominanz des US-Dollars ist nicht plötzlich zusammengebrochen, aber derzeit gibt es vier große Probleme, die zu seiner zunehmenden Instabilität führen:

1. Zollpolitik verschärft das „Triffin-Dilemma“: Einfach ausgedrückt: Wenn die USA wollen, dass die Welt den US-Dollar verwendet, müssen sie durch einen Handelsdefizit (weniger Exporte als Importe) Dollar in Umlauf bringen. Allerdings führt ein zu großer Defizit zu einer Verschuldung, und andere Länder verlieren das Vertrauen in die Wertigkeit des Dollars. Trumps Zollpolitik versucht, den Handelsdefizit zu verringern, was jedoch dazu führt, dass weniger Dollar in Umlauf kommen – ein Widerspruch, der immer offensichtlicher wird.

2. Der US-Dollar wird als „Waffe“ eingesetzt: Die USA nutzen das SWIFT-Zahlungssystem, um Iran und Russland zu sanktionieren. Andere Länder fürchten, dadurch blockiert zu werden, und bauen daher eigene Zahlungssysteme auf (z. B. INSTEX in Europa oder CIPS in China), was die Monopolstellung des Dollars schwächt.

3. Die Unabhängigkeit der Federal Reserve könnte beeinträchtigt werden: Die Federal Reserve ist die „Stütze“ des US-Dollars, aber der von Trump ernannte Präsident Powell könnte unter politischem Druck zu Zinssenkungen gezwungen werden (z. B., um den Aktienmarkt zu stützen). Wenn die Fed nicht mehr unabhängig ist, wird die Glaubwürdigkeit des Dollars gefährdet sein.

4. Hohe Ölpreise treiben die US-Zinssätze in die Höhe: Konflikte im Nahen Osten führen zu langanhaltenden Ölpreisen von über 90 Dollar, was die Inflation in den USA erhöht und die Zinssätze steigen lässt. Wenn die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen unter 5% fällt, könnten Aktien- und Anleihemärkte zusammenbrechen, und globale Investoren würden US-Dollar-Assets verkaufen.

II. Welche neuen Chancen bietet die Internationalisierung des Renminbi? Drei Ansätze beschleunigen seinen Fortschritt

Da der US-Dollar instabil ist, entstehen Chancen für den Renminbi. Es gibt drei konkrete Richtungen, um die Internationalisierung voranzutreiben:

1. Steigende Nutzung des Renminbi bei der Abwicklung von Rohstoffgeschäften: Der Ölhandel zwischen China und Russland erfolgt fast ausschließlich in nationalen Währungen, und auch der Ölhandel mit Ländern im Nahen Osten beginnt, den Renminbi zu verwenden. In Zukunft könnte dies auf weitere Güter wie Erdgas, Eisenerz und landwirtschaftliche Produkte ausgedehnt werden. Zudem könnten chinesische Industrieketten genutzt werden, um Unternehmen sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb dazu zu bringen, den Renminbi zu verwenden – wodurch die Internationalisierung auf einer soliden wirtschaftlichen Basis stattfindet.

2 Günstigere Finanzierung mit dem Renminbi: Chinesische Zinssätze sind niedriger als amerikanische (z. B. 4% gegenüber über 5% für US-Hauskredite), weshalb globale Unternehmen bereit sind, den Renminbi zu nutzen. Offshore-Renminbi-Kredite, „Dim Sum Bonds“ (Offshore-Renminbi-Anleihen) und „Panda Bonds“ (von ausländischen Institutionen in China emittierte Renminbi-Anleihen) wachsen schnell – der Renminbi wird somit zunehmend als „günstige Währung“ angesehen.

3 Zugang zu sichereren grenzüberschreitenden Zahlungen: Einerseits wird das traditionelle CIPS-System genutzt, andererseits der digitale Renminbi 2.0. Zudem kann mit multilateralen Zentralbank-Digitalwährungsbrücken („mBridge“) zusammengearbeitet werden, um es mehr Ländern zu ermöglichen, den digitalen Renminbi für grenzüberschreitende Zahlungen zu verwenden – was die Abhängigkeit vom US-Dollar-System verringert.

III. Verfolgt der Renminbi nicht den „alten Weg Europas und Amerikas“? Welcher chinesische Ansatz wird verfolgt?

Früher dachte man, dass eine Währung internationalisiert werden müsse, indem man wie die USA einen Handelsdefizit nutzt, um Geld in Umlauf zu bringen. Da China jedoch seit langem einen Leistungsbilanzüberschuss hat (mehr Exporte als Importe), stellt sich die Frage, wie der Renminbi internationalisiert werden kann. Der Artikel zeigt, dass China einen eigenen Weg eingeschlagen hat:

  • Rückführung des Renminbi aus dem Leistungsbilanzüberschuss: Der durch den Verkauf von Waren in anderen Ländern erzielte Renminbi wird zunächst zurückgeholt.
  • Ausgabe des Renminbi über Finanzkanäle: Der Renminbi wird auf drei Weisen ins Ausland gebracht:

– Investitionen chinesischer Unternehmen im Ausland (z. B. in Südostasien);

– Kauf ausländischer Vermögenswerte durch inländische Privatpersonen/Unternehmen;

– Kreditaufnahmen durch globale Unternehmen (z. B. über Offshore-Kredite). Daten der letzten zwei Jahre zeigen, dass alle drei Kanäle zu einem Defizit führen – genau das ermöglicht es, den Renminbi weltweit zu verbreiten.

IV. Warum ist Hongkong der „Schlüssel“ für die Internationalisierung des Renminbi? Vier Bereiche, in denen Anstrengungen erforderlich sind

Hongkong als Offshore-Finanzzentrum spielt eine entscheidende Rolle bei der Internationalisierung des Renminbi. Es muss seine Schwächen ausgleichen und seine Stärken weiter ausbauen:

1. Stärkung des Vorsprungs am Aktienmarkt: Der Hongkonger Aktienmarkt ist die wichtigste Plattform für den Kauf chinesischer Aktien weltweit – sowohl ausländische Institutionen als auch inländisches Kapital nutzen ihn. Dies ermöglicht es, den Renminbi dort zu halten (z. B. durch den Kauf von Aktien).

2 Verbesserung des Anleihemarktes: Der Anleihemarkt in Hongkong ist schwächer als der in Singapur; daher muss der Handel mit Offshore-Renminbi-Anleihen („Dim Sum Bonds“) gefördert werden. Aufgrund der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten wird dieser Markt schnell wachsen. Es ist auch wichtig, Indizes zu entwickeln und die Transaktionsmechanismen zu verbessern, um den Handel zu erleichtern.

3 Verbesserung von Währungsderivaten: Obwohl Hongkong über viel Offshore-Renminbi verfügt, fehlen bisher ausreichende Instrumente zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen (z. B. Terminkontrakte, Futures). Es ist notwendig, ein ausgereiftes Wechselkurssystem zu schaffen, um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Risiken abzusichern – nur so kann der Anleihemarkt nachhaltig entwickelt werden.

4 Innovationen im Bereich digitaler Währungen: Hongkong könnte Pilotprojekte für stabile lokale und internationale Währungen durchführen sowie den Austausch von Vermögenswerten in digitale Formen (z. B. Immobilien, Aktien) vorantreiben und so zu einem „Testfeld“ für die Internationalisierung digitaler Währungen weltweit werden.

Die Kernlogik dieses Artikels ist folgende: Die Schwächung der Dominanz des US-Dollars eröffnet Chancen für den Renminbi; China nutzt eigene Methoden, um die Internationalisierung voranzutreiben – und Hongkong spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Artikel erklärt komplexe währungspolitische Veränderungen auf verständliche Weise, sodass auch Laien die Chancen und Wege der Renminbi-Internationalisierung nachvollziehen können.