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„Massenproduktion in etwa einem halben Jahr“ – Die Zeitdruck bei der Entwicklung eines Autos ist groß.

原文:“一年半左右量产”,追觅造车时间紧迫

Kernzusammenfassung

Chimei Technology (eine Firma, die ursprünglich Staubsauger herstellte) ist in das Geschäft mit neuen Elektroautos eingestiegen und plant, innerhalb von etwa einem halben Jahr die Massenproduktion zu beginnen, wobei der Fokus auf den ausländischen Märkten liegt. Anstatt den kostspieligen Ansatz von Xiaomi zu verfolgen – bei dem eigene Fabriken gebaut und alle Komponenten selbst entwickelt werden – orientiert sich Chimei an dem Modell von Huawei: Zusammenarbeit mit Automobilherstellern für die Fertigung sowie die Entwicklung eigener Kerntechnologien. Das Ziel ist es, Luxusautos im Millionenbereich zu produzieren, einschließlich eines „Raketenautos“, das in der Lage ist, in einer Sekunde eine Strecke von 100 Kilometern zurückzulegen. Allerdings stehen drei große Herausforderungen vor Chimei: Ob Automobilhersteller ihre Technologie überhaupt nutzen wollen, der langfristige finanzielle Druck sowie die Herausforderung der Systemintegration nach der Massenproduktion. Zudem bestreitet Chimei, dass es denselben Fehler wie LeEco machen könnte – nämlich eine finanzielle Krise zu erleiden.

1. Chimeis „Huawei-Modell“: Keine eigenen Fabriken, sondern Technologie als Verhandlungsmittel

Der Kernansatz von Chimei bei der Automobilproduktion besteht in einem „leichten Kapitalaufwand“ kombiniert mit dem Ausstellen von Technologien: Anstatt Milliarden in die Errichtung eigener Fabriken zu investieren, sucht das Unternehmen reife Automobilhersteller, die die Produktion übernehmen (wie Huawei bei der Zusammenarbeit mit Seres für das Modell Askar). Die Kerntechnologien müssen jedoch selbst entwickelt werden. Chimei behauptet, dass alle technologiebezogenen Komponenten für Elektroautos – einschließlich intelligenter Fahrgestelle, Motoren, Festkörperbatterien und Innenrauchchipsets – vollständig selbst entwickelt werden. Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Zeit- und Kostenersparnis, doch das entscheidende Fragezeichen ist: Warum sollten Automobilhersteller auf Chimeis Technologie verzichten und stattdessen auf die eigene oder die anderer Partner setzen?

2. Warum Luxusautos im Millionenbereich? Kein Interesse an Preiskämpfen im Inland

Auf dem inländischen Markt werden neue Elektroautos unter 200.000 Yuan mit Verlusten verkauft; einige Hersteller verzeichnen sogar eine Bruttogewinnmarge von –31% (zum Beispiel bei einem Verkaufspreis von 100.000 Yuan und einem Verlust von über 30.000 Yuan). Chimei möchte sich nicht an solchen Verlustgeschäften beteiligen und zielt stattdessen auf den Luxusmarkt ab:

  • Hohe Preise im Millionenbereich;
  • Der Verkauf in ausländischen Märkten, insbesondere solchen, die noch nicht von chinesischen Automobilherstellern erschlossen wurden (z. B. Australien);
  • Die Strategie „N+1“: Anstatt einfach das Beste zu bieten, soll Chimei etwas Besseres schaffen und damit höhere Gewinne erzielen sowie einen positiven Cashflow sichern.

3. Der Mut zum Markteintritt – aber hoher finanzieller Druck

Chimei gab an, bereits ab 2021/2022 geheim mit den Vorbereitungen für die Automobilproduktion begonnen zu haben, gleichzeitig wie Xiaomi. Allerdings hat Xiaomi bereits zwei Autos erfolgreich auf den Markt gebracht, während Chimei noch auf die Massenproduktion warten muss. Der Rückhalt von Chimei beruht auf:

  • Frühzeitiger Aufbau von Technologien (z. B. Festkörperbatterien, Chips);
  • Unterstützung durch das Konzernnetzwerk (Yu Hao betonte, dass der Automobilbereich eine strategische Priorität sei und erfolgreich umgesetzt werden müsse).

Die Automobilproduktion ist jedoch ein „Finanzloch“: Die Branche geht davon aus, dass mindestens 20–30 Milliarden an Startkapital erforderlich sind – und es dauert in der Regel 5–8 Jahre, bis ein Unternehmen Gewinne erzielt (NIO benötigte beispielsweise 10 Jahre). Chimeis Ziel ist ein Jahresumsatz von 40 Milliarden Yuan im Jahr 2025, doch ob die nachfolgenden Investitionen ausreichen, bleibt ungewiss.

4. Die größte Debatte: Ist das „Raketenauto“ nur ein Gag oder echte Technologie?

Auf einer Präsentation in Silicon Valley zeigte Chimei das „Raketenauto“ Nebula NEXT 01 JET Edition und versprach, ein Auto zu entwickeln, das in einer Sekunde eine Strecke von 100 Kilometern zurücklegen kann. Das klingt ambitioniert – doch die schnellsten serienmäßig hergestellten Autos benötigen für diese Distanz etwa 2 Sekunden. Eine solche Beschleunigung erfordert eine leistungsstarke Antriebstechnologie, was Kosten- und Sicherheitsprobleme mit sich bringt. Es wird diskutiert, ob es sich dabei um einen Marketinggag handelt oder tatsächlich um echte technologische Fortschritte. Schließlich ist die Automobilproduktion eine komplexe Angelegenheit, die strenge Standards wie Fahrzeugzertifizierungen und Sicherheitsvorschriften erfüllen muss; ob das „Raketenauto“ tatsächlich realisierbar ist, bleibt unklar.

5. Kein Vergleich mit LeEco – aber finanzielle Sorgen bestehen weiterhin

Zuvor hatte Yu Hao erwähnt, dass die Geschäftsaktivitäten möglicherweise in separate Unternehmen aufgeteilt und anschließend an der Börse verkauft werden könnten, was an das Vorgehen von LeEco erinnert. Chimei bestritt dies und betonte, über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen, gab jedoch keine konkreten Zahlen bekannt. Das Problem ist: Die Automobilproduktion erfordert langfristige Investitionen – selbst wenn es derzeit genügend Geld gibt, bleiben Fragen bezüglich der Nachhaltigkeit des Finanzierungsmodells offen (z. B. Lieferketten, Marketing, After Sales). Sollte die weitere Finanzierung nicht reichen oder die Massenprodukte sich nicht verkaufen lassen, könnte Chimei in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Fazit

Chimeis Strategie ist klar: Der Verzicht auf Preiskämpfe und der Fokus auf den hochwertigen ausländischen Markt mit einem „leichten Kapitalaufwand“ sollen das Risiko verringern. Doch der Markteintritt in die Automobilindustrie ist schwieriger, als angenommen – von der technologischen Zusammenarbeit über die kontinuierlichen Investitionen bis hin zur tatsächlichen Massenproduktion sind viele Unsicherheiten zu bewältigen. Erst nach einem halben Jahr wird sich zeigen, ob Chimeis Pläne erfolgreich umgesetzt werden können.