虎嗅

Deutscher Titel: In unserem Land gibt es etwa mehr als 100 Millionen streunende Katzen und Hunde – woher kommen sie alle?

原文:我国流浪猫狗大约超过一亿只,它们都是哪来的?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Der Vortrag von Zhang Yue, einer Tierenschützerin und Freiwilligen, befasste sich mit den drei häufigsten Fragen der Öffentlichkeit zum Thema Tierschutz: „Warum kümmern wir uns um Tiere, wenn wir nicht einmal unsere eigenen Angelegenheiten in den Griff bekommen?“ „Woher kommen die streunenden Katzen und Hunde?“ „Warum dürfen wir keine Katzen und Hunde essen, aber Hühner und Enten?“ Dabei verband sie ihre eigenen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Managementmethoden sowie traditionellen chinesischen Werten, um die enge Verbindung zwischen Tierschutz und der menschlichen Gesellschaft zu erläutern. Die Probleme mit Tieren sind letztendlich Ausdruck menschlichen Verhaltens; wissenschaftliches Management kann einen harmonischen Zusammenleben von Menschen und Tieren ermöglichen, und Mitleid mit dem Leben ist die Grundlage einer zivilisierten Gesellschaft.

1. „Hilft man Tieren, hilft man nicht den Menschen?“ – Der Gemeinnutz unterscheidet nicht zwischen Menschen und Tieren; es geht um das Füllen von Lücken in der Gesellschaft

Viele glauben, dass Tierschutz und der Gemeinnutz im Widerspruch zueinander stehen. Zhang Yue widerlegte diesen Missverständnis mit ihren eigenen Erfahrungen: Zuerst engagierte sie sich für arme Schülerinnen und Frauen in Not, bevor sie sich dem Schutz von streunenden Tieren widmete. Sie betonte, dass der Kern des Gemeinnutzes im Mitleid mit dem Leben und im Engagement für die Gesellschaft liegt. Die Unterstützung von Menschen (z. B. durch Handwerkskurse für behinderte Frauen oder den Verkauf von Kunsthandwerkern aus Flüchtlingslagern) steht im Einklang mit der Hilfe von Tieren – beide tragen dazu bei, Lücken in der Gesellschaft zu schließen.

Beispiel: Wenn streunende Tiere überhandnehmen und Konflikte in der Gemeinschaft verursachen oder Krankheitsrisiken mit sich bringen, beeinträchtigt dies letztendlich das Leben der Menschen. Um dieses Problem zu lösen, ist es notwendig, menschliches Verhalten zu regulieren (z. B. durch Verbot des Aussetzens und Kastrationen), was auch zur Verbesserung der Gesellschaftsverwaltung beiträgt. Daher hilft die Unterstützung von Tieren letztlich auch den Menschen – beide Aspekte fördern sich gegenseitig.

2. Die Ursachen für das „Überhandnehmen“ streunender Katzen und Hunde: Unkontrollierte Zucht, Handel und Aussetzung

Laut Zhang Yue gibt es schätzungsweise über 100 Millionen streunende Katzen und Hunde – allerdings keine genauen Statistiken, da täglich Tiere geboren und sterben. Woher kommen sie?

  • Unkontrollierte kommerzielle Zucht: Viele Menschen betrachten Katzen und Hunde als Geldquelle; Inzucht (Verpaarung von nahverwandten Tieren) führt zu zahlreichen genetischen Defekten.
  • Keine Grenzen beim Handel: Streunende Tiere können für wenig Geld verkauft werden, und Käufer werfen sie oft weg, sobald sie ihrer Lust überdrüssig sind.
  • Verantwortungslose Aussetzung: Niemand kümmert sich um die ausgesetzten Tiere, was zu einer weiteren Zunahme der Population führt.

Diese Situation hat ernsthafte Folgen: Sie verstärkt Konflikte in der Gemeinschaft und kann zu Gesundheitsrisiken führen (z. B. Tollwut). Noch schlimmer ist, dass die Gewalttätigkeit gegenüber Tieren zur Norm wird – „Wer möchte in einer solchen Welt leben?“

3. Wissenschaftliches Management von streunenden Tieren: Nicht „Töten“, sondern „Gute Menschenführung“

Zhang Yue verwies auf internationale Erfahrungen, die auf „Beherrschung der Ursachen und Regulierung des Verhaltens“ basieren:

  • Kontrolle der Zucht: Nur autorisierte Einrichtungen dürfen Tiere züchten, um unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern.
  • Eingeschränkte Handelsbedingungen: Käufer müssen überprüft werden (keine Vorstrafen für Tiermisshandlung, stabile Lebensverhältnisse); Tiere müssen kastriert, geimpft und mit Chips ausgestattet werden.
  • Bewältigung von streunenden Tieren in der Gemeinschaft: Ausgesetzte Tiere werden gefangen, kastriert und anschließend wieder in die Gemeinschaft entlassen. Warum? Weil kastrierte Katzen ihr Revier verteidigen und so neue Fortpflanzungen verhindern; zudem sind sie gesund und sicher.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das menschliche Verhalten zu regulieren – wenn Menschen für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden (z. B. mit Geldstrafen oder Haft), werden sie vorsichtiger und reduzieren so die Anzahl der streunenden Tiere.

4. „Warum dürfen wir keine Katzen und Hunde essen?“ – Die Klassifizierung von Tieren bestimmt ihre Nutzung

Zhang Yue erklärte die internationale Klassifizierung von Tieren, insbesondere den Unterschied zwischen „Haustieren“ und „Wirtschaftstieren“.

  • Wirtschaftstiere (Hühner, Enten, Schweine): Sie werden zur Fleisch-, Ei- und Milchproduktion gezüchtet; es gibt strenge Hygienestandards für den Verzehr.
  • Haustiere (Katzen, Hunde): Sie dienen der emotionalen Begleitung des Menschen; ihr Verzehr unterliegt keinen speziellen Hygienestandards. Ungeprüftes Fleisch kann Krankheiten übertragen. Zudem ist der Kauf und Verzehr von Haustieren in vielen Ländern illegal.

Sie fügte hinzu: Auch das Essen pflanzlicher Lebensmittel tötet Tiere – doch „Mitleid mit anderen Lebewesen“ ist eine Grundlage der Zivilisation.

5. Die Tierwahrnehmung in der traditionellen chinesischen Kultur: Schon die Alten kannten das Konzept von Beschränkung und Zusammenleben

Die chinesische Tradition kennt seit jeher Werte des Tierschutzes:

  • Im Neolithikum gab es Vorschriften wie „Nicht töten von Jungtieren, keine Vogeleier sammeln“ oder „Im Frühjahr Bäume nicht fällen, im Sommer Netze nicht auslegen“.
  • Die Kernwerte des Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus (Mitleid, Mitgefühl, Einheit von Mensch und Natur) betonen den Respekt vor dem Leben.

Beispiele: Taxifahrer in Xuancheng spendeten Geld für streunende Tiere; dadurch wurde die Stadt bekannt und attraktiver für Touristen.

Sie betonte, dass der Erhalt traditioneller Werte nicht nur im Sprechen besteht, sondern auch in konkreten Handlungen – z. B. durch das Vermeiden von Tiermisshandlung.

Fazit: Der Kern des Tierschutzes ist die „Schutz der menschlichen Zivilisation“

Zhang Yue zitierte einen Philosophen: „Völker, die Tiere misshandeln, respektieren das Leben der Menschen nicht.“ Tierschutz bedeutet nicht, Tiere bevorzugt zu behandeln, sondern durch die Regulierung des menschlichen Verhaltens eine gerechtere und warmherzigere Gesellschaft zu schaffen. Eine Gesellschaft, die Mitleid mit Tieren hat, ist auch gegenüber Menschen toleranter.