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**Behandeln Sie die „Effizienzangst“: In Tokio erleben Sie den Charme des langsamen Geschäftslebens.**

原文:治好“效率焦虑”:在东京,感受慢商业的魅力

Zusammenfassung der Kerninhalte

Durch seine Reise nach Japan stellte der Autor fest, dass sich das japanische Geschäftsleben während des wirtschaftlichen Stillstands – der sogenannten „verlorenen 30 Jahre“ – von der Effizienzorientierung hin zu einer Betonung des „inneren Glücks“ entwickelt hat. Dies führte zur Entstehung einer Erlebniswirtschaft, die auf dem Konzept von „langsamer Lebensweise, emotionaler Wertigkeit und Authentizität“ basiert (beispielsweise das Viertel Kiyosuigawa, heilende Konsumgewohnheiten sowie die Strategie des „Landes als Touristenattraktion“. Angesichts der Ängste im Zeitalter der KI glaubt der Autor, dass China in Zukunft ebenfalls zu einer solchen Erlebniswirtschaft übergehen wird. Unternehmen müssen die Veränderung im Verhalten der Verbraucher erkennen – von einem Streben nach Schnelligkeit und Quantität hin zu einem Wert auf Stabilität und Emotionen.

I. Kiyosuigawa: Kein Internet-Star, keine Hektik – die „anti-kommerzielle“ Weisheit eines ruhigen Stadtteils

Kiyosuigawa ist ein kommunaler Einkaufsviertel in Tokio, nur 10 Minuten mit dem Auto von der Luxusgütermeile Ginza entfernt – doch es wirkt wie eine andere Welt: Es gibt weder die Hektik von Touristenströmen noch den Marketingdrang typischer Internet-Stars. Stattdessen verschmilzt es nahtlos mit normalen Wohnvierteln und alten Fabrikgebäuden.

  • Die gegenintuitive Entscheidung von Blue Bottle: Die erste asiatische Filiale der hochwertigen Kaffemarke Blue Bottle wurde ausgerechnet hier eröffnet – nicht wegen des großen Publikums, sondern aufgrund der ruhigen und friedlichen Atmosphäre. Die Läden sind nicht in einer „Internet-Star-Straße“ angeordnet, sondern verstreut in den Ecken; man findet erst nach einigen hundert Metern einen Café. Einige Cafés schließen pünktlich um 17:05 Uhr – der Besitzer möchte seinen Lebensrhythmus nicht für mehr Geld opfern.
  • Der wesentliche Unterschied zu Internet-Star-Straßen: Die Straße Anfu Road in Shanghai wurde durch Fotoshootings bekannt, doch das Publikum kommt und geht schnell wieder. Kiyosuigawa vermarktet sich nicht aktiv, hält die Menschen jedoch mit einem „immersiven Erlebnis“ bei – beispielsweise durch den weltweit ersten Service „Omakase“ (einzelne Kaffeezubereitung auf Bestellung, muss vorab gebucht werden), der es den Kunden ermöglicht, in Ruhe zu genießen – und nicht nur, um Fotos für soziale Medien zu machen. Diese „unbeschwerte“ Geschäftslogik ist sogar nachhaltiger.

II. Vom „Kaufen von Funktionen“ zum „Kaufen von Emotionen“: Der Wandel des japanischen Konsums

Der japanische Soziologe Mita Shinsuke betont, dass das Kernwort des Konsums in den letzten 30 Jahren „Heilung“ war – die Menschen streben nicht mehr nach „Größerem, Teurerem oder Neuem“, sondern nach emotionalen Werten, die Ängste lindern können.

  • Das Geheimnis von Hello Kitty: Die Marke Sanrio (z. B. Hello Kitty) wird durch ihr „süßes und warmes“ Image zu einem dauerhaften Erfolg.
  • Der „Sentimentalpreis“ bei Gebrauchtwagen: Der Verkauf von Gebrauchtwagen übertrifft den von Neuwagen; einige klassische Modelle aus den 1960er und 1970er Jahren werden für bis zu 1 Million Yuan verkauft – ältere Menschen kaufen sie, um Erinnerungen an ihre Jugend wiederzubeleben.
  • Der Aufschwung des Secondhandmarktes: Der Markt für Gebrautwaren ist 3 Billionen Yen groß und übertrifft den der Kaufhäuser – die Menschen kaufen gebrauchte Artikel nicht, um Geld zu sparen, sondern wegen des „einzigartigen Gefühls“ und der emotionalen Verbindung.

