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Gao Huasheng: Vom „Stock-Blockchain“ bis zu RWA – Die Wall Street schreibt gerade die Grundlogiken von Vermögenswerten um

原文:高华声:从“股票上链”到RWA:华尔街正在重写资产的底层逻辑

Zusammenfassung der Kerninhalte

Im Jahr 2026 haben die amerikanischen Börsen NASDAQ und NYSE nacheinander Pilotprojekte zur Tokenisierung von Aktien („Aufnahme in Blockchains“) vorangetrieben, wodurch berechtigte Aktien/ETFs innerhalb des bestehenden regulatorischen Rahmens als Blockchain-Tokens gehandelt und abgerechnet werden können. Es handelt sich dabei nicht um unregulierte „Online-Casinos“, sondern um eine digitale Aufwertung, die den traditionellen Aktien gleiche Rechte, denselben Preis sowie dieselbe Regulierung bietet – tokenisierte Aktien verwenden denselben Code und genießen die gleichen Aktionärrechte; die Abwicklung erfolgt weiterhin über das zentrale Depository Trust Company (DTC). Hinter dieser Entwicklung steht die Modernisierung der Finanzinfrastruktur unter der Leitung des DTC (das verwaltet 114 Billionen US-Dollar an Vermögen und arbeitet mit mehr als 50 Institutionen zusammen). Dies markiert den Übergang von realen Vermögenswerten (RWA – Real World Assets) in die amerikanischen Hauptkapitalmärkte und wird die Effizienz der gesamten Prozesse im Handel, bei der Abwicklung und Clearing verändern sowie neue Wettbewerbsfelder innerhalb der globalen Finanzzentren schaffen.

Detaillierte Analyse

#### 1. Die Tokenisierung von Aktien ist keine „Kryptowährungsgeschäftigkeit“, sondern ein „digitales Zwilling“ traditioneller Aktien

Viele Menschen verbinden die Begriff „tokenisierte Aktien“ mit Kryptowährungen, doch dieses Pilotprojekt unterscheidet sich grundlegend:

  • Gleiche Rechte und gleicher Preis: Tokenisierte Aktien verwenden denselben Handelscode (z. B. AAPL) sowie dieselbe Identifikationsnummer (CUSIP-Code) wie traditionelle Aktien; Ausschüttungen, Stimmrechte und Unternehmensentscheidungen (wie Kapitalaufteilungen) sind identisch, und der Preis entspricht dem des traditionellen Marktes – es handelt sich nicht um „Schattenaktien“ oder „virtuelle Währungen“.
  • Unveränderte Regulierung: Der Handel wird weiterhin von der SEC reguliert, die Abwicklung erfolgt über das DTC-System (das zentrale US-amerikanische Wertpapierdepot- und Clearingunternehmen), und auch die Risikomanagement- sowie Überwachungsmechanismen der Börsen bleiben unverändert. Im Grunde genommen wird aus einer „digitalen Aufzeichnung im Konto“ ein auf der Blockchain abrufbares, nachvollziehbares digitales Recht; im Kern handelt es sich jedoch weiterhin um die gleichen Aktien.

#### 2. Warum werden Aktien in Blockchains aufgenommen? Um die Probleme des langsamen und komplizierten traditionellen Handels zu lösen

Der Handel mit traditionellen Aktien mag elektronisch erscheinen, doch der dahinterstehende Prozess ist tatsächlich sehr komplex:

  • Langsame Abwicklung: Derzeit erfolgt die Abwicklung von US-Aktien erst nach 2 Tagen (T+2); grenzüberschreitende Transaktionen sind noch länger und erfordern mehrere Zwischenstufen wie Broker, Depotbanken und Clearingstellen – was Zeit in Anspruch nimmt und Sicherheitsleistungen erfordert (z. B. zur Verhinderung von Kontrahentenschulden). Mit der Tokenisierung könnte eine „Echtzeitabwicklung“ erreicht werden, ähnlich wie bei einer WeChat-Überweisung – dies würde die Kapitalbindung und das Risiko verringern.
  • Programmierbare Prozesse: Beispielsweise erfolgen Ausschüttungen traditionell erst nach einer Benachrichtigung des Unternehmens und der Verarbeitung durch den Broker; mit der Tokenisierung könnten intelligente Verträge die Ausschüttungen automatisch auf das Konto übertragen, ohne manuelle Eingaben. Auch Stimmrechte könnten direkt in der Blockchain ausgeübt werden, was das Problem der Stellvertretungsabstimmung beseitigt.

