虎嗅

**Deutscher Titel:** Weltweite Zentralbanken kaufen erneut Gold **Beschreibung:** Die weltweiten Zentralbanken haben ihre Goldkäufe wieder aufgenommen. Dies ist eine wichtige Entwicklung in der Finanzwelt, die möglicherweise auf wirtschaftliche Veränderungen oder strategische Entscheidungen hindeutet. Gold gilt oft als sicherer Wertspeicher und wird von Zentralbanken als Teil ihrer Devisenreserven verwendet. Der Trend könnte weitere Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben.

原文:全球央行,重新“扫货”黄金

Zusammenfassung der Kerninhalte

Im April haben die Zentralbanken weltweit wieder mit netten Goldkäufen begonnen (sie kauften mehr als sie verkauften) und insgesamt 17 Tonnen Gold erworben, was eine Wende zum Vorgang im März darstellt, als fast 30 Tonnen Gold netto verkauft wurden. Polen und China waren die Hauptkäufer, während die Türkei mit ihren umfangreichen Verkäufen im März aufhörten. Dennoch gibt es weiterhin kurzfristige Belastungen für den Goldmarkt: Beispielsweise fließen weiterhin Gelder aus Goldfonds (ETFs) ab und die Zinsen auf US-Staatsanleihen steigen. Langfristig wird der Goldmarkt durch die Unterstützung der Zentralbanken gestützt, doch kurzfristig sieht es schwierig aus.

I. Der V-förmige Umschwung bei den Goldkäufen der Zentralbanken im April: Wer kauft? Wer hört auf zu verkaufen?

Im März verkauften die Zentralbanken noch gemeinsam Gold, im April drehten sie sofort wieder um und begannen mit dem Kauf – das ist der sogenannte „V-förmige Aufschwung“, von dem in dem Bericht die Rede ist. Genauer gesagt:

  • Der größte Käufer Polen: Im April kauften 14 Tonnen Gold, insgesamt haben sie in diesem Jahr bereits 45 Tonnen erworben; jetzt macht Gold 30 Prozent ihrer Gesamtreserven aus (das bedeutet, für jeden 10 Euro an Reserven sind 3 Euro in Gold investiert).
  • China erhöht kontinuierlich seine Bestände: Es ist der 18. Monat in Folge, dass China Gold kauft; im April wurden etwa 8 Tonnen gekauft, wodurch die Gesamtreserven auf 2321 Tonnen stiegen – das ist der zweithöchste Stand seit dem Wiederbeginn der Käufe im November letzten Jahres.
  • Der kleinere Käufer Tschechien: Es wurden 2 Tonnen Gold gekauft; Gold macht nun 6 Prozent der Gesamtreserven aus.
  • Die Türkei hört mit den Verkäufen auf: Im März war sie der größte Verkäufer, im April gab es keine weiteren Verkäufe, da die kurzfristigen Verträge für den Tausch von Gold gegen US-Dollar abgelaufen sind.
  • Einige Verkäufer: Usbekistan verkaufte 1 Tonnen Gold, hat aber insgesamt in diesem Jahr immer noch 24 Tonnen gekauft (nach Polen der zweitgrößte Käufer). Russland verkaufte weiterhin Gold und verkaufte im April 6 Tonnen.

II. Warum kaufen die Zentralbanken so gerne Gold? Drei einfache Gründe

Während normale Menschen Gold kaufen, um ihren Wert zu schützen, haben die Zentralbanken andere Motive:

1. Riskaversion und Risikobewältigung: In Zeiten geopolitischer Spannungen (z. B. Kriege, Handelsstreitigkeiten) können der US-Dollar und der Euro schwanken; Gold hingegen ist eine „harte Währung“, die überall anerkannt wird.

2. Diversifizierung der Reserven: Man kann nicht alle Reserven in US-Dollar investieren – falls der Dollar an Wert verliert, kann Gold als Risikopuffer dienen (insbesondere Länder wie Polen und Usbekistan, die einen hohen Anteil an Gold in ihren Reserven haben).

3. Wertschutz gegen Inflation: Wenn die Preise steigen, verliert Geld an Wert; Gold hingegen bleibt relativ stabil und kann den Kaufkraftwert der Reserven erhalten.

III. Kurzfristige Probleme für den Goldmarkt: Abfluss von Kapital, Konkurrenz durch US-Staatsanleihen

Trotz der Käufe durch die Zentralbanken gibt es weiterhin zwei große Herausforderungen für den Goldmarkt:

  • Abfluss aus Goldfonds (ETFs): Die ETFs, die im letzten Jahr dazu beigetragen haben, dass der Goldpreis die Marke von 5000 US-Dollar überschritt, verkaufen aktuell massiv; das Kapital fließt in andere attraktive Bereiche wie Chips und Speicherlösungen.
  • Hohe Zinsen auf US-Staatsanleihen: Die US-Wirtschaft ist stabil, die Zinsen steigen kontinuierlich; durch den Kauf von US-Staatsanleihen erhält man feste Zinsen, während Gold keine Rendite erbringt. Daher bevorzugen viele Anleger diese Investitionen gegenüber Gold.
  • Warnungen von Goldman Sachs: Die Menge an Goldkäufen im April entspricht nur einem kleinen Teil des Durchschnitts der letzten Jahre – das zeigt, dass die Zentralbanken nicht mehr so stark kaufen wie früher.

IV. Langfristige Perspektiven: Gold als langfristiger Wertschutz

  • Langfristig: Die Zentralbanken spielen eine wichtige Rolle als „Ballaststeine“ für die Stabilität der Finanzmärkte; in den letzten 36 Monaten kauften sie im Durchschnitt monatlich 29 Tonnen Gold, wobei Osteuropa und Asien die Hauptkäufer waren (jeweils 12 bzw. 11 Tonnen pro Monat).
  • Kurzfristig: Es gibt viele Hindernisse: Der Abfluss aus ETFs, hohe Zinsen auf US-Staatsanleihen und eine Stärkung des US-Dollars drücken den Goldpreis nach unten; daher ist ein starkes Anstieg des Goldpreises kurzfristig unwahrscheinlich – es besteht sogar das Risiko eines Rückgangs.
  • Fazit: Gold eignet sich nicht als Instrument für schnelle Gewinne in kurzer Zeit, aber als langfristiges Wertschutzinstrument ist es aufgrund der kontinuierlichen Unterstützung durch die Zentralbanken weiterhin interessant.

Insgesamt sieht der Goldmarkt wie ein „langsam wärmender“ Markt aus: Kurzfristig könnte es etwas ruhig zugehen, aber langfristig gibt es stabile „Fans“ (die Zentralbanken), die ihn unterstützen. Wenn normale Menschen Gold in ihre Investitionsportfolios aufnehmen möchten, sollten sie vor allem seine Funktionen als Risikopuffer und Wertschutz berücksichtigen – nicht nur kurzfristige Spekulationen.