III. Das Land als Touristenattraktion: Japan zieht globale Besucher mit Authentizität an

Im Jahr 2006 verfolgte Japan die Strategie, das Land als Touristenattraktion zu positionieren, und nutzt dabei die „echte Atmosphäre“ ohne aufdringlichen Marketing.

  • Die Anziehungskraft von Kyoto: Kyoto bietet keine überentwickelten Internet-Star-Sehenswürdigkeiten, sondern erfüllt die Vorstellungen internationaler Besucher von orientalischer Kultur – ruhig, zurückhaltend und voller Alltagstimmung.
  • Der Anstieg der Touristenzahlen: Im Jahr 2012 waren es nur 7 Millionen Einreiseure, im Jahr 2019 bereits 30 Millionen und bis 2026 mehr als 40 Millionen (die höchste Zahl in Asien), mehr als Chinas 35 Millionen.
  • Der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit: Experten betonen, dass die Kernkompetenz des japanischen Tourismus in der „Authentizität“ liegt – Orte wie Kiyosuigawa sind keine künstlich geschaffenen Attraktionen, sondern echte Lebensräume, die besonders berühren.

IV. Das Gegenmittel gegen Ängste im Zeitalter der KI: Die zukünftige Entwicklung der chinesischen Erlebniswirtschaft

Der Autor ist der Ansicht, dass die KI die Effizienz steigert, aber nicht das Glück (Glücksgefühle entstehen durch soziale Beziehungen, nicht durch Technologie). Mit dem Verlangsamung des Wirtschaftswachstums werden die Chinesen ähnlich wie die Japaner „in sich selbst schauen“.

  • Probleme im chinesischen Geschäftsleben: Viele Geschäftsräume konzentrieren sich auf den schnellen Umsatz (z. B. mit Trommeln und Musik in Snackstraßen, vielen Internet-Star-Läden), doch dieser Ansatz ist nicht nachhaltig.
  • Zukunftsrichtung: Eine Rückkehr zu einer authentischen Erlebniswirtschaft wird zum Trend – weniger Marketing, mehr echte Gemeinschaftsatmosphäre; weniger schnelles Geldverdienen, mehr langfristige Kundenbindungen. Auch Orte wie Anaya haben zwar eine „langsame Lebensweise“, aber noch einen starken kommerziellen Charakter; in Zukunft benötigen sie ein zurückhaltenderes Konzept.

V. Vergleich der chinesischen und japanischen Geschäftsmentalitäten: Der Wahl zwischen Schnelligkeit und Langsamkeit

China hat in den letzten 40 Jahren nach „maximaler Effizienz“ gestrebt (Wirtschaftswachstum um das Zehnfache), während Japan im Stillstand gelernt hat, „langsamer zu werden“.

  • Chinas „Schnelligkeit“: Internet-Star-Läden erlangen schnell an Popularität, werden aber bald wieder langweilig; Unternehmen bevorzugen kurzfristigen Gewinn und ignorieren die langfristige Kundenbindung.
  • Japans „Langsamkeit“: Kiyosuigawa behält sein ursprüngliches Erscheinungsbild bei, ohne jeden Cent sofort zu verdienen; Secondhandläden und heilende Konsumgewohnheiten überleben aufgrund emotionaler Verbindungen langfristig.
  • Erkenntnis: China muss in Zukunft „Effizienz“ und „Erlebnis“ ausbalancieren – vom Streben nach Schnelligkeit hin zu Stabilität, von materieller Zufriedenheit hin zu emotionaler Wertigkeit.

Am Ende fragt der Autor: Welche Erlebnisviertel in Ihrer Stadt haben einen besonders starken Eindruck auf Sie gemacht? Damit ruft er alle dazu auf, die „nicht-Internet-Star-, aber warmherzigen“ Orte in ihrer Umgebung wertzuschätzen.