虎嗅

Zweimal scheiterte die lokale Produktion – der „Urvater der Geländewagen“ kehrt zum dritten Mal nach China zurück: Chinesische Anteile liegen über 80 Prozent; es gibt nur noch 55 Filialen im ganzen Land. Altbesitzer berichten, dass die After-Sales-Wartung äußerst schwierig ist – manche warten sogar ein Jahr auf eine Reparatur. Eine erneute Kaufentscheidung fällt daher schwer.

原文:两次国产都失败,“越野车鼻祖”第三次入华:中方持股超80%,全国网点只剩55家,老车主:售后维修非常难,有人等一年才修上,很难复购

Zusammenfassung der Kerninhalte

Jeep, bekannt als „Urvater der Offroad-Fahrzeuge“, versucht erneut, in China lokal produziert zu werden. Dieses Mal arbeitet das Unternehmen mit Dongfeng Motor zusammen, wobei die chinesische Seite mehr als 87 % der Anteile hält und somit die Kontrolle übernimmt. Geplant ist, ab 2027 in einer Fabrik in Wuhan zwei neue Offroad-Modelle mit erneuerbaren Energien (elektrisch oder hybrid) herzustellen, die sowohl im Inland als auch weltweit verkauft werden sollen. Die ersten beiden Versuche der Lokalisierung von Jeep scheiterten jedoch: Der erste Versuch endete aufgrund von Meinungsverschiedenheiten unter den Investoren und langsamer Produktmodernisierung; der zweite Versuch scheiterte an Qualitätsproblemen (Ölverbrauch), Rückständen bei erneuerbaren Energien sowie Überbeständen in den Vertriebskanälen, was zum Bankrott führte. Nun steht Jeep vor drei großen Herausforderungen: Markenfahrzeuge beherrschen bereits 70 % des harten Offroad-Marktes, es gibt nur noch 55 Vertriebsstellen im ganzen Land, und die After-Sales-Dienste für ältere Fahrer sind schlecht, was das Image schädigt. Zudem sind die Verbraucher sehr preissensitiv – beispielsweise wünschen sie sich, dass der Jeep Wrangler auf 200.000 Yuan reduziert wird.

Detaillierte Analyse

#### 1. Dieser Kooperationsversuch ist anders: Die Chinesen haben das Sagen

In früheren Joint-Venture-Projekten übernahmen ausländische Parteien die Kerntechnologien (z. B. Motoren, Fahrgestelle), während die chinesischen Partner sich nur um die Produktion und den Verkauf der Fahrzeuge kümmerten. Bei der aktuellen Zusammenarbeit mit Dongfeng ist es jedoch umgekehrt: Die Chinesen investieren 87 % und bestimmen Produktdefinition, Forschung & Entwicklung sowie die Preise. Die Aufteilung der Aufgaben sieht wie folgt aus: Dongfeng stellt die „drei Elektrikkomponenten“ (Akku, Motor, Steuerung), intelligente Fahrtechnologien sowie den inländischen Lieferketten bereit; Stellantis (der Mutterkonzern von Jeep) liefert das Jeep-Brandimage, die Anpassung der Fahrgestelle und die globalen Vertriebskanäle.

Der Vorteil für die Chinesen ist, dass sie Produkte nach den Wünschen der chinesischen Kunden entwickeln können (z. B. mehr Wert auf intelligente Fahrerhäuser und Reichweite legen), anstatt passiv den Anweisungen ausländischer Partner zu folgen. Zudem können die neuen Fahrzeuge weltweit verkauft werden, was ein höheres Risikomanagement ermöglicht.

#### 2. Warum scheiterten die ersten beiden Versuche der Lokalisierung?

Der erste Versuch fand 1983 in Zusammenarbeit mit Beijing Motor statt; das Ergebnis war der Jeep Cherokee, der zu einem Synonym für Offroad-Fahrzeuge wurde. Später kam es jedoch zu Streitigkeiten zwischen den Investoren und einer langsamen Produktmodernisierung – der Vertrag wurde 2008 beendet.

Der zweite Versuch erfolgte 2015 in Zusammenarbeit mit GAC Fiat Chrysler; die Verkäufe erreichten 2017 ihren Höhepunkt bei 220.000 Einheiten. Im Jahr 2018 wurde jedoch durch eine Untersuchung von CCTV 315 auf Probleme mit dem Motor des Jeep Freedom Light hingewiesen (Ölverbrauch), was das Image stark schädigte. Zudem konnte das Unternehmen nicht mit dem Trend zu erneuerbaren Energien Schritt halten; viele Fahrzeuge blieben unverkauft, und die Verkäufe gingen kontinuierlich zurück. 2022 ging GAC Fiat Chrysler in Konkurs.

#### 3. Ist es jetzt zu spät? Markenfahrzeuge dominieren den harten Offroad-Markt

Früher war Jeep der „Lehrer“ auf dem chinesischen Hart-Offroad-Markt, doch heute hat sich die Situation geändert: Laut Daten aus dem Jahr 2025 beherrschen Markenfahrzeuge bereits 70 % des Marktes, während Joint-Ventures und Importe nur noch 30 % ausmachen. Hersteller wie Great Wall Tank 300, BYD Ayron U8 und Chery Jietu Traveler sind nicht nur günstiger als ausländische Modelle, sondern verfügen auch über intelligente Fahrtechnologien und große Akkus mit hoher Reichweite – junge Kunden bevorzugen diese. Unter den Top-10-Hart-Offroad-SUVs befindet sich nur noch ein ausländisches Modell (der Toyota Prado auf Platz 8 mit über 20.000 Verkäufen pro Jahr); alle anderen sind in China hergestellt. Für Jeep wird es daher nicht einfach sein, Kunden von diesen neuen Marken abzuwerben.

#### 4. Nur noch 55 Vertriebsstellen – die After-Sales-Dienste für ältere Fahrer sind schlecht

Nach dem Konkurs von GAC Fiat Chrysler ist die Anzahl der Jeep-Vertriebsstellen von über 400 auf nur noch 55 gesunken (in Shanghai beispielsweise auf drei). Für ältere Fahrer ist das After-Sales-Service ein großes Problem: Es fehlen Ersatzteile, und manche warten bis zu einem Jahr auf die Reparatur. Viele potenzielle Kunden befürchten, dass bei einer erneuten Lokalisierung von Jeep wieder Probleme auftreten könnten und der After-Sales-Service weiterhin unzureichend ist.

Jeep kündigt an, die Vertriebsstellen auszuweiten und mit den Kanälen von Shenglong Motor zusammenzuarbeiten – doch die früheren Misserfolge haben das Vertrauen vieler Kunden geschwächt.

#### 5. Verbraucher wünschen sich günstige Preise

Das nostalgische Image von Jeep lebt weiter, aber die Verbraucher legen mehr Wert auf Preis. Viele Nutzer in sozialen Medien sagen: „Wenn die neuen elektrischen Offroad-Modelle von Jeep zu einem angemessenen Preis erhältlich sind (z. B. der Wrangler für 200.000 Yuan), würden wir sie in Betracht ziehen – ansonsten kaufen wir lieber ein inländisches Modell.“ Schließlich kosten inländische Hart-Offroad-Fahrzeuge wie der Great Wall Tank 300 nur etwa 200.000 Yuan und verfügen über eine höhere Ausstattung. Wenn Jeep zu hohe Preise setzt, wird es schwierig sein, die Kunden mit dem Image des „Urvaters“ zu überzeugen.

Insgesamt zeigt sich, dass Jeeps dritter Versuch in China trotz chinesischer Führung und neuer Richtungen (erneuerbare Energien) auf viele Herausforderungen stößt. Ob der Erfolg gelingt, hängt davon ab, ob die Produkte gut genug sind, die Preise angemessen sind und der After-Sales-Service den Anforderungen entspricht.