Zusammenfassung der Kerninhalte
Aufgrund falscher Gerüchte, wonach Zaiseng Technology SpaceX beliefert, stieg der Aktienkurs innerhalb von sechs Monaten um mehr als 300 %, bevor er dann wieder um fast 30 % fiel. Nachdem die Unternehmenswarnungen vor den Risiken erfolglos blieben, entschied sich das Unternehmen, rechtliche Schritte gegen die Verbreiter der Falschinformationen einzuleiten. Zudem hat sich die Geschäftsentwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert, und Führungskräfte haben ihre Anteile verkauft, während zahlreiche Kleinanleger einstiegen, um die Aktien zu übernehmen.
I. Gerüchte über SpaceX treiben den Aktienkurs in die Höhe – doch der Geschäftsbereich spielt nur eine Nebenrolle
Es gibt Behauptungen auf dem Markt, Zaiseng Technology sei der „Marktführer bei Produkten für SpaceX“, doch das Unternehmen hat dies bereits dementiert: Seit 2020 liefert es hochsiliziumhaltige Fasern an ein internationales Raumfahrtunternehmen (zur Isolierung von Raumfahrzeugen), doch dieser Geschäftsbereich machte im Jahr 2025 nur 0,66 % des Gesamtumsatzes aus. Zudem gibt es derzeit keine laufenden Aufträge, was die Geschäftsentwicklung kaum beeinflusst.
Dennoch stieg der Aktienkurs von etwa 5 Yuan im Dezember letzten Jahres auf 23,53 Yuan im Mai dieses Jahres – ein Anstieg um 368 %. Es war, als würde man dem „neuen Kleid des Kaisers“ folgen; niemand interessierte sich für die tatsächlichen Geschäftsergebnisse.
II. Das Unternehmen hat die Nase voll: Von Warnungen bis zu rechtlichen Schritten
Zuvor hatte das Unternehmen zehn Mal Ankündigungen zur ungewöhnlichen Entwicklung des Aktienkurses veröffentlicht und betont, dass dieser Geschäftsbereich nicht rentabel sei. Doch die Marktreaktionen wurden immer verrückter. Am 28. Mai sagte das Unternehmen schließlich deutlich: „Der Aktienkurs entwickelt sich wie ein Spiel mit einer Trommel; er kann jederzeit fallen.“ Dies markierte einen Wendepunkt – danach folgten drei aufeinanderfolgende Kursverluste.
Am 2. Juni ging das Unternehmen noch weiter: Es gab bekannt, Beweise für die Falschinformationen gesammelt zu haben und kündigte an, bei Bedarf die Polizei sowie die zuständigen Behörden einzuschalten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dies ist eine seltene, entschiedene Haltung – sie zeigt, wie sehr die falschen Gerüchte das Unternehmen belastet haben.
III. Jahrelanger Rückgang der Geschäftsentwicklung; der Anstieg des Aktienkurses beruht ausschließlich auf Spekulationen
Die eigentlichen Geschäfte von Zaiseng Technology laufen nicht gut:
- Der Nettogewinn ist in den letzten fünf Jahren von 249 Millionen auf 56 Millionen Yuan gefallen; im Jahr 2025 betrug der bereinigte Nettogewinn nur noch 15 Millionen Yuan (ein Rückgang um 73 %).
- Der Gewinnmargen des „effizienten Energiesparmaterials“, das so stark gehandelt wird, sank von 24 % im Jahr 2021 auf 12,8 % im Jahr 2025 – es wird immer unrentabler.
- Auch im ersten Quartal 2026 gingen Umsatz und Nettogewinn zurück, und die Cashflow-Situation ist schlecht.
Ehrlich gesagt: Der starke Anstieg des Aktienkurses basiert ausschließlich auf Spekulationen; ohne tatsächliche Geschäftsergebnisse war ein Rückgang früher oder später unvermeidlich.
IV. Verschiedene Entscheidungen der Führungskräfte
Die Reaktionen der Führungskräfte auf die schwankenden Aktienkurse waren unterschiedlich:
- Der Mehrheitsaktionär Guo Mao wollte ursprünglich 6 % seiner Anteile für 344 Millionen Yuan verkaufen, brach diesen Plan jedoch am 5. Januar ab.
- Drei stellvertretende Geschäftsführer kündigten Ende April ihren Verkauf ihrer Anteile an und vollzogen diesen am 27. Mai – insgesamt erzielten sie damit etwa 6 Millionen Yuan. Die Anleger fragten sich, warum sie ihre Anteile zu einem günstigen Zeitpunkt verkauften; das Unternehmen antwortete, dass der Verkauf gesetzeskonform sei und niemand den Aktienkurs vorhersagen könne – doch der Zeitpunkt war tatsächlich auffällig.
V. Kleinanleger stürmen herein – vielleicht werden sie diejenigen sein, die die Verluste tragen
Als der Aktienkurs stieg, kamen zahlreiche Kleinanleger dazu: Die Anzahl der Aktionäre stieg von 59.500 im Dezember letzten Jahres auf 219.400 im ersten Quartal dieses Jahres (ein Mehrfachanstieg). Die meisten dieser Anleger kauften ihre Anteile zu einem hohen Kurs; jetzt, da der Aktienkurs um fast 30 % gefallen ist, sind viele von ihnen wohl in eine Falle geraten.
Es handelt sich dabei um ein typisches Beispiel für das Verhalten von Anlegern, die auf steigende Kurse setzen und bei fallenden Kursen verkaufen: Eine Minderheit nutzt Gerüchte, um den Kurs zu manipulieren, während Kleinanleger die Folgen tragen.
Fazit: Diese Aktienspekulation wurde von falschen Informationen angetrieben. Obwohl das Unternehmen schlechte Geschäftsergebnisse erzielt, wurde der Aktienkurs durch Konzepte in die Höhe getrieben – am Ende sind es meist die Kleinanleger, die darunter leiden. Dass das Unternehmen nun rechtliche Schritte einlegt, soll auch eine Warnung an den Markt senden: Die Verbreitung von Falschinformationen ist mitverantwortlich für die negativen Auswirkungen auf die Märkte.