虎嗅

**Altes Geld und luxuriöser Konsum – zu einem Problem in der Branche geworden**

原文:老钱和静奢,成了行业病症

Zusammenfassung der Kerninhalte

Die Styles „Old Money“ und „Quiet Luxury“ waren einst sehr gefragt in der Modebranche, haben aber inzwischen an Popularität verloren und werden als Zeichen für Konservativität und mangelnde Kreativität innerhalb der Branche kritisiert. Stile, die ursprünglich für eine Qualitätssteigerung standen, sind durch die Vervielfältigung von Mustern in sozialen Medien sowie das Nachahmen von Marken aus Risikoschonungsgründen zu Marketingtricks geworden, bei denen „Arme“ versuchen, „Reiche“ nachzuahmen. Nutzer, Modekritiker und Führungskräfte von Luxusmarken lehnen diese Trends entschieden ab, und die Branche beginnt darüber nachzudenken: Anstatt nur Trends zu folgen (wie zum Beispiel dem Trend zu „Loud Luxury“), sollte man lieber zur eigenen Kreativität und dem Wesen der Produkte zurückkehren.

Wie ist aus dem „Old Money-Stil“ ein „Standardlook“ geworden?

Ursprünglich war der „Old Money-Stil“ das Lebensstil echter Reicher – gekennzeichnet durch langjährige kulturelle Prägung und einen stabilen sozialen Status, was sich in subtiler, aber hochwertiger Kleidung sowie einem Geschmack widerspiegelte, der über Generationen weitergegeben wurde. Doch nachdem Gwyneth Paltrows Gerichtsoutfit (einfach, ohne Logo, aus hochwertigem Material) in den sozialen Medien viral ging, wurde dieser Stil völlig standardisiert: Beige-/Camelfarben-Sets, weiße Hemden, Kaschmirpullover, keine Logos – überall gab es „Old Money-Kleidungstutorials“, als ob man damit reich werden könnte. Das Ergebnis? Aus einem kulturell anspruchsvollen Stil wurde ein Look, den jeder nachahmen kann, und der ursprüngliche Geist dieses Styles ging verloren.

Warum lehnen die Menschen diesen Trend ab?

1. Kritik von Nutzern als Marketingtrick: Einige Nutzer auf Reddit bezeichnen dies als „Marketing-Trick“: „TikTok und Reddit vergiften die Mittelschicht – bedeutet es wirklich, reich zu sein, wenn man so gekleidet ist? Das ist nur eine Markenverpackung!“ Sie sehen den „Quiet Luxury-Stil“ als Ausdruck von Konformität ohne künstlerischen Wert und als bloßen Versuch der Armen, den Reichen nachzueifern.

2. Sorgen der Modekritiker um die Innovation: Modekritiker wie Cathy Horyn warnen davor, dass der Markt unter großem Druck steht und Marken oft „sichere“ Wege wählen, wodurch kreative Entwürfe immer seltener werden. Der „Quiet Luxury-Stil“ wird zu einer einfachen Option ohne echte Kreativität.

3. Ablehnung seitens der Markenführung: Der CEO der Capri-Gruppe (Muttergesellschaft von Versace) kritisiert, dass Versace sich zu sehr auf diesen Stil verlassen habe und dadurch preisgünstige Produkte reduziert hat; der CEO von LVMH in den USA freut sich über den Rückgang dieses Trends, da er zu einer Art „moralischer Korrektheit“ geworden sei, die die Ausdrucksfähigkeit der Verbraucher einschränke (z. B. werden Logos und bunte Farben als negativ angesehen). Der Gründer von Brunello Cucinelli bezeichnet den „Quiet Luxury-Stil“ als nicht existent: „Ist mein Anzug nicht schlicht? Die Menschen wollen Eleganz, keine Zurückhaltung!“ Er lehnt das Wort „Trend“ ab und möchte Marken schaffen, die länger bestehen bleiben.

Warum folgen Marken dem „Quiet Luxury-Stil“?

Für Marken ist dieser Trend aus kommerzieller Sicht attraktiv:

  • Geringes Designrisiko: Keine komplexen Muster oder Kooperationen – einfache Designs sind weniger fehleranfällig.
  • Gute Verkaufschancen in verschiedenen Märkten: Grundfarben wie Beige und Schwarz werden weltweit von Verbrauchern akzeptiert.
  • Kosteneinsparung: Die Entwicklungskosten sind geringer, da keine teuren kreativen Entwürfe erforderlich sind.

Das Problem ist jedoch, dass echter „Quiet Luxury“ hochwertige Materialien und präzise Schnitte erfordert (wie bei Jil Sander), während viele Marken nur einen oberflächlichen Anschein von Einfachheit erzeugen – sie verwenden billige Materialien und grobe Schnitte und nutzen den „Quiet Luxury-Stil“ als Ausrede für mangelnde Kreativität.

Welchen Weg sollte die Branche nach dem Rückgang der Trends einschlagen?

Im Ausland wird bereits über den Trend zu „Loud Luxury“ (große Logos, auffällige Farben) diskutiert, der angeblich das Konsumverhalten ankurbeln könnte. Doch dies könnte nur ein weiterer Zyklus sein – von Zurückhaltung zu Extravaganz, von Konservativität zu Ausdrucksstärke. Der eigentliche Schlüssel liegt darin, dass Marken ihre eigene Identität entwickeln und nicht einfach Trends folgen sollten. Die Verbraucher sind nicht gegen den „Quiet Luxury-Stil“ an sich, sondern gegen die übermäßige Nachahmung von Mustern. Einige Marken (wie Jil Sander) bleiben aufgrund ihrer hochwertigen Materialien und Schnitte langfristig erfolgreich; andere verschwinden jedoch schnell wieder aus der Mode.

Für chinesische Marken: Folgen Sie nicht einfach Trends, sondern entwickeln Sie Ihre eigene Identität

In den nächsten Jahren werden auch chinesische Marken mit dieser Frage konfrontiert sein: Sollten sie Trends folgen (heute „Quiet Luxury“, morgen „Loud Luxury“) oder sich auf ihre eigenen Stärken konzentrieren? Zum Beispiel könnten sie nicht nur die äußeren Merkmale des „Old Money-Stils“ nachahmen, sondern eigene Handwerkskünste und Kulturen fördern (wie Brunello Cucinelli, der italienische Handwerkstraditionen und Städtekultur bewirbt). Trends vergehen – doch das Verständnis von Produkten und Kultur ist ein langfristiger Wert für Marken.

Zusammenfassung des letzten Satzes: Die Essenz der Mode liegt in Wünschen und Innovation, nicht in Standardmustern. Anstatt dem nächsten Trend zu folgen, sollte man etwas schaffen, das bei den Verbrauchern bleibt – etwas Einzigartiges und Erinnerungswürdiges.