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Auch die Unterstützung durch SAIC und ZF kann die schwierige Situation dieses Anbieters von intelligenten Fahrassistenzsystemen nicht verbergen: Langsame Zahlungen und knappes Bargeld. Der Unternehmen versucht erneut, an der Hongkonger Börse zu notieren.

原文:上汽、采埃孚站台也难掩困局,这家智驾供应商再闯港股:回款慢、现金紧

Zusammenfassung der Kerninhalte

Tiantong Weishi ist ein Unternehmen, das Lösungen für intelligente Fahrzeugsteuerung entwickelt. Im Oktober letzten Jahres scheiterte sein erster Antrag auf Börsengang an der Hongkonger Stock Exchange, und nun versucht es erneut mit einem zweiten Antrag. Hinter dem Unternehmen stehen große Konzerne wie ZF, SAIC und BAIC sowie lokale Staatskapitalgeber. Die Geschäftsaktivitäten sind in zwei Bereiche unterteilt: Zum einen bietet das Unternehmen kostengünstige L2-L2+-Assistenzfunktionen an (geeignet für Fahrzeuge im Wertbereich von 100.000 bis 200.000 Yuan), zum anderen hochentwickelte L4-Fahrerassistenzsysteme (z. B. für Port-LKW und unbemannte Busse). Derzeit befindet sich das Unternehmen jedoch in einer schwierigen Situation: Die Cashflows sind fast auf Null gesunken (die verfügbaren Mittel reichen nur für etwa ein Jahr), der Auslandsgeschäftsbereich ist stark eingebrochen (von 62 % auf 2 %), und die Forschungs- und Entwicklungsausgaben nehmen weiter ab. Der diesjährige Börsengang dient eher dem Überleben – ohne Börsengang könnte das Unternehmen finanziell nicht überstehen, was die Überlebensdrücke chinesischer Anbieter von intelligenten Fahrzeugsteuerungssystemen in der Ära des massiven Markteintritts zeigt.

Detaillierte Analyse

#### 1. Tiantong Weishi: Ein Unternehmen mit ausländischem Know-how und exklusiver Kapitalbasis

Der Gründer Wang Xi ist ein zurückgekehrter Doktorand, der zuvor als Algorithmiker bei ZF (einem weltweit führenden Automobilzulieferer) tätig war. 2016 gründete er das Unternehmen und setzte auf die Entwicklung intelligenter Fahrzeugsteuerungssysteme. Der Name „Tiantong“ bedeutet „Augen des Autos“ und bezieht sich auf die visuellen Wahrnehmungsalgorithmen, die das Kernprodukt des Unternehmens sind.

In Bezug auf die Finanzierung hat das Unternehmen seit seiner Gründung in zehn Jahren mehrere Investitionsrunden mit insgesamt fast einer Milliarde Yuan erhalten. Zu den Investoren gehören:

  • Industriekonzerne wie ZF (mit 6,93 % der Anteile und als strategischer Partner), SAIC und BAIC über ihre Investmentfonds, sowie Unternehmen wie Horizon Robotics und SenseTime.
  • Lokale Staatskapitalgeber wie das Tangshan Robot Fund und Wuzhong Financial Holdings haben ebenfalls Investitionen getätigt.

Der Gründer Wang Xi kontrolliert durch direkte Beteiligungen und Mitarbeiterplattformen 40,84 % der Anteile und hat somit weiterhin großen Einfluss auf das Unternehmen.

#### 2. Doppelte Geschäftssparten: Einerseits den aktuellen Gewinn erzielen, andererseits in die Zukunft investieren

Die Geschäftsaktivitäten von Tiantong Weishi sind auf zwei Bereiche ausgerichtet:

Erste Sparte: L2-L2+-Assistenzfunktionen (Gewinn erzielen)

Das Unternehmen vermeidet den Wettlauf um Rechenleistung (z. B. durch die Verwendung weniger hochentwickelter Chips) und setzt auf kostengünstige Lösungen. Mithilfe von visuellen Sensoren, Millimeterwellen-Radaren und Ultraschall-Radaren können Funktionen wie Parkassistenz sowie automatisches Navigationsfahren auf günstigen Chips (z. B. Horizon J6B mit einer Rechenleistung von ca. 20 TOPS – etwa dem Fünffachen eines Smartphone-Chips) realisiert werden. Diese Lösungen treffen genau den Bedarf der meisten Fahrzeuge im Wertbereich von 100.000 bis 200.000 Yuan, weshalb das Unternehmen einen bedeutenden Marktanteil hält (2024: zweitgrößter Anbieter solcher Systeme in China mit 14,3 %).

