Zusammenfassung der Kerninhalte
Dieser Artikel konzentriert sich auf die Kontroverse rund um die Schließung von Universitätscampussen nach der Pandemie: Die meisten Universitäten sind weiterhin geschlossen, während die Öffnung einiger weniger zu heftigem Widerstand seitens der Studenten geführt hat (Klagen über die Besetzung der Kantinen und Beeinträchtigung des Lernens). Hinter dieser Situation verbirgt sich das Verhalten der Studenten, die öffentlichen Ressourcen der öffentlichen Universitäten als ihr eigenes Eigentum betrachten – ein Beispiel für „feines Egoismus“. Diese Situation kann weiterbestehen, weil die gewöhnlichen Bürger in drei Hinsicht nachgeben: schwaches Bewusstsein für ihre Rechte, zu viel Rücksicht auf das Allgemeinwohl und eine Art „heiliges Bild“ der Studenten. Nun erwacht das Bewusstsein der Bürger und sie beginnen zu fragen: „Warum dürfen nur wenige die von uns finanzierten Ressourcen nutzen?“ Der Artikel argumentiert, dass ein vernünftiger Egoismus (die Wahrung eigener Rechte) der Schlüssel ist, um öffentliche Ressourcen wieder dem Allgemeinwohl zuzuwenden. Das Problem der offenen Campussen kann durch gute Verwaltung gelöst werden – und nicht durch die Monopolisierung durch eine Minderheit.
I. Studenten lehnen die Öffnung ab: Sie betrachten öffentliche Ressourcen als ihren „eigenen Hinterhof“
Viele Argumente der Studenten gegen die Öffnung klingen edel: „Touristen stören das Lernen“, „Preiserhöhungen in den Kantinen“, „Sicherheitsrisiken“. Doch hinter diesen Begründungen steckt im Grunde die Logik: Alles, was meine aktuellen Interessen gefährden könnte, ist nicht akzeptabel. Sie behaupten selbstbewusst: „Das ist unsere Universität“, ignorieren jedoch eine grundlegende Tatsache: Die Studiengebühren machen nur etwa 10 % der Betriebskosten aus; der Rest stammt von allen Steuerzahlern (einschließlich ihrer Eltern). Das Campusgelände gehört dem Staat, die Lehrgebäude und Bibliotheken wurden mit öffentlichen Geldern errichtet und die Gehälter der Dozenten werden ebenfalls aus Steuergeldern bezahlt. Rechtlich und moralisch haben alle Bürger das Recht, diese Ressourcen angemessen zu nutzen. Doch die Studenten behandeln die öffentlichen Einrichtungen wie private Güter – manchmal beschweren sie sich sogar lautstark über kleine Unannehmlichkeiten (z. B. längere Wartezeiten in der Schlange), ohne die öffentliche Natur dieser Ressourcen zu berücksichtigen. Ihr Verhalten ist ein Beispiel für „feinen Egoismus“.
II. Die dreifache Nachgiebigkeit der Bürger: Sie fördern die Entstehung von Personen, die öffentliche Ressourcen monopolisieren
Die Studenten können die Ressourcen monopolisieren, nicht weil sie stark sind, sondern weil die Bürger zu nachgiebig sind. Diese Nachgiebigkeit beruht auf drei Gründen:
1. Schwaches Rechtsbewusstsein: Wenn Studenten wegen einer längeren Wartezeit in der Schlange protestieren, ändert die Universität ihre Richtlinien – doch Bürger, die neben dem Campus wohnen und täglich mehrere Kilometer umfahren müssen (weil die Türen geschlossen sind), schweigen meist und sehen dies sogar als „ganz