虎嗅

**Die Zahl der Abiturienten sinkt seit zwei Jahren kontinuierlich – welche Wahrheiten verbirgt sich dahinter?** *(The number of high school graduates has been declining for two years; what truths are hidden behind this trend?)*

原文:高考人数连降两年,隐藏着怎样的升学真相?

Zusammenfassung der Kerninhalte

In diesem Jahr haben sich 12,9 Millionen Menschen für die Hochschulaufnahmeprüfung (Gaokao) angemeldet – das sind 3,18 Millionen weniger als in den Vorjahren. Der Artikel befasst sich mit drei zentralen Fragen: Wohin sind diese 3,18 Millionen Menschen gegangen? Hat die sinkende Anzahl der Bewerber die Konkurrenz um einen Platz an einer Hochschule erleichtert? Warum steigt die Angst von Schülern und Eltern sogar noch? Im Grunde genommen wird durch die Veränderung der Gaokao-Bewerberzahlen eine Kettenreaktion in den Bereichen Bevölkerung, Bildung und Beschäftigung analysiert.

I. Wohin sind die 3,18 Millionen Menschen gegangen? – Vier Hauptverbleibsorte

Der offensichtlichste Grund ist nicht, dass die Kinder plötzlich verschwunden wären, sondern vielmehr eine Kombination aus geringer Geburtenrate und Umleitung der Bildungswünsche:

1. Die Geburtenrate ist insgesamt gesunken: Die Schüler, die sich dieses Jahr für die Gaokao bewerben, wurden in den Jahren 2005–2007 geboren. In diesen Jahren fiel die Geburtenzahl in China von über 16 Millionen auf unter 15 Millionen – dadurch ist die Basis der Bewerberzahlen natürlich gesunken.

2. Umleitung in die berufliche Ausbildung: Der Staat fördert die Aufteilung zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung (die Hälfte der Schüler geht nach dem Mittelschulabschluss auf eine weiterführende Schule, die andere auf eine berufsbildende Einrichtung); viele Schüler entscheiden sich direkt für eine berufsbildende Ausbildung und müssen nicht an der Gaokao teilnehmen. In einigen Regionen macht diese Ausrichtung sogar fast 50 Prozent der Schüler aus, die somit nicht mehr am Gaokao teilnehmen.

3. Studium im Ausland um die Gaokao zu umgehen: Kinder aus wohlhabenden Familien gehen bereits in der Mittel- oder Oberschule ins Ausland und bewerben sich direkt an ausländischen Universitäten, ohne am chinesischen Hochschulwettbewerb teilzunehmen.

4. Geringere Zahl an Wiederholungsjahren: Öffentliche Schulen erlauben keine Wiederholungsjahre mehr, und private Kurse für Wiederholungsschüler sind teuer; viele Schüler, die nicht gut genug abgeschnitten haben, entscheiden sich dafür, direkt eine Fachhochschule zu besuchen oder direkt in den Arbeitsmarkt einzutreten – auch dies verringert die Zahl der Gaokao-Bewerber.

II. Hat die sinkende Anzahl der Bewerber die Konkurrenz wirklich erleichtert? – Die Konkurrenz um gute Schulen bleibt intensiv

Viele Menschen glauben, dass weniger Bewerber bedeuten, dass es einfacher wird, an einer guten Schule aufgenommen zu werden – doch das ist ein Trugschluss:

1. Die Anzahl der Plätze in den renommierten Universitäten (985/211) bleibt weitgehend unverändert: Jährlich werden etwa 3.000 Studierende an diesen Universitäten aufgenommen; selbst wenn die Gesamtzahl der Bewerber sinkt, konzentriert sich die Konkurrenz weiterhin auf diese Hochschulen (z. B. 80.000 Bewerber in diesem Jahr gegenüber 100.000 im letzten Jahr – das Verhältnis bleibt somit bei 80:1).

2. Die verbleibenden Bewerber sind „zielgerichteter“: Diejenigen, die an der Gaokao teilnehmen, möchten unbedingt auf eine Universität; ihr Gesamtniveau ist daher höher, was zu intensiveren Wettbewerb führt.

3. Die Aufnahmequote entspricht nicht unbedingt der Qualität der Hochschule: Die Gesamtaufnahmequote mag steigen, doch die meisten Menschen interessieren sich nur dafür, an einer renommierten Universität aufgenommen zu werden – nicht einfach irgendeine Universität zu besuchen.

III. Warum nimmt die Angst nicht ab, sondern sogar zu? – Der Druck verlagert sich von der Gaokao auf die Zukunft

Obwohl die Anzahl der Bewerber gesunken ist, hat die Angst nicht nachgelassen, im Gegenteil:

1. Der Arbeitsdruck wirkt sich bereits vor der Gaokao aus: Es fällt den Eltern und Schülern immer schwerer, einen Job zu finden; sie machen sich Sorgen darum, ob sie nach dem Hochschulabschluss eine gute Stelle bekommen werden. Daher streben viele weiterhin nach renommierten Universitäten.

2. Das „Involvement“-Klima bleibt bestehen: Obwohl die Zahl der Bewerber gesunken ist, ändern sich die Praktiken wie das Lernen intensiver, das Besuchen von Kursen und der Wettbewerb um hohe Noten nicht.

3. Überfluss an Informationen verstärkt die Angst: Im Internet gibt es zahlreiche Informationen zu Spitzennoten, Aufnahmequoten von Top-Universitäten und Schwierigkeiten beim Arbeitsmarkt; Eltern und Schüler vergleichen sich und fühlen sich dadurch unter Druck.

4 Hohe Erwartungen: Viele Familien sehen die Gaokao als einzigen Weg, ihr Leben zu verändern – sie glauben, dass nur ein Abschluss an einer renommierten Universität eine gute Zukunft garantiert. Diese hohen Erwartungen verringern sich nicht durch die sinkende Anzahl der Bewerber.

IV. Welche langfristigen Veränderungen stecken dahinter? – Kettenreaktionen in Bevölkerung, Bildung und Beschäftigung

Die sinkende Zahl der Gaokao-Bewerber ist kein isoliertes Phänomen; sie spiegelt tiefgreifende Trends wider:

1. Langfristige Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur: Die Geburtenrate nimmt weiter ab – in Zukunft könnte die Zahl der Gaokao-Bewerber weiter sinken. Dies stellt Universitäten vor Herausforderungen: Wenn die Aufnahmeprogramme unverändert bleiben, könnten sie nicht alle Bewerber aufnehmen; bei einer Reduzierung der Aufnahmeplätze könnten einige Universitäten in Schwierigkeiten geraten.

2 „Vertrauenskrise“ in die berufliche Ausbildung: Der Staat möchte, dass mehr Kinder eine berufliche Ausbildung erhalten – doch wenn die Beschäftigungschancen nach einer berufsbildenden Ausbildung nicht gut sind (z. B. niedrige Gehälter, begrenzte Karriereaussichten), werden die Eltern ihre Kinder weiterhin dazu drängen, an der Gaokao teilzunehmen.

3 „Akademische Inflation“ auf dem Arbeitsmarkt: Unternehmen legen zunehmend Wert auf Abschlüsse von renommierten Universitäten; dadurch sinkt die Wettbewerbsfähigkeit von Personen mit weniger qualifizierten Abschlüssen, was zu weiterem Druck bei den Bewerbern führt.

4 Langsame Veränderung der gesellschaftlichen Meinungen: Obwohl es Alternativen wie das Studium im Ausland oder Unternehmertum gibt, sehen viele Menschen die Gaokao und einen Abschluss an einer renommierten Universität immer noch als beste Option – diese Einstellung ändert sich nur langsam, wodurch die Angst weiterhin besteht.

Fazit

Die sinkende Zahl der Gaokao-Bewerber ist zwar ein numerischer Veränderungsprozess, spiegelt aber tatsächlich komplexe Probleme in den Bereichen Bevölkerung, Bildung und Beschäftigung wider. Ob die Konkurrenz leichter wird, hängt davon ab, welche Universität man anstrebt; ob die Angst nachlässt, hängt davon ab, ob das zukünftige Arbeits- und Bildungssystem den Schülern mehr Sicherheit bietet. Für normale Familien ist es wichtiger, sich auf die Interessen und Fähigkeiten ihrer Kinder zu konzentrieren – schließlich ist die Gaokao nicht das Ende des Weges; der Zukunft liegt noch viel vor ihnen.