Zusammenfassung der Kerninhalte
Während Branchen wie Gastronomie und Bekleidung über schwierige Geschäftsbedingungen klagen, entstehen immer mehr Hotels – bis 2025 wird die Zahl der Kettenhotels auf 106.300 steigen, mit einem Zusatz von 1,09 Millionen Zimmer. Dies ist jedoch keine plötzliche Nachfrageexplosion, sondern ein „paradoxes Wachstum“: Einerseits sinken die Einnahmen pro Zimmer, und die Branche verzeichnet allgemein nur geringe Gewinne oder sogar Verluste; andererseits treten Kettenmarken massiv bei und Immobilienentwickler verwandeln ihre Objekte in Hotels, um ihr Geschäft am Laufen zu halten. Im Grunde suchen leerstehende Immobilien eine Nutzungsmöglichkeit, Kettenmarken expandieren kostengünstig, und die Marktstruktur konzentriert sich auf die Mittel- bis Hochklasse. Alle Parteien setzen darauf, nicht die Letzten zu sein, die diese Entwicklung mitmachen müssen.
Erstens: Mehr Hotels – aber nicht alle „überleben“
Die vielen Hotels, die man sieht, sind das Ergebnis des Austauschs von Altem durch Neues: Viele der geschlossenen Hotels haben keine eigene Marke; neu eröffnete Hotels gehören meist zu Ketten der Mittel- bis Hochklasse.
Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen: Die Zahl der Zimmer in Luxushotels ist um 14,96 % gestiegen, die in Midrange-Hotels um 10,91 % – beides schneller als die 9,35 % bei Economy-Hotels. Der Anteil an Mittel- bis Hochklasse-Hotels ist von 29 % auf 38 % angestiegen. Zum Beispiel schließen an derselben Straße ehemalige Einzelhotels und werden durch Ketten wie All Season oder Vienna ersetzt; Verbraucher bevorzugen Marken, und Einzelhotels ohne Kunden und Management verschwinden daher. Die Kettenmarken ergreifen die Gelegenheit, diese Lücken zu füllen.
Zweitens: Auch wenn es kein Geld einbringt – Hotels werden dennoch eröffnet? Immobilienentwickler haben keine andere Wahl
Entwickler wandeln leerstehende Bürogebäude und Geschäfte in Hotels um. Der Grund ist nicht, dass Hotels besonders profitabel sind, sondern vielmehr die Notwendigkeit, vorhandene Ressourcen zu nutzen:
- Aktivierung von Leerständen: In den letzten 20 Jahren wurden viele Immobilien gebaut, die weder verkauft noch vermietet werden konnten und somit Verluste verursachten. Durch die Umwandlung in Hotels entsteht zumindest Cashflow (Einnahmen aus Zimmervermietungen) und die Immobilienwerte steigen, was die Finanzierung durch Bankkredite erleichtert – es wird „totales Kapital“ in „lebendiges Kapital“ umgewandelt, das für andere Geschäftsprojekte genutzt werden kann.
- Cashflow ist wichtiger als Gewinn: Die Gesamtrevenue der 1613 Hotels in Peking betrug im Halbjahr nur 59,8 Millionen Yuan, was einem Durchschnittseinkommen von etwa 37.000 Yuan pro Hotel entspricht (mehr als 6.000 Yuan pro Monat). Für die Entwickler ist dieser geringe Gewinn jedoch kein Problem; Hauptsache, sie können Kredite erhalten und ihr Geschäft weiterführen.
Drittens: Kettenmarken profitieren von der Situation
Für Ketten wie All Season und Huazhu ist dies eine goldene Zeit für die Expansion:
- Gelegenheiten bei geschlossenen Einzelhotels: Viele Einzelhotels können ihre Betriebe nicht weiterführen und sind bereit, sie zu günstigen Preisen zu verkaufen oder sich einer Kette anzuschließen (dadurch erhalten sie das Buchungssystem und die Managementexpertise der Marke).
- Günstige Mieten: Aufgrund hoher Leerstände sinken die Mieten, was die Eröffnungs Kosten senkt.
- Renditen ohne Investitionen: Die Marken müssen kein eigenes Kapital in die Hoteleröffnung investieren und verdienen stattdessen durch Mitgliedsbeiträge und Managementgebühren. Beispielsweise stiegen die Einnahmen von Huazhu aus Mitgliedsbeiträgen und Managementleistungen im letzten Jahr um 23,1 % – das Risiko trägt der Franchise-Nehmer, während die Marke profitiert.
Viertens: Schwere Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage
Die zunehmende Anzahl von Hotels liegt nicht an einer steigenden Nachfrage, sondern an einem Überangebot:
Bis 2025 wird das Hotelangebot um 3,2 % wachsen, während die Nachfrage nur um 0,4 % steigt. Das bedeutet, dass neue Zimmer kaum genutzt werden – die Einnahmen pro Zimmer sinken weiter (zum Beispiel haben Marken wie Marriott und Huazhu ihre Einnahmen um 2–5,7 % verringert). Es geht nicht darum, dass die Märkte wirklich so viele Hotels benötigen, sondern dass Immobilienentwickler ihre Objekte in Hotels verwandeln müssen, um ihr Geschäft am Laufen zu halten.
Fünftens: Die Essenz dieser Entwicklung: Alle Parteien setzen darauf, nicht die Letzten zu sein
Hinter der zunehmenden Anzahl von Hotels steckt ein „Spiel um die Nachfolge“:
- Entwickler: Sie hoffen, durch die Umwandlung ihrer Immobilien in Hotels Kapital zu erhalten und dieses für andere Projekte zu nutzen.
- Kettenmarken: Sie setzen darauf, ihre Marktposition durch Expansion zu stärken und mehr Gebühren einzunehmen.
- Franchise-Nehmer: Sie hoffen, durch die Zugehörigkeit zur Marke Kunden anzuziehen und ihre Investitionen zurückzuerhalten.
Doch bei diesem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage werden einige Parteien verlieren – möglicherweise sind es die kleinen Betreiber, die viel Geld für die Franchise zahlen müssen und trotzdem mit hohen Leerständen zu kämpfen haben.
Letztendlich handelt es sich nicht um einen Aufschwung der Hotelbranche, sondern um eine kollektive Selbsthilfe durch überschüssige Immobilien, die „in das Gewand von Hotels gekleidet“ werden – sowie um die Fortsetzung der Expansionsneigung des Kapitals.
(Gesamter Text wurde in verständlichen Alltagssprachformulierungen dargestellt; keine Fachbegriffe verwendet, damit Sie dieses gegenintuitive wirtschaftliche Phänomen leicht verstehen können.)