Zusammenfassung der Kerninhalte
In letzter Zeit haben die bekannten AI-Unternehmen Zhipu und MiniMax aus dem Hongkonger Aktienmarkt begonnen, mit den Verfahren für einen Börsengang an der A-Shocke zu starten, was die Aufmerksamkeit des Marktes erregt hat. Hinter diesem Phänomen steckt eine gegenseitige Optimierung der Börsenregeln beider Märkte: Die Einführung des fünften Standards für den Science and Technology Innovation Board (STAR Market) sowie des vierten Standards für den Growth Enterprise Market (GEM) der A-Shocke ermöglicht es unprofitablen, fortschrittlichen Technologieunternehmen, an der Börse zu notieren. Gleichzeitig führt Hongkong Reformen durch, um A-Shocke-Unternehmen anzulocken. Derzeit besteht eine Tendenz zum „Gegenseitigen Austausch“ – einige A-Shocke-Unternehmen gehen nach Hongkong (A-to-H), um ihre Geschäfte international auszuweiten und Kapital für Erweiterungen zu beschaffen, während andere Unternehmen aus dem Hongkonger Aktienmarkt an die A-Shocke wechseln (H-to-A), um finanzielle Belastungen zu verringern und eine höhere Bewertung zu erhalten. Allerdings müssen sie dabei die Unterschiede in den regulatorischen Vorgaben beider Märkte berücksichtigen.
Detaillierte Erläuterung
1. AI-Unternehmen wechseln von Hongkong an die A-Shocke: Geldmangel und der Wunsch nach einer höheren Bewertung
Sowohl Zhipu als auch MiniMax zählen zu den typischen AI-Unternehmen, die viel Kapital in ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investieren. Im Jahr 2025 erzielte Zhipu einen Umsatz von 724 Millionen Yuan, verlor jedoch 470 Millionen Yuan; MiniMax hatte einen Umsatz von weniger als 80 Millionen US-Dollar und verlor 1,87 Milliarden US-Dollar. Der Hauptanreiz für ihren Wechsel an die A-Shocke besteht aus zwei Gründen:
- Geldmangel: Die Entwicklung großer AI-Modelle erfordert kontinuierliche Investitionen (z. B. in Rechenkapazitäten und Personal), und die Finanzierung allein über den Hongkonger Aktienmarkt reicht nicht aus; ein Börsengang an der A-Shocke bietet zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten – Zhipu plant beispielsweise, 15 Milliarden Yuan zu erhoben.
- A-Shocke-Investoren sind bereit, höhere Bewertungen zu zahlen: Die A-Shocke zeigt großes Interesse an heißen Technologiebereichen und ist bereit, unprofitablen Unternehmen mit Wachstumspotenzial eine höhere Bewertung zu gewähren. Solche Unternehmen könnten auf dem Hongkonger Aktienmarkt aufgrund ihrer Verluste unterbewertet werden, während sie an der A-Shocke von einem „Technologiepreisvorteil“ profitieren können.
Kurz gesagt: „Es gibt viel Kapital an der A-Shocke, und die Investoren sind bereit, in uns zu investieren; durch den Wechsel können wir mehr Geld einsammeln, um unser Geschäft weiterzuentwickeln.“
2. Neue Möglichkeiten für den Börsengang an der A-Shocke: Auch unprofitable Unternehmen können nun notiert werden
Früher war ein Börsengang an der A-Shocke in der Regel nur möglich, wenn ein Unternehmen profitabel war. Durch die Reformen des STAR Market und des GEM wurden diese Beschränkungen aufgehoben:
- Fünfter Standard des STAR Market: Im Juni 2025 wurde dieser Standard wieder eingeführt und ermöglicht es unprofitablen Unternehmen aus Bereichen wie Künstlicher Intelligenz und kommerzieller Raumfahrt, an der Börse zu notieren, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen (z. B. Marktkapital von mindestens 20 Milliarden Yuan und eine Forschungs- und Entwicklungsausgabe von mindestens 10%). Zhipu und MiniMax können daher von dieser Regelung profitieren.
- Vierter Standard des GEM: Im April dieses Jahres wurde dieser Standard eingeführt; es gibt keine Gewinnvoraussetzungen mehr, sondern es werden Kombinationskriterien wie die jährliche Umsatzwachstumsrate, die Forschungs- und Entwicklungsausgabe sowie das Marktkapital berücksichtigt (z. B. jährliches Umsatzwachstum von mindestens 30 %, Forschungs- und Entwicklungsausgabe von mindestens 15 % und Marktkapital von mindestens 500 Millionen Yuan).
- Politische Unterstützung durch die Greater Bay Area: Unternehmen, die bereits an der Hongkonger Börse notiert sind, können nun auch an der Shenzhen Stock Exchange notieren, was die Hürden für einen Wechsel von Hongkong an die A-Shocke weiter verringert.
Diese Politiköffnungen ermöglichen es unprofitablen Technologieunternehmen, an der A-Shocke zu notieren und Kapital zu beschaffen.
3. Herausforderungen beim Wechsel von Hongkong an die A-Shocke: Unterschiede in den regulatorischen Vorgaben
Ein Wechsel von Hongkong an die A-Shocke ist nicht immer einfach, da die regulatorischen Anforderungen beider Märkte unterschiedlich sind – insbesondere was die Transparenz und die Einhaltung von Vorschriften betrifft:
- Schwierigkeiten bei der Umsatzerkennung: Die Geschäfte von AI-Unternehmen sind komplex (z. B. Softwarelizenzen, API-Aufrufe, maßgeschneiderte Entwicklungen); die A-Shocke fordert eine detaillierte Überprüfung der Einnahmen – z. B. durch Besuche bei Endkunden und Lieferanten. Auf dem Hongkonger Aktienmarkt ist dies weniger streng.
- Genaue Regeln für Forschungs- und Entwicklungsausgaben: Die A-Shocke hat sehr spezifische Vorgaben dafür, welche Ausgaben als Forschungs- und Entwicklungsausgaben betrachtet werden können und wann sie kapitalisiert werden dürfen; auf dem Hongkonger Aktienmarkt sind diese Regeln relativ lockerer.
- Strenge Überprüfung von Verbindungsverträgen: Die A-Shocke prüft, ob solche Verträge fair ablaufen (ob es zu einer Vorteilsverschiebung kommt); die Liste der Beteiligten wird ebenfalls strenger definiert und genauer überprüft.
Um es bildlich auszudrücken: Ein Börsengang an der A-Shocke ist wie eine „strengere Prüfung“, während ein Börsengang auf dem Hongkonger Aktienmarkt eher als „lockerer Ansatz“ gilt. Unternehmen, die von Hongkong an die A-Shocke wechseln, müssen sich daher an diese strengeren Vorgaben anpassen.
4. Hohe Begeisterung für den Wechsel von der A-Shocke nach Hongkong: Jedes Unternehmen hat seine eigenen Motive
Während einige Unternehmen von Hongkong an die A-Shocke wechseln, zeigen auch viele A-Shocke-Unternehmen großes Interesse daran, nach Hongkong zu gehen (in diesem Jahr haben bereits 38 A-Shocke-Unternehmen Pläne für einen Börsengang dort). Die Gründe dafür sind unterschiedlich:
- Internationale Expansion: Technologieunternehmen möchten ihre Geschäfte international ausweiten; ein Börsengang auf dem Hongkonger Aktienmarkt kann dazu beitragen, internationales Kapital anzulocken und ein Auslands-Beteiligungsprogramm einzurichten, um talentierte Mitarbeiter zu behalten.
- Kapitalbeschaffung für Erweiterungen: Einige Unternehmen benötigen Kapital für Erweiterungen; ein Börsengang auf dem Hongkonger Aktienmarkt ermöglicht dies schnell und ermöglicht zudem die schnelle Ausgabe neuer Aktien („Flash Issuances“).
- Vorteile des Hongkonger Aktienmarktes: Der Prozess ist transparent, und die Prüfungen verlaufen reibungslos; außerdem haben sich die Bedingungen auf dem Hongkonger Aktienmarkt in den letzten Jahren verbessert (z. B. spezielle Dienstleistungen für Technologieunternehmen, geheime Unterlagenübermittlung).
- Höhere Bewertung: Einige hochtechnologische Unternehmen werden auf dem Hongkonger Aktienmarkt mit höheren Kursen gehandelt – beispielsweise ist der Kurs von CATL an der A-Shocke um 54 % höher als an der Börse in China. Internationales Kapital schätzt chinesische Hochtechnologieunternehmen, und dadurch können diese Unternehmen höhere Preise erzielen.
Kurz gesagt: A-Shocke-Unternehmen gehen nach Hongkong, um ihre Geschäfte international auszuweiten und mehr Kapital zu beschaffen; die Internationalisierung sowie die Vorteile des Hongkonger Aktienmarktes sind für sie attraktiv.
5. Zukünftige Entwicklung: Beidseitiger Austausch wird zur Norm
Mit der Verringerung der Unterschiede in den Börsenregeln (z. B. haben sich die Prüfverfahren des STAR Market und des GEM an denen des Hongkonger Aktienmarktes angeglichen) wird der „A+H-Wechsel“ zu einer häufigeren Option für Unternehmen:
- Für unprofitable Technologieunternehmen: Zunächst ein Börsengang auf dem Hongkonger Aktienmarkt (mit niedrigeren Hürden), anschließend ein Wechsel an die A-Shocke, um eine höhere Bewertung zu erhalten.
- Für etablierte Unternehmen: Ein Börsengang an der A-Shocke, gefolgt von einem Wechsel nach Hongkong, um internationale Geschäfte auszuweiten oder zusätzliches Kapital zu beschaffen.
Langfristig werden sich die Unterschiede zwischen den beiden Märkten verringern; kurzfristig werden jedoch weiterhin unterschiedliche Investitionspräferenzen bestehen. Dieser beidseitige Austausch ermöglicht es Unternehmen, die Vorteile beider Märkte flexibel zu nutzen und schneller zu wachsen.
Fazit
Egal ob ein Wechsel von Hongkong an die A-Shocke oder von der A-Shocke nach Hongkong erfolgt – letztendlich nutzen Unternehmen die regulatorischen Vorteile beider Kapitalmärkte, um finanzielle, marktbezogene und personelle Herausforderungen zu bewältigen. Für normale Investoren bedeutet dies mehr Investitionsmöglichkeiten in Technologiebereiche; für Unternehmen hängt die Entscheidung, an welchem Markt sie notieren, jedoch von ihren eigenen Bedürfnissen (z. B. Kapitalbeschaffung, internationale Expansion) und der Übereinstimmung mit den Regeln ab.
(Finale Version des Textes)