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Die ironisch-aggressive „Sam-Literatur“ hat sich schließlich in Shandong zu einer vollständigen Form entwickelt.

原文:充满反讽攻击性的“山姆文学”,终于在山东进化为完全体

Zusammenfassung des Kerninhalts

Dieser Artikel behandelt den „Sam-Literatur“-Hype und beschreibt Ereignisse wie die Eröffnung von Sam-Mitgliedsshops in Jinan und Qingdao in Shandong, die zu einem Wettstreit um die „erste Filiale“ führten sowie das Frühstücksquarren in den Morgenstunden, um als Erster dort einzudringen. Dadurch entstand der Begriff „Sam-Literatur“ – anfangs wurden solche Aussagen von einigen verwendet, um ihren Mittelklasse-Status zu demonstrieren, später nutzten die Nutzer sie jedoch, um die absichtlich von Kapital geschaffenen Klassenscheidungen zu ironisieren. Der Artikel zeigt auf, wie Sam durch das Mitgliedsystem, große Verpackungen und Standorte in den Vororten ein „Symbol der Mittelklasse“ schafft, sowie das Phänomen, dass junge Menschen mit Witzen ihre Angst vor einem konsumistischen Status abbauen. Letztendlich wird dazu aufgerufen, sich aus der von Kapital geprägten Identitätsdarstellung zu befreien und einen eigenen Konsumstil zu wählen.

Detaillierte Analyse

1. Sam-Literatur: Der Hype beginnt mit dem „Ji-Qing-Krieg“ in Shandong

Der Aufstieg der „Sam-Literatur“ begann mit der Eröffnung von zwei Sam-Mitgliedsshops in Shandong. Jinan (die Hauptstadt) und Qingdao (die wirtschaftlich stärkste Stadt des Landes) konkurrieren schon immer miteinander. Als die Nachricht von der Eröffnung eines Sam-Shops bekannt wurde, gerieten die Nutzer beider Städte in einen Streit darüber, welche Stadt den „ersten Sam-Shop“ Shandongs hat – sogar Arbeiter, die Ziegel legten, schienen vor Eifer zu glühen, um die Bauarbeiten rechtzeitig fertigzustellen. Die Nutzer stritten sich über Details wie die Position der Plakate und die geografische Lage der Eröffnungszeit (bekannt als „Ji-Qing-Krieg“).

Um den Streit zu beenden, legte Sam beide Eröffnungszeiten auf denselben Tag fest, doch die Nutzer waren immer noch unzufrieden. Am Eröffnungstag ging es noch weiter: Manche standen bereits um 2 Uhr morgens in der Schlange, um als „Erster“ in einen Sam-Shop zu gelangen (und behaupteten, sie seien „der erste Mensch in Shandong seit 3000 Jahren“, der einen Sam-Shop betritt). Sie schickten sogar Glückwunsssms an ihre Highschool-Lehrer, als ob der Besuch eines Sam-Shops ein Zeichen für einen sozialen Aufstieg sei. Solche absurden Szenen formten die Grundlage der „Sam-Literatur“ – zum Beispiel: „Lehrer, hätten Sie das gedacht? Der Schüler, der früher neben dem Mülleimer saß, steht jetzt im Zentrum eines Sam-Shops.“

Später verbreiteten sich Gerüchte, dass Kunden in Shandong Getränke oder gegrilltes Hähnchen gestohlen hätten (es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um alte Bilder aus Jiangsu aus dem Jahr 2024 oder früher handelte), und Sam wurde zum Mittelpunkt des Interesses im Internet. Die „Sam-Literatur“ breitete sich von Shandong aus auf das ganze Land aus.

2. Warum gilt der Besuch eines Sam-Shops als Beweis für einen mittleren Status?

Dass Sam zu einem Symbol der Mittelklasse wurde, ist das Ergebnis gezielter Strategien des Unternehmens:

  • Mitgliedsbeitrag: Ein jährlicher Beitrag von 260 Yuan schließt diejenigen aus, die nicht bereit sind, für ein Mitglied zu zahlen;
  • Große Verpackungen + Standorte in Vororten: Die Produkte werden in großen Mengen verpackt (z. B. 10 Kilogramm Reis oder 2 Liter Milch), und die Shops befinden sich meist in Vororten – nur wer mit dem Auto fährt, kann dorthin;
  • Kapitalgeprägte Identitätsdarstellung: Früher schrieben Blogger (die später gesperrt wurden): „Junge Leute in Städten ohne Sam sollten nicht bleiben“ oder „Geht zum Einkaufen lieber zu Sam“, wodurch Sam als „Mittelklasse-Club“ dargestellt wurde – man muss bezahlen, um hineinzukommen, und danach fühlt man sich privilegiert.

Für einige Menschen ist die Sam-Mitgliedskarte nicht mehr nur ein Gutschein, sondern ein Zeichen ihres Mittelklasse-Status: Mit ihr im Supermarkt zu shoppen, scheint zu beweisen, dass sie zur „oberen Klasse“ gehören.

3. Sam-Literatur: Die Hälfte ist Prahlerei, die andere Hälfte Ironie

Der Inhalt der „Sam-Literatur“ lässt sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Echte Prahlerei: Zum Beispiel freuen sich die „Sam-Sieger“ über ihren Erfolg oder posten ihre Standorte mit dem Hashtag „Shan Mu“ (um einen „exklusiveren“ Eindruck zu erwecken);
  • Ironische Witze der Nutzer: Diejenigen, die diese Prahlerei nicht mögen, nutzen noch absurdigere Aussagen, um sie zu parodieren – zum Beispiel: „Dass du in einen Sam-Shop kommst, zeigt nur, dass dein Jahresgehalt über 260 Yuan liegt“ oder „Mama, echte Schnäppchen sind das wahre Abenteuer im Leben“ (auch günstige Supermärkte werden so literarisch dargestellt).

Junge Menschen nutzen diese Art der Kommunikation, um den „edlen“ Charakter von Sam zu entlarven: Ist es wirklich mehr als ein gewöhnlicher Supermarkt? Muss man ihn wie einen Tempel behandeln?

4. Konsumismus und die Etikettierung von Identitäten

Sam ist kein Einzelfall – Kapital nutzt ständig „Identitätsunterschiede“, um uns zum Kauf zu bewegen:

  • Smartphones werden in „Apple-Leute“ und „Android-Leute“ eingeteilt, als ob Apple-Besitzer etwas Besseres wären;
  • Manche stellen sich als „Jia-Hao-Leute“ dar (obwohl sie keine entsprechenden Mittel haben), zeigen aber teure Restaurants oder Luxusgüter;
  • Sogar der Konsum von Kohlenhydraten wird zum Instrument für Klassenscheidungen.

Diese Etiketten sind im Grunde Tricks des Kapitals: Sie vermitteln den Eindruck, dass man durch den Kauf bestimmter Produkte zu einer bestimmten Klasse gehört und somit bereit ist, Geld auszugeben.

5. Der Ausweg aus dem „Identitätsfall“ des Konsumismus

Der Artikel endet mit einem Zitat von Camus: „Schmerz entsteht durch Vergleiche.“ Sam ist schließlich nur ein Supermarkt, Apple ist nur ein Handy, und Kohlenhydrate sind eine notwendige Nährstoffquelle – ohne die Filter des Kapitals sind all diese Dinge nur gewöhnliche Produkte.

Der wahre Konsum sollte auf den eigenen Bedürfnissen basieren: Wenn deine Familie groß ist, sind die großen Verpackungen von Sam durchaus praktisch; wenn du alleine bist, eignen sich kleinere Snacks aus dem Schnäppchenbereich besser. Es lohnt sich nicht, Dinge zu kaufen, die nicht zu dir passen, nur weil sie als „exklusiv“ gelten.

Fazit

Der Aufstieg der „Sam-Literatur“ ist ein kollektiver Scherz der Jugendlichen über den Konsumismus: Wir haben die Tricks des Kapitals durchschaut, mit denen es uns dazu bringt, Geld auszugeben. Anstatt uns um „Mittelklasse-Etiketten“ sorgen zu machen, sollten wir uns auf das Wesentliche konzentrieren – kaufen, was wir wirklich brauchen, und nicht nur das, was andere als „exklusiv“ betrachten.