#### 3. Wer steuert diese Entwicklung? Das DTC – der „Hintergrundmanager“ von Wall Street

Das DTC (Depository Trust Company) ist ein „unsichtbarer Gigant“ auf dem US-amerikanischen Finanzmarkt und verwaltet Vermögen im Wert von 114 Billionen US-Dollar (was etwa 1,2 Mal dem globalen BIP entspricht). Schlüsselrolle bei diesem Pilotprojekt spielt die Einführung von Tokenisierungsdiensten durch das DTC:

  • Zusammenarbeit mit mehr als 50 Institutionen (einschließlich traditioneller Banken, Broker und digitaler Finanzunternehmen) an den Pilotprojekten; beteiligt sind unter anderem Aktien des Russell 1000-Index, ETFs sowie US-Staatsanleihen.
  • Ziel ist die Modernisierung der bestehenden „Hintergrundsysteme“ in eine blockketzbasierte Infrastruktur – programmierbar, nachvollziehbar und interoperabel zwischen verschiedenen Institutionen – was einer effizienteren „Betriebssystemausstattung“ für Wall Street entspricht.

#### 4. Auswirkungen auf die Welt und China: Neues Wettbewerbsfeld bei den Finanzzentren

Dies ist keine rein amerikanische Entwicklung; sie wird das globale Finanzsystem verändern:

  • Wettbewerb der Finanzzentren: Hongkong hat in den letzten Jahren die Tokenisierung von Fonds und grünen Anleihen vorangetrieben, um ein „kompatibles Zentrum für traditionelle und blockketzbasierte Finanzdienste“ zu werden. Mit der Aufnahme von US-Aktien in Blockchains wird sich der Wettbewerb künftig nicht mehr darum drehen, wer die meisten Unternehmen auf seinem Markt hat, sondern darum, wer zuerst eine nutzbringende und regulatorisch einwandfreie blockketzbasierte Infrastruktur aufbauen kann.
  • Chancen für chinesische Vermögenswerte: China verfügt über viele hochwertige Vermögenswerte mit geringer Liquidität (z. B. Infrastrukturprojekte, Umweltprojekte, Lieferkettenanlagen), die bisher für globale Investoren schwer zugänglich waren. Wenn diese Vermögenswerte regulatorisch einwandfrei in Blockchains aufgenommen werden können, könnten sie zu „global verfügbaren digitalen Rechten“ werden – beispielsweise könnten ausländische Investoren direkt Anteile an chinesischen Autobahnen erwerben, ohne komplexe grenzüberschreitende Verfahren durchlaufen zu müssen. Dies würde China neue Möglichkeiten zur Finanzierung öffnen.

#### 5. Nicht zu übersehende Risiken: Technische und regulatorische Herausforderungen

Die Tokenisierung von Aktien ist nicht perfekt; es gibt noch viele Probleme zu lösen:

  • Technische Risiken: Intelligente Verträge können Sicherheitslücken aufweisen (z. B. Angriffe durch Hacker); die Sicherheit und Skalierbarkeit der Blockchains müssen weiter überprüft werden.
  • Regulatorische Koordination: Bei grenzüberschreitenden Transaktionen variieren die Regeln der verschiedenen Länder – wie kann man sicherstellen, dass alles regelkonform abläuft? Zudem sind Fragen zur Identifizierung von Kunden (KYC) und zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) zu berücksichtigen.
  • Marktmacherei: Ob der Handel in Blockchains tatsächlich verdeckter stattfindet, bleibt fraglich; es könnten neue Methoden der Marktmanipulation entstehen.

Dennoch ist die Vorgehensweise der USA bei diesem Pilotprojekt hilfreich: Es geht nicht darum, die traditionelle Regulierung aufzugeben, sondern die bestehende Systeme mithilfe von Technologie zu stärken. Wahre RWA-Implementierungen sind keine „Kryptowährungen für Vermögenswerte“, sondern um eine systematische Neugestaltung von Vermögen, Gesetzen, Regulierung und Technologie.

Fazit

Die Tokenisierung von Aktien markiert den Beginn des Übergangs der globalen Finanzwelt von einer „Ära der Konten“ zu einer „Ära von Blockchain-Vermögenswerten“. Wer zuerst die regulatorischen Anforderungen erfüllt und die Effizienz verbessert, wird in der nächsten Generation der Finanzinfrastruktur einen Vorsprung haben. Die Ära der RWA ist wirklich angebrochen.