虎嗅

**Übersetzung des chinesischen Headlines ins Deutsche:** „Die Management-Weisheit, die in Huaweis Strategiegesetzen (‘Tao Law’) versteckt ist – eine Betrachtung aus der Sicht des I Ging“

原文:从《易经》看华为韬定律蕴含的管理智慧

Zusammenfassung der Kerninhalte

Das von Huawei vorgeschlagene „Taolaw“ markiert eine neue Richtung für den Durchbruch in der Chiptechnologie, die die physikalischen Grenzen des Mooreschen Gesetzes überwindet: Anstatt weiterhin nach einer Verkleinerung der Transistorschaltungen zu streben (räumliche Miniaturisierung), wird nun auf die Optimierung der Signalübertragungsgeschwindigkeit (zeitliche Komprimierung) gesetzt. Die „Verzögerungszeit τ“ dient als zentrale Variable, die Bauelemente, Schaltkreise, Chips und Systeme zusammenfasst. Der Artikel interpretiert diese technologische Veränderung anhand der drei Grundideen des „I Ging“ – „Umwandlung von Yin und Yang“, „Verschiedenartige Anpassungen“ und „Einfachheit durch Klarheit“ – und zieht daraus Erkenntnisse für das Unternehmensmanagement: Den Denkmustern zu entkommen, zur ursprünglichen Absicht zurückzukehren und die Methoden dem übergeordneten Prinzip unterzuordnen.

Detaillierte Erläuterung

#### 1. Der „Wegwechsel in der Chiptechnologie“: Von der Verkleinerung zur Geschwindigkeitssteigerung

Das Mooresche Gesetz hat die Chipindustrie über mehr als 50 Jahre lang dominiert; man ging davon aus, dass eine Leistungssteigerung durch die Verkleinerung der Transistoren erreicht wird. Doch mittlerweile sind die Transistoren so klein geworden, dass das Quantentunneln ein Problem darstellt – dieser Weg ist somit nicht mehr gangbar. Huaweis „Taolaw“ verfolgt einen anderen Ansatz: Anstatt an den räumlichen Grenzen festzuhalten, wird auf die Optimierung der Signalübertragungsgeschwindigkeit gesetzt. Statt dass Signale auf einer Ebene lange Wege zurücklegen müssen, werden diese in drei-dimensionalen, kurzen Pfaden geleitet, wodurch die Signalverzögerungen erheblich reduziert werden. Das ist vergleichbar mit dem Verkehr – anstatt sich im Stau auf der Hauptstraße zu drängen, ist es effizienter, über eine Hochbrücke zu fahren.

#### 2. Die Umwandlung von Yin und Yang: Warum wechseln Chips von der räumlichen zur zeitlichen Dimension?

Das „I Ging“ besagt, dass „Yin und Yang das Prinzip darstellen“. Raum steht für Stabilität und Struktur („Yin“), Zeit für Dynamik und Prozess („Yang“). Das Mooresche Gesetz hat den räumlichen Weg bis zum Ende ausgelotet; daher ist es logisch, nun auf die zeitliche Dimension umzusteigen. Ähnlich wie beim Wandern: Wenn man an eine Mauer stößt, muss man die Richtung ändern. In Chips führt die übermäßige Kompression des Raums dazu, dass die Elektronen nicht mehr richtig funktionieren – dies entspricht dem „Yin-Zustand“. Das System wechselt dann automatisch in die zeitliche Dimension, um die Effizienz zu steigern. Ähnliche Beispiele finden sich auch in der Kommunikationstechnologie: Früher wurde die Bandbreite erhöht (räumlicher Ansatz), doch nach Erreichen des Shannonschen Limits kam es zur Nutzung von Zeitmultiplexing (z. B. 5G-Technologien).

#### 3. Verschiedenartige Anpassungen: Kann die Leistung allein durch eine andere Anordnung der Komponenten verbessert werden?

