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**Deutscher Titel:** Doubao’s Dementi sind interessanter als die Gebühren selbst **Erklärung:** Der chinesische Originaltitel „豆包的辟谣,比收费更耐人寻味“ spielt auf die Ironie an, dass Doubao’s Entgegnungen gegenüber falschen Behauptungen sogar mehr Aufmerksamkeit erregen als die Gebühren, die für seine Dienstleistungen erhoben werden. In der deutschen Übersetzung wird diese Ironie durch den Ausdruck „interessanter als die Gebühren selbst“ wiedergegeben, der die Absurdität der Situation unterstreich

原文:豆包的辟谣,比收费更耐人寻味

Zusammenfassung der Kerninhalte:

Am 3. Juni veröffentlichte DouBao eine Ankündigung, in der die Einführung einer kostenpflichtigen Professional-Version angekündigt wurde. Dabei wurde besonders betont, dass die kostenlosen Funktionen unverändert bleiben. Zudem wurde vehement gegen die Behauptung widersprochen, die kostenlose Version würde die Intelligenz der Nutzer verringern. Hinter dieser Entscheidung steht ByteDance’ große Bedeutung für das Vertrauen der Nutzer – aus Angst, dass frühere Internetpraktiken zu einem Vertrauensverlust führen könnten. Die Professional-Version wird als hochwertiges Produkt zur Steigerung der Produktivität positioniert, um die Abneigung gewöhnlicher Nutzer gegenüber Gebühren zu umgehen. Gleichzeitig spiegelt dies die Schwierigkeiten im Zahlungsverhalten der chinesischen AI-Branche wider sowie das „80/20-Prinzip“ bei großen Modellen, bei dem 80 % des Umsatzes aus den kostenpflichtigen, professionellen Diensten stammen. Zudem zeigt dies die Notwendigkeit für DouBao, sich kommerziell zu orientieren, da es finanzielle Drucke hat.

Detaillierte Analyse:

#### Warum ist die Entkräftigung der Behauptung, dass kostenlose Versionen die Intelligenz verringern, dringender als die Gebühren selbst?**

DouBao sorgt sich nicht so sehr um die Gebühren an sich, sondern vielmehr um das Gerücht, dass kostenlose Versionen absichtlich eingeschränkt werden könnten. Chinesische Nutzer haben durch frühere Internetpraktiken eine negative Reaktion entwickelt: Beispielsweise werden bei Baidu Netdisk Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt, um die Nutzung von Abonnements zu erzwingen; Video-Plattformen bieten vorab aufgezeichnete Inhalte zum Kauf an, und kostenlose App-Versionen sperren wichtige Funktionen. Daher reagieren Nutzer sofort mit Misstrauen, wenn sie hören, dass kostenlose Produkte kostenpflichtig werden.

ByteDance fürchtet zwar Kritik wegen hoher Gebühren (die meist nach kurzer Zeit nachlässt), aber wenn die Nutzer glauben, dass kostenlose Versionen ihre Leistung beeinträchtigen könnten, könnten Millionen von Nutzern sofort zu anderen AI-Tools wechseln – was das Vertrauen in die Marke endgültig zerstören würde. Deshalb hat ByteDance explizit Marketing-Konten, die solche Gerüchte verbreiten, angesprochen, um eine Ausbreitung des Vertrauensverlusts zu verhindern.

#### Was verbirgt sich hinter dem Namen „Professional-Version“?

DouBao hat nicht den Begriff „VIP“ oder „Plus“ verwendet, sondern „Professional-Version“. Damit möchte das Unternehmen klarstellen, dass es nicht um einfache Chatfunktionen geht, sondern um Produktivitätswerkzeuge für Fachleute (z. B. Code-Entwicklung, komplexe Datenanalysen, intermodales Design). Diese Werkzeuge sollen die Arbeitseffizienz steigern – ähnlich wie Adobe-Design-Software oder GitHub-Code-Assistenten. Dadurch wird der Unterschied zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Funktionen deutlich gemacht, um Kritik wegen „Überpreisung“ zu vermeiden.

#### Warum sind chinesische Nutzer so empfindlich gegenüber Gebühren für AI-Dienste?

Im Ausland ist die Akzeptanz von Gebühren für AI-Dienste höher (ChatGPT, Claude werden beispielsweise kostenpflichtig angeboten), aber chinesische Nutzer sind an kostenlose Internetdienste gewöhnt: Apps und Videos sind kostenlos (man zahlt nur für Werbung), und Liefer- oder Taxidienste erhalten Subventionen. Es gilt allgemein, dass Internetdienste kostenlos sein sollten – das Zahlungsbewusstsein für kostenpflichtige Produkte ist daher gering.

Die Konversionsraten bei der Bezahlung von chinesischen Tool-Produkten sind ohnehin niedriger als im Ausland (z. B. nur 5 % weltweit bei ChatGPT; in China wahrscheinlich noch weniger). Daher müssen chinesische AI-Unternehmen andere Wege finden, um Geld zu verdienen – beispielsweise durch die Bereitstellung von produktiven Lösungen für spezifische Arbeitsabläufe. DouBao setzt daher auf eine kostenpflichtige Professional-Version.

#### Das „80/20-Prinzip“ in der AI-Branche zeigt sich deutlich:

In letzter Zeit zeigt sich ein klares Muster im Markt für große Modelle: 80 % der alltäglichen, einfachen Aufgaben (Chat, Recherche) sind kostenlos oder fast kostenlos, während die 20 % professionellen, komplexen Aufgaben (z. B. Code-Entwicklung, tiefgehende Analyse) zu hohen Preisen angeboten werden und den Großteil des Umsatzes erzielen. Beispielsweise senken allgemeine Modelle wie DeepSeek ihre Preise, während spezialisierte Modelle wie Zhipu ihre Gebühren stabil halten. DouBao möchte sich auf diese 20 % der hochwertigen Nutzer konzentrieren und mit seinen professionellen Funktionen Geld verdienen. Wenn es jedoch keinen deutlichen Unterschied zwischen der kostenlosen und der kostenpflichtigen Version gibt, werden die Nutzer das Produkt nicht als wertvoll empfinden – und dieser Ansatz würde scheitern.

#### Ist DouBaos Entscheidung zur Gebührenerhebung notgedrungen?

Absolut! In den letzten zwei Jahren haben chinesische AI-Unternehmen viel Geld in die Entwicklung neuer Modelle investiert, um Nutzer anzuziehen. Doch im Gegensatz zu Fahrdiensten oder Fahrrad-Sharing-Plattformen erhöht sich der Kostenaufwand mit jedem zusätzlichen Nutzer (Server, Energie). Mit 300 Millionen aktiven Nutzern pro Monat sind die monatlichen Rechenkosten enorm – weiterhin kostenlose Dienste zu anbieten, wäre für ByteDance nicht mehr machbar. Die Einführung einer kostenpflichtigen Professional-Version ist daher eine notwendige Maßnahme, um das Unternehmen finanziell über Wasser zu halten.

Fazit:

DouBaos Ankündigung zur Gebührenerhebung markiert einen wichtigen Wandel in der chinesischen AI-Branche: Von einem Modell, bei dem Geld für die Gewinnung von Nutzern ausgegeben wird, hin zu einer Preisgestaltung, die auf dem Wert der Dienste basiert. Es ist kein einfacher Weg – aber er muss eingeschlagen werden, wenn Unternehmen überleben und das Vertrauen der Nutzer bewahren wollen.