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Der von der Regierung finanzierte Mutterfonds mit einem Volumen von zehn Milliarden Yuan ist pleite – starb er an der „Aktienbesessigkeit“ des Managers?

原文:政府出资的百亿母基金GP破产,“死”于管理人的“炒股瘾”?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Shanghai Shuangchuang Investment Management Co., Ltd. – eine professionelle Organisation, die einen staatlich geführten Mutterfonds in Höhe von mehreren Milliarden Yuan verwaltet (GP) – ist innerhalb weniger als zehn Jahren vom „Vorbild für industrielle Investitionen“ in die Insolvenz gefallen und musste sogar eine Einzelvilla in Shanghai im Wert von 150 Millionen Yuan verkaufen. Die Wurzel dieses Tragödienstes liegt darin, dass sich das GP, das eigentlich auf Investitionen in Hochtechnologieindustrien im Primärmarkt konzentrieren sollte, dem „Aktienhandel“ und dem „Spiel mit leeren Firmenhüllen“ auf dem Sekundärmarkt hingab. Aufgrund von Insidergeschäften und Verstößen gegen Vorschriften wurde es von der Wertpapierbehörde mit einer Strafe in Höhe von fast 150 Millionen Yuan belegt, was letztendlich zum Bankrott führte. Dies ist das erste Fall des Bankrotts eines staatlich geführten Fonds-GP und zeigt die regulatorischen Lücken im Modell „staatliche Finanzierung + privater GP“ sowie das tödliche Problem, dass die „Logik schneller Gewinne“ die ursprünglichen industriellen Ziele verdrängt.

I. Hervorragender Start: Staatsunterstützung + Broker-Team – ein gutes Handicap

Im Jahr 2015 initiierte die Regierung von Shanghai die Gründung des Mutterfonds „Shanghai Shuangchuang Investment Center“, der als strategisches Industrieplattform für wissenschaftlich-technologische Innovationen konzipiert war und eine Größe von mehreren Milliarden Yuan erreichen sollte. Die treibende Kraft dahinter war Zhang Saimei – eine ehemalige Geschichtslehrerin, die zur „Königin der Broker“ wurde: Sie arbeitete mehr als 20 Jahre bei Haitong Securities und erreichte dort eine Führungsfunktion im Investmentbankingbereich. Zudem leitete sie einen Kulturfonds in Höhe von 3 Milliarden Yuan, deren Fachkompetenz in der Branche anerkannt wurde.

Dieses Modell schien ideal zu sein: Die Regierung stellte langfristige Mittel bereit (das Baoshan-Government und zwei Staatsunternehmen investierten jeweils 1 Milliarde Yuan), während das Broker-Team die Investitionen marktorientiert durchführte. Der Mutterfonds führte Geld in Bereiche wie integrierte Schaltkreise und Biomedizin. Zu Beginn gab es auch Erfolge: Unter anderem wurden Investitionen in das Chipunternehmen Beijing Junzheng sowie das AI-Chip-Unternehmen Suoyuan Technology getätigt. Laut Angaben des Baoshan-Governmentes wurden im Jahr 2021 insgesamt 180 Millionen Yuan an Steuern eingezogen, und die Werte der von den Tochterfonds in Baoshan investierten Projekte überstiegen 28,8 Milliarden Yuan.

II. Abweichung vom Kurs: Die ursprünglichen industriellen Ziele wurden durch Aktienhandel ersetzt – Strafen folgten

Die Regierung wollte „geduldige Industrieinvestitionen“ fördern, doch das GP-Team wurde von den schnellen Gewinnen des Sekundärmarktes verführt:

Schwere Strafen für illegalen Aktienhandel: Die Wertpapierbehörde bestrafte Shuangchuang Investment 2024 und 2025 mehrfach, da das Unternehmen über seine Produkte und Mitarbeiterkonten große Mengen an Aktien kaufte (z. B. hielt mehr als 5 % der Anteile an Beijing Junzheng und verkaufte diese heimlich während des Verkaufsverbots, was zu einem Gewinn von 36,43 Millionen Yuan führte). Zudem wurden Insidergeschäfte begangen. Insgesamt musste das Unternehmen fast 150 Millionen Yuan zahlen (Entzug der illegalen Gewinne + Strafen); Zhang Saimei persönlich wurde mit einer Geldstrafe von 1,4 Millionen Yuan belegt.

Fehlgeschlagener „Rettungsversuch“ eines angeschlagenen Unternehmens: Im Jahr 2020 investierte Zhang Saimei 280 Millionen Yuan in das börsennotierte Unternehmen New Culture in der Hoffnung, das „Märchen einer Rettung durch eine Investmentbankerin“ zu wiederholen. Doch die Geschäftsentwicklung von New Culture verschlechterte sich weiter, und das Unternehmen stieg im Jahr 2023 vom Markt.

Industrieinvestitionen erfordern Geduld – Jahre oder sogar Jahrzehnte – während der Aktienhandel schnelle Gewinne verspricht; dieser Widerspruch führte letztendlich zum völligen Abweichen des GP von seinen ursprünglichen Zielen.

III. Eine Kette von Insolvenzen: Verdächtige Verbindungen zwischen Geschäften und der Strategie der „Verantwortungstransferung“

Die Strafen und Investitionsfehler führten dazu, dass die Finanzierungskette von Shuangchuang Investment zusammenbrach, was zu einer Reihe merkwürdiger Handlungen führte:

Selbst beantragter Bankrott: Im Mai 2024 beantragte Shuangchuang Investment die Insolvenz des von ihm kontrollierten Unternehmens New Culture, was von den Minderheitsaktionären als „verwandte Transaktion“ interpretiert wurde – mit dem Ziel, die wertvollen Vermögenswerte von New Culture zu beschlagnahmen. Das Gericht lehnte dies ab und bezeichnete es als „Missbrauch des Insolvenzverfahrens zum eigenen Vorteil“.

Selbstinsolvenz: Im Oktober 2025 beantragte Shuangchuang Investment seine eigene Insolvenz; zu diesem Zeitpunkt verfügte das Unternehmen über Vermögen in Höhe von 361 Millionen Yuan und Verbindlichkeiten in Höhe von 402 Millionen Yuan. Es wird vermutet, dass dies dazu diente, die Verantwortung zu begrenzen – nach dem Bankrott müssten möglicherweise nicht alle Schulden zurückgezahlt werden, um weitere Vermögenswerte vor Zwangsvollstreckungen zu schützen.

Der Verkauf der Villa im Wert von 150 Millionen Yuan war Teil dieser Insolvenzverfahren und markiert somit das Ende eines einstigen Kapitaltraums.

IV. Das „Paralyserische Risiko“ des Mutterfonds: Wer wird für das Geld verantwortlich sein, wenn der Manager weg ist?

Es muss klargestellt werden: Insolvent wurde „Shanghai Shuangchuang Investment Management Co., Ltd.“ (der GP, die Person, die das Geld verwaltete), nicht der Mutterfonds selbst („Shanghai Shuangchuang Investment Center“, der Eigentümer des Kapitals). Rechtlich sind die Vermögenswerte des Mutterfonds und des GP getrennt – doch in der Praxis entstanden große Probleme:

– Nach dem Bankrott von Shuangchuang Investment gab es niemanden mehr, der für die Nachverwaltung der Investitionen, den Ausstieg aus Projekten oder die Verteilung des Geldes verantwortlich war; das System war praktisch „paralysiert“.

Die China Fund Association hatte bereits zuvor Shuangchuang Investment wegen mangelnder Registrierung mehrerer Fonds sowie fehlender Jahresfinanzberichte bestraft. Von den 11 registrierten Fonds unter seiner Leitung wurden drei bereits abgewickelt, und der Status der verbleibenden acht ist unklar.

Wenn das Geld des Mutterfonds nicht ordnungsgemäß ausgezahlt oder verteilt werden kann, könnten die Interessen der staatlichen Finanzierer und des privaten Kapitals gefährdet sein.

V. Eine Warnung für die Branche: Tiefgreifende Reflexionen über das Modell staatlich geführter Fonds

Dieser Fall wirft wichtige Fragen für alle staatlich geführten Fonds auf:

Notwendigkeit von besseren Regulierungen: Die Regierung übergibt Geld an private GP, aber es fehlen effektive Kontrollmechanismen – wie kann verhindert werden, dass die GP sich vom industriellen Ziel abwenden und in den Aktienhandel stürzen? Wie kann der Verwendungszweig des Geldes überwacht werden?

Nicht vergessen: Geduldiges Kapital ist wichtig: Der ursprüngliche Zweck staatlich geführter Fonds besteht darin, Hochtechnologie zu unterstützen und Industrien zu fördern – nicht darin, dass die GP schnelle Gewinne erzielen. Wenn die Manager das industrielle Ziel als Spielchip betrachten, können selbst großartige Pläne scheitern.

Sorgfältigere Auswahl der GP: Es sollte nicht nur auf den Hintergrund und den Ruf des Managers abgesehen werden, sondern auch darauf, ob er wirklich an die ursprünglichen industriellen Ziele hält und über ein solides Risikomanagement verfügt.

Der Fall von Shanghai Shuangchuang ist kein Einzelfall, sondern eine tiefe Prüfung des Modells „staatliche Finanzierung + marktorientierte Verwaltung“. Nur durch sorgfältige Regulierungen, konsequente Ausrichtung und effektive Kontrollmechanismen können weitere Kapitalträume verhindert werden.