Die in dem „Taolaw“ beschriebene „Logikfaltung“ ist sehr clever: Ohne Materialwechsel oder zusätzliche Bauteile werden die flachen, langen Signalleitungen in dreidimensionale, kurze Verbindungen umgewandelt, wodurch die Signalverzögerungen sinken. Dies entspricht dem Prinzip der „Verschiedenartigen Anpassungen“ – durch eine Änderung der Anordnung der Komponenten entstehen neue Funktionen. Ähnlich wie beim Bau mit Bauklötzen: Mit denselben Klötzen kann man aus einer Wohnung ein Auto bauen, wenn man sie anders anordnet. Auch die Topologiephysik zeigt, dass die Leitfähigkeit von Materialien nicht durch ihre Zusammensetzung, sondern durch die Verbindungsweise der Elektronen (Topologie) bestimmt wird. Im Unternehmensmanagement kann dieser Ansatz ebenfalls hilfreich sein – beispielsweise indem serielle Prozesse in parallele umgewandelt werden oder interne Grenzen aufgehoben und cross-funktionale Teams gebildet werden, ohne zusätzliche Ressourcen zu benötigen.

#### 4. Einfachheit durch Klarheit: Kann eine einzige Variable alle Ebenen eines Chips steuern?

In herkömmlichen Chipdesigns werden die einzelnen Ebenen (Bauelemente, Schaltkreise, Chip, System) unabhängig voneinander optimiert. Das „Taolaw“ verwendet die Verzögerungszeit τ als einheitliches Kriterium für alle Ebenen – egal ob es sich um die Schaltgeschwindigkeit der Transistoren oder die Kommunikationsverzögerungen zwischen den Komponenten handelt, alles wird auf τ bezogen. Dies entspricht dem Prinzip der „Einfachheit durch Klarheit“: Hinter komplexen Systemen stecken einfache Gesetzmäßigkeiten. Ähnlich wie Unternehmen, die die Kundenzufriedenheit als gemeinsames Kennzahlenziel für alle Abteilungen verwenden (anstelle von lokalen Indikatoren wie Umsätzen oder Kostenquoten), können so Konflikte vermieden und gemeinsam ein Ziel verfolgt werden.

#### 5. Drei Erkenntnisse für das Unternehmensmanagement: Verwechseln Sie nicht Mittel mit Zielen

Aus dem „Taolaw“ und den Ideen des „I Ging“ lassen sich drei wichtige Lehren ziehen:

  • Entkommen von Denkmustern: Starren Sie nicht ständig auf erfolgreiche Methoden der Vergangenheit; wenn ein Weg nicht mehr funktioniert, hinterfragen Sie die Grundlagen.
  • Zurückkehren zur ursprünglichen Absicht: Betrachten Sie Mittel nicht als Selbstzweck (z. B. Marktanteilserweiterung ist ein Mittel, der eigentliche Zweck ist es, Wert für die Kunden zu schaffen).
  • Die Methoden dem übergeordneten Prinzip unterordnen: Das „Prinzip“ sind die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten (z. B. Wertschöpfung), die Methoden sind nur Mittel zur Umsetzung dieser Prinzipien. Lernen Sie von Vorbildern, aber kopieren Sie nicht nur die Werkzeuge – verstehen Sie vielmehr die zugrundeliegenden Mechanismen und passen Sie Ihre Ansätze an diese an.

Der Artikel zeigt, wie östliche Weisheit moderne Technologien interpretiert: Egal ob es um Chips oder Unternehmen geht – der Durchbruch in komplexen Systemen ist nur möglich, wenn man die Dimensionen wechselt, die Beziehungen zwischen den Komponenten optimiert und auf das Kernprinzip fokussiert. Auch für Laien zeigt dies: Wenn man an eine Sackgasse stößt, kann oft ein neuer Ausweg gefunden werden, indem man die Probleme aus einer anderen Perspektive betrachtet.