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**Deutscher Titel:** Der größte Börsengang im Bereich der Quantenrechnung ist da.

原文:量子计算最大IPO来了

Zusammenfassung der Kerninhalte

Quantinuum ist die größte traditionelle IPO in der Geschichte des Quantenrechnungsbereichs. Nach dem Börsengang erreichte das Unternehmen einen Marktwert von 15,6 Milliarden US-Dollar (ca. 106 Milliarden Yuan). Die aktuellen Geschäftsergebnisse sind jedoch extrem unterschiedlich: Im Jahr 2025 betrug der Umsatz lediglich 30,9 Millionen US-Dollar, und es gab einen Nettoverlust von 193 Millionen; im ersten Quartal 2026 fiel der Umsatz um 73 Prozent auf 5,2 Millionen US-Dollar, während der Verlust auf 137 Millionen anstieg. Das Unternehmen entstand aus der Fusion des Quantenhardware-Departments des Industriegiganten Honeywell mit Cambridge Quantum Computing (Software) aus Großbritannien. Es hat sich für eine einzigartige Technologie entschieden – die Ionentrappe – anstatt der Supraleitungstechnologie von Google/IBM. Der hohe Marktwert wird durch die Erwartungen an zukünftige, universelle, fehlerfreie Quantencomputer sowie den Wettlauf der Großmächte gestützt; der Börsengang dient hauptsächlich dazu, den finanziellen Druck zu verringern.

Detaillierte Analyse

1. Hoher Marktwert – aber schlechte Geschäftsergebnisse: Das „Wettspiel auf die Zukunft“ des Quantenrechnens

Der Marktwert von Quantumum steht in keinem Verhältnis zu seinen Geschäftsergebnissen – es ist, als würde man mit 15,6 Milliarden Dollar ein Unternehmen kaufen, das jährlich nur 30 Millionen Umsatz erzielt und weiterhin Verluste macht. Es handelt sich dabei nicht um die herkömmliche Logik der Betrachtung der aktuellen Gewinnfähigkeit, sondern um ein Kapitalspiel, bei dem auf eine zukünftige Disruption der Branche gesetzt wird:

  • Vergleich: Ähnlich wie Amazon vor 20 Jahren, das damals Bücher verkaufte und Verluste machte, aber die Investoren darauf setzten, dass es zu einem Giganten im E-Commerce werden würde. Quantumum setzt auf „universelle, fehlerfreie Quantencomputer“ – solche Computer könnten Probleme lösen, die herkömmliche Computer niemals lösen können (z. B. die Entwicklung neuer Medikamente, Materialdesign, Kryptoanalyse), und ihr Wert wäre dann unermesslich.
  • Aktuelle Situation: Heutige Quantencomputer sind „störanfällig“ und eignen sich nur für experimentelle Zwecke (z. B. zur Simulation von Katalysatorreaktionen bei BMW); sie sind noch nicht wirklich für den kommerziellen Einsatz geeignet. Dennoch sind Investoren bereit, für die „Möglichkeiten der Zukunft“ zu zahlen.

2. Honeywell: Der „Dimensionssprung“ eines Industriegiganten

Die Hardware von Quantumum stammt von Honeywell, einem jahrhundertealten Industriekonzern, der nicht willkürlich in andere Bereiche einsteigt – sein Kerngeschäft ist genau das, was Quantenrechnung benötigt: präzise Kontrolle.

  • Technologische Erfahrung von Honeywell: Das Unternehmen ist in Präzisionskontrollen (z. B. Gyroskope für Raketennavigation), extrem niedrigen Temperaturen (Vakuumkammern für die Raumfahrt) und Lasertechnologie spezialisiert. Diese Technologien können direkt auf Quantencomputer angewendet werden:

– Steuerung der Ionen mit elektromagnetischen Feldern (Gyroskopentechnik);

– Aufrechterhaltung stabiler Quantenzustände mit extrem niedrigen Temperaturen (Vakuumkammern für die Raumfahrt);

– Lesen und Schreiben von Ionen mit Lasertechnologie.

  • Technologiewahl: Während Google/IBM die Supraleitungstechnologie verfolgen (Quantenzustände werden mit Halbleitertechnologie erzeugt, was eine große Anzahl von Quantenzuständen ermöglicht, aber auch zu Fehlern führt), hat Honeywell die Ionentrappe gewählt – dabei werden Atome als Quantenzustände verwendet, was weniger Fehler verursacht, aber eine Erweiterung erschwert. Honeywells Präzisionskontrollfähigkeiten kompensieren die technischen Herausforderungen der Ionentrappe.

3. Cambridge Quantum: Der „nicht-typische“ Gründer mit Softwarelösungen

Der Softwarebereich von Quantumum stammt von Cambridge Quantum Computing; der Gründer Ilyas Khan ist ein außergewöhnlicher Technologieunternehmer – er studierte Rechtswissenschaften, arbeitete in der Investmentbankbranche und forschte in Philosophie und hatte kaum Erfahrung mit Quantenhardware. Er erkannte jedoch die „allgemeinen Anforderungen“ des Quantenrechnens:

  • Kernüberzeugung: „Die Hardware ist ungewiss“ – niemand weiß, welche Technologie (Supraleitung oder Ionentrappe) letztendlich erfolgreich sein wird; beide benötigen Software (Betriebssysteme, Algorithmen). Egal ob Android- oder Apple-Smartphones – beide benötigen universelle Anwendungen wie WeChat oder TikTok.
  • Erfolge: Sein Team entwickelte standardisierte Werkzeuge (TKET, über 900.000 Downloads), Produkte für die Quantensicherheit (Quantum Origin) sowie Plattformen für die Arzneimittelentwicklung (InQuanto). Diese Softwarelösungen haben Cambridge Quantum zum „Softwaregiganten“ im Quantenbereich gemacht und haben Honeywell dazu veranlasst, sich mit ihm zu fusionieren (Honeywell bietet Hardware, Cambridge Software).

4. Der Technologiewettlauf: Ionentrappe vs. Supraleitung – welche Zukunft hat die bessere Lösung?

Das Kernstück des Quantenrechnens sind die Quantenzustände; die verschiedenen Technologien haben deutliche Vor- und Nachteile:

  • Supraleitungstechnologie (Google/IBM): Mit Supraleitmaterialien werden viele Quantenzustände erzeugt, aber diese sind anfällig für Störungen (hohe Fehlerrate) und benötigen extrem niedrige Temperaturen (nahe dem absoluten Nullpunkt).
  • Ionentrappe-Technologie (Quantinuum): Mit Atomen (z. B. Yttriumionen) werden Quantenzustände erzeugt, was zu einer sehr geringen Fehlerrate führt; die Erweiterung der Anzahl der Quantenzustände ist jedoch langsamer.
  • Aktuelle Situation: Der „Quantenvolumen“ von Quantumum (ein Kriterium für die Gesamtleistung) steigt seit fünf Jahren jährlich um das Zehnfache und erreichte im Jahr 2025 den Wert von 33 Millionen; Quantumum behauptet, der stärkste Anbieter zu sein. Doch die Supraleitungstechnologie führt bei der Anzahl der Quantenzustände. Letztendlich wird der Gewinner davon abhängen, wer zuerst seine Schwächen überwindet (Quantinuum muss die Erweiterbarkeit der Ionentrappe verbessern, Google/IBM die Fehlerrate senken).

5. Der hohe Marktwert von 15,6 Milliarden: Zukunft und Kapitalwettlauf

Der hohe Marktwert von Quantumum basiert auf zwei wichtigen Faktoren:

  • Die „Heilige Gralsbotschaft der Zukunft“: Quantumum plant, im Jahr 2029 einen universellen, fehlerfreien Quantencomputer namens „Apollo“ zu veröffentlichen – dies wäre ein Meilenstein für den Übergang vom Labor zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Ein Erfolg würde Probleme lösen, die herkömmliche Computer nicht bewältigen können (z. B. effizientere Batteriedesigns, Kryptoanalyse), und der Markt wäre riesig.
  • Unterstützung durch Großmächte: Der Quantenrechnungsbereich ist ein Schlachtfeld des Wettlaufs zwischen den Großmächten. Die US-Regierung hat 100 Millionen US-Dollar in Quantumum investiert, und auch europäische Länder steuern Gelder für die Entwicklung von Quantencomputern bei. Die Beteiligung staatlicher Kapitalgeber verringert das Risiko und gibt privaten Investoren mehr Mut zum Investieren.
  • Finanzieller Druck: Quantumum hat in den letzten zehn Jahren 2 Milliarden US-Dollar verbraucht; aktuell macht es jeden Quartal einen Verlust von 137 Millionen US-Dollar und verfügt nur über genügend Bargeld für fünf weitere Quartale. Der Börsengang dient der Finanzierung, um die Forschung bis zum Apollo-Projekt im Jahr 2029 fortzusetzen.

Fazit

Der Börsengang von Quantumum ist ein Meilenstein für die Quantenrechnungsbranche – er zeigt, dass Investoren bereit sind, für eine „zukünftige Rechenrevolution“ zu zahlen. Obwohl das Unternehmen derzeit weiterhin Verluste macht, bietet seine Kombination aus Hardware (Honeywell) und Software (Cambridge Quantum), die einzigartige Technologie sowie der Hintergrund des Wettlaufs der Großmächte es als „Star-Unternehmen“ im Quantenbereich. Allerdings ist es noch einige Jahre bis zum tatsächlichen kommerziellen Einsatz – ob dieses Unternehmen am Ende gewinnen wird, hängt davon ab, ob es schafft, den universellen, fehlerfreien Quantencomputer rechtzeitig auf den Markt zu bringen.