Zusammenfassung der Kerninhalte
Kürzlich wurden Berichte veröffentlicht, denen zufolge nach dem „Lieferservice-Wettbewerb“ 16 Millionen Lieferanten überschüssig seien und fünf Personen um eine Bestellung konkurrieren würden. Diese Aussage basiert jedoch auf einer Verwechslung der Datenquellen und logischen Fehlern. Die tatsächliche Situation ist folgende: Es gibt 20 Millionen registrierte Lieferanten (einschließlich „Namen-Träger“ und doppelter Registrierungen auf verschiedenen Plattformen); die Zahl der tatsächlich aktiven Lieferanten beträgt etwa 8 Millionen. Die Branche benötigt jedoch mehr als 6 Millionen Lieferanten aufgrund der Spitzenbedürfnisse (und nicht die von UBS berechneten 4 Millionen). Die 8 Millionen aktiven Lieferanten stellen keine ernsthafte Überfüllung dar. Lieferanten wechseln freiwillig in andere Branchen – derzeit gibt es keinen großen Abfluss, was darauf hindeutet, dass das Angebot und die Nachfrage im Lieferservice-Geschäft relativ ausgeglichen sind. Der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Menschen Lieferanten werden, ist die allgemeine Beschäftigungskrise, und nicht die Subventionen durch den Lieferservice-Wettbewerb. Die Nachfrage nach Lieferdiensten steigt langfristig, was die Berufssicherheit der Lieferanten stärkt.
Detaillierte Analyse
1. „20 Millionen Lieferanten“ sind eine „Überzählung“: Registrierungen entsprechen nicht der Aktivität
Die genannten 20 Millionen beziehen sich auf registrierte Lieferanten, nicht auf diejenigen, die tatsächlich Bestellungen ausliefern. Ähnlich wie bei einer抖音-Registrierung, die nach sechs Monaten nicht mehr genutzt wird – auch Lieferanten wechseln häufig ihre Tätigkeit (z. B. von Lieferservice zu Serviceberufen). Viele Lieferanten sind gleichzeitig auf mehreren Plattformen wie Meituan und Ele.me registriert, was zu einer doppelten Zählung führt.
Laut Daten von Meituan waren im letzten Jahr durchschnittlich 3,36 Millionen Lieferanten monatlich aktiv; bei Alibaba lag die Tagesaktivität bei 2 Millionen (was auf einen höheren Monatswert hindeutet). Früher lag das Verhältnis zwischen Registrierungen und Aktivitäten bei etwa 4:1; die aktuellen 20 Millionen registrierter Lieferanten entsprechen daher ca. 8 Millionen aktiven Lieferanten – das ist die tatsächliche Anzahl der Arbeitenden.
2. Die Behauptung, die Branche benötige „nur 4 Millionen Lieferanten“, basiert auf einem Labormodell: Dies ignoriert die „tidenartigen Spitzen“ in der Nachfrage
Die Annahme, dass nur 4 Millionen Lieferanten erforderlich seien, stammt aus einer UBS-Prognose für das Jahr 2026. Dieses Modell geht von idealen Bedingungen aus (alle Lieferanten sind geschickt, Bestellungen verteilen sich gleichmäßig, es gibt keine schlechten Wetterbedingungen oder Feiertage). In der Realität steigt die Nachfrage um 12 Uhr mittags stark an; bei Regen gibt es weniger Lieferanten, und viele Menschen verlassen während des Frühlingsfestes ihre Wohnorte – all diese Faktoren erfordern zusätzliche Lieferanten, um pünktliche Lieferungen zu gewährleisten. Um einen normalen Service zu bieten, benötigt die Branche daher mehr als 6 Millionen Lieferanten. Die derzeitigen 8 Millionen aktiver Lieferanten übersteigen diese Zahl nur leicht; es handelt sich also nicht um eine übertriebene Überfüllung.
3. Lieferanten „stimmen mit ihren Füßen ab“: Ohne Bestellungen wechseln sie schnell die Branche
Der Einstieg in den Lieferservice-Bereich ist relativ einfach; es gibt viele Alternativen wie Kurierdienste, Serviceberufe oder Fabrikarbeiten. Wenn fünf Personen um eine Bestellung konkurrieren und kein gutes Gehalt erzielt werden kann, würden die Lieferanten sicherlich in andere Branchen wechseln. Bisher ist jedoch kein massiver Abfluss von Lieferanten zu verzeichnen – das zeigt, dass die Einkommensmöglichkeiten im Lieferservice-Bereich nicht schlechter sind als in anderen Arbeitsbereichen und somit das Angebot und die Nachfrage relativ ausgeglichen sind.
4. Mehr Menschen werden Lieferanten: Nicht Subventionen ziehen sie an, sondern die Beschäftigungslage
Manche vermuten, dass Subventionen den Anstieg der Lieferantenzahlen verursachen. Tatsächlich liegt der Hauptgrund in der allgemeinen Beschäftigungskrise: Die Verlangsamung der Urbanisierung und die Kontraktion der Immobilienbranche haben dazu geführt, dass viele Menschen, die früher im Bauwesen oder in der Renovierungsbranche tätig waren, keine Arbeit mehr haben und daher Jobs mit niedrigeren Einstiegshürden suchen. Der Anstieg der registrierten Lieferanten ist daher hauptsächlich auf die allgemeine Beschäftigungskrise zurückzuführen – der Einfluss des Lieferservice-Wettbewerbs wird dabei übertrieben.
5. Die Nachfrage nach Lieferdiensten steigt langfristig: Die Berufssicherheit der Lieferanten ist gesichert
Heutzutage werden nicht nur Mahlzeiten, sondern auch Obst, Medikamente und tägliche Bedarfsartikel per Lieferservice bestellt. Die Nachfrage nach sofortigen Dienstleistungen wächst weiter. Der Lieferservice gehört zu den Dienstleistungssektoren mit großem Potenzial für zukünftiges Wachstum. Langfristig gesehen wird die Nachfrage nach Lieferanten weiter steigen; der Beruf des Lieferanten wird daher nicht verschwinden und die Arbeitsplätze bleiben stabil.
Fazit
Die Behauptung von einer „Überfüllung von 16 Millionen Lieferanten“ ist irreführend, da sie die Unterschiede zwischen registrierten und aktiven Lieferanten sowie die tatsächlichen Bedürfnisse der Branche ignoriert. Obwohl es im Lieferservice-Bereich Wettbewerb gibt, besteht keine ernsthafte Überfüllung – die Nachfrage ist stabil, und der Beruf des Lieferanten bleibt aufgrund der Beschäftigungskrise eine sinnvolle Wahl für viele Menschen.