Allerdings wird der Markt immer wettbewerbsintensiver; lokale Konkurrenten wie Jingwei Hengrun und Furui Tek folgen dem Trend, und führende Automobilhersteller wie BYD und Tesla beginnen selbst mit der Entwicklung solcher Systeme. Um ihre Position zu halten, muss Tiantong Weishi seine Algorithmen kontinuierlich verbessern – doch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben nehmen ab, was ein Dilemma darstellt.

Zweite Sparte: L4-Hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme (Investition in die Zukunft)

Dieser Bereich wächst am schnellsten und wird voraussichtlich 2025 68 % des Umsatzes ausmachen. Das Unternehmen konzentriert sich auf unbemannte Busse, LKW und Taxifahrzeuge; bereits in Städten wie Suzhou und Tianjin werden solche Systeme im regulären Betrieb getestet. Der Haken ist jedoch, dass diese Lösungen kaum Gewinne erzielen: Sie werden meist als Projekte geliefert (z. B. an Häfen) und nicht als Lizenzprodukte verkauft, was zu niedrigen Bruttogewinnen führt. Zudem dauern die Lieferzeiten 3–5 Jahre, was die Cashflows zusätzlich belastet.

#### 3. Finanzielle Probleme

Obwohl der Umsatz steigt, sind die Gewinne gering:

  • Schneller Umsatzanstieg, aber verändernde Struktur: Der Umsatz stieg von 172 Millionen Yuan im Jahr 2022 auf 550 Millionen Yuan (Wachstum von 67 %), wobei der Anteil der L2-Geschäfte von 90 % im Jahr 2023 auf 68 % im Jahr 2025 gesunken ist.
  • Konflikt zwischen Bruttogewinnmargen und Nettogewinn: Der Gesamtbruttogewinn liegt bei etwa 30 %, wobei die L2-Geschäfte einen höheren Gewinnanteil haben. Der Nettogewinn ist negativ (2025: -200 Millionen Yuan), jedoch enthalten diese Zahlen auch „buchhalterische Effekte“ (z. B. Veränderungen bei der Bewertung von Vorzugsaktien). Nach Anpassungen beträgt der Verlust 2024 4,38 Millionen Yuan und 2025 10,86 Millionen Yuan.
  • Rückgang der Forschungs- und Entwicklungsausgaben: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sanken von 108 % im Jahr 2022 auf 16,8 %. Für Technologieunternehmen kann ein zu starker Rückgang dieser Ausgaben dazu führen, dass sie den technologischen Fortschritt nicht mehr halten können.

#### 4. Schwache Cashflows

Die finanzielle Situation ist kritisch:

  • Kurzfristige Liquiditätsprobleme: Die verfügbaren Mittel reichen nur für etwa ein Jahr; der operative Cashflow beträgt im Jahr 2025 einen Nettoausfluss von 293 Millionen Yuan.
  • Forderungen von Kunden: Die Forderungen gegenüber Kunden sind stark gestiegen (von 89 Millionen Yuan auf 548 Millionen Yuan) und die Zahlungszeiten haben sich verlängert (von 191 Tagen auf 300 Tage). Das bedeutet, dass das Unternehmen fast ein Jahr lang ohne Einnahmen ausstehen muss.
  • Einzubrechender Auslandsgeschäftsbereich: Der Anteil der ausländischen Umsätze ist von 62 % im Jahr 2023 auf 11 Millionen Yuan im Jahr 2025 gefallen – möglicherweise aufgrund strengerer Datenregulierungen oder geopolitischer Einflüsse.

#### 5. Zweiter Börsengang: Eine Notwendigkeit, nicht eine freiwillige Entscheidung

Der zweite Antrag erfolgt bereits nach nur sechs Monaten – nicht aus Überzeugung des Unternehmens, sondern aufgrund finanzieller Drucksituationen:

  • Schwierigkeiten bei der Finanzierung: Die Kapitalflut in der Branche hat nachgelassen; niemand ist mehr bereit, in Unternehmen wie Tiantong Weishi zu investieren.
  • Notwendigkeit des Börsengangs: Die verfügbaren Mittel reichen nur für etwa ein Jahr, und die Einnahmen aus L4-Projekten sind nicht sofort erreichbar.

#### Fazit

Der zweite Antrag von Tiantong Weishi spiegelt den Wandel der chinesischen Intelligent-Fahrzeugsteuerungsbranche wider: Die Ära des finanziellen Aufwärms ist vorbei; nun geht es um die Massenproduktion, die Gewinnabilität und die Stabilisierung der Cashflows. Tiantong Weishi verfügt über industrielle Ressourcen und technisches Know-how, hat jedoch auch Schwachstellen (schwache Cashflows, instabile Geschäftsstruktur, unzureichende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten). Sein Schicksal steht für viele chinesische Anbieter in dieser Branche: Sie müssen zwischen der technischen Umsetzung und dem wirtschaftlichen Überleben einen schwierigen Kompromiss finden.