虎嗅

Kann die „Lime-Saison“ Hagen-Daz retten?

原文:柠季,救得了哈根达斯?

Zusammenfassung des Kerninhalts

Am 2. Juni kündigte der multinationale Lebensmittelgigant General Mills an, die Geschäftsrechte für die Hagen-Dazs-Filialen in China an Investorengruppen wie Ningji zu übertragen. General Mills möchte sich von den operativen Belastungen der Offline-Filialen befreien und weiterhin die Einzelhandels- (z. B. Eisverkauf in Supermärkten) sowie Gastronomiegeschäfte von Hagen-Dazs in China betreiben; Ningji hingegen möchte die hochwertigen Geschäftskontakte und das Markenimage von Hagen-Dazs nutzen, um einen „Aufstieg“ zu erreichen. Es bestehen jedoch große Unterschiede zwischen den beiden Partnern in Bezug auf Markenpositionierung, Betriebsmodellen und Lieferketten, wodurch die Integration äußerst schwierig ist. Ob die Zusammenarbeit erfolgreich sein wird, kann erst nach 2–3 Jahren anhand der operativen Daten beurteilt werden.

Detaillierte Analyse

#### 1. Hagen-Dazs: Vom „Luxusgut der Eiswelt“ zum „unabwendbaren Ballast“

Als Hagen-Dazs 1996 in China eingeführt wurde, war es ein klares Symbol für Exklusivität – zu dieser Zeit lag das durchschnittliche Monatsgehalt der Arbeitnehmer bei nur 500 Yuan, während eine einzelne Eisportion 25 Yuan kostete. Durch die Marketingkampagne „Wenn du sie liebst, bring sie zum Essen von Hagen-Dazs“ wurde das Produkt mit Liebe assoziiert. Dank hochwertiger Zutaten und zahlreicher Filialen erreichte das Unternehmen seinen Höhepunkt mit 550 Filialen in großen Städten. Im Jahr 2017 trug der chinesische Markt bereits die Hälfte des weltweiten Umsatzes bei.

In den letzten Jahren hat jedoch der Glanz nachgelassen: Die Besucherzahlen sind zurückgegangen, die Mieten in Einkaufszentren in Großstädten steigen stark an, die Kosten für die Kältelagerung sind nicht zu senken und neue Produkte entsprechen nicht mehr dem Geschmack der jungen Kunden (z. B. es wurden keine Low-Carb- oder Low-Fat-Produkte rechtzeitig auf den Markt gebracht). Heute gibt es nur noch 171 Hagen-Dazs-Filialen. General Mills möchte sich daher von den operativen Belastungen der Offline-Geschäfte befreien und die Geschäftsrechte übertragen.

#### 2. Ningji: Der Markt für Zitronentee hat seinen Höhepunkt erreicht – dringender Bedarf an einem „Sprung nach oben“

Ningji ist ein junges Unternehmen, das 2021 gegründet wurde und sich auf Zitronentee zu Preisen von 13–16 Yuan spezialisiert hat. Es vermeidet Konkurrenten wie Xicha (hochwertig) und Mixue Ice City (billig) und expandiert schnell durch differenzierende Angebote. Zudem hat es Investitionen von Tencent und ByteDance erhalten und betreibt bereits über 3000 Filialen.

Derzeit steht Ningji jedoch vor Herausforderungen: Der Markt für Zitronentee ist nahezu saturiert – Konkurrenten wie LINLEE teilen den Markt mit ihm, und große Marken wie Mixue Ice City und GuMing haben ebenfalls begonnen, Zitronentee zu verkaufen, was die Einzigartigkeit von Ningji verringert. Außerdem befinden sich die meisten Filialen von Ningji an Straßenständen und nicht in hochwertigen Geschäftskontexten. Deshalb möchte das Unternehmen die hochwertigen Ressourcen von Hagen-Dazs nutzen, um einen „Aufstieg“ zu erreichen.

#### 3. Die Zusammenarbeit scheint „win-win“ zu sein – aber wo liegen die Synergien?

  • Bedürfnisse von General Mills: Reduzierung der operativen Kosten für Offline-Filialen (Mieten, Personal, Kältelagerung) und Konzentration auf profitablere Einzelhandelsaktivitäten (z. B. Hagen-Dazs-Eis in Supermärkten).
  • Bedürfnisse von Ningji: Zugang zu hochwertigen Geschäftskontexten, die das Unternehmen selbst nicht erreichen kann (aufgrund hoher Mieten), sowie die Steigerung des eigenen Markenwerts unter Verwendung des „hochwertigen Images“ von Hagen-Dazs, um sich vom Massenmarkt auf den mittleren bis hochwertigen Markt zu bewegen.

#### 4. Viele Herausforderungen bei der Integration

  • Konflikte in der Markenpositionierung: Ningji positioniert sich als „preisgünstiges Massengetränk“ (Zielgruppe: Studenten, junge Büroangestellte), während Hagen-Dazs auf hochwertige soziale Anlässe abzielt (eine einzelne Eisportion kostet heute über 50 Yuan). Die Zielgruppen überschneiden sich kaum; eine Zusammenführung würde beide Seiten behindern – Hagen-Dazs verlieren seinen exklusiven Charakter, und Ningji könnte seine Position nicht wirklich verbessern.
  • Inkompatible Betriebsmodelle: Ningji ist auf schnelle Expansion durch Franchising (geringe Investitionen) ausgerichtet, während Hagen-Dazs auf direkte Vertriebssysteme mit hohem Serviceaufwand setzt (hohe Investitionen). Ningji hat bisher keine Erfahrung mit Filialen in hochwertigen Einkaufszentren und könnte Schwierigkeiten haben, die Mitgliedschaften und das Ambiente von Hagen-Dazs zu bewahren.
  • Probleme bei der Zusammenarbeit der Lieferketten: Hagen-Dazs verwendet hauptsächlich importierte Zutaten mit hohen Kosten; Ningjis Lieferkette basiert auf Früchten und Tee, was eine gemeinsame Kostensenkung erschwert.
  • Herausforderungen im Lizenzmodell: Ningji besitzt nur die Rechte zur Betriebsführung der Filialen, nicht das Markenrecht. General Mills möchte das hochwertige Image von Hagen-Dazs bewahren, während Ningji Kosten senken und Effizienz steigern möchte – unterschiedliche Ziele können zu Konflikten führen (z. B. wenn Ningji preisgünstigere Produkte einführen möchte).

#### 5. Zukunftsaussichten: Kurzfristig gibt es Vorteile, langfristig hängt alles von der Balance ab

Kurzfristig profitieren beide Parteien – Ningji erhält Zugang zu hochwertigen Geschäftskontexten, und Hagen-Dazs kann sich näher an die junge Zielgruppe bewegen. Langfristig hängt der Erfolg jedoch von der Integration ab: Zu viele Veränderungen könnten das hohe Markenimage von Hagen-Dazs zerstören; zu wenige Veränderungen würden den Nutzen einschränken. Ob diese Zusammenarbeit erfolgreich ist, zeigt sich erst nach 2–3 Jahren anhand der operativen Daten.

Diese grenzüberschreitende Kooperation gleicht einem „Abenteuer“ – Ningji möchte mit Hagen-Dazs einen „Sprung nach oben“ machen, während Hagen-Dazs durch die Zusammenarbeit seine Existenz sichern möchte. Ob es jedoch klappt, hängt davon ab, ob beide Parteien eine neue Strategie für den chinesischen Markt entwickeln können. Schließlich sind zwei völlig unterschiedliche Marken nicht einfach miteinander zu kombinieren – es ist keine einfache Addition von 1 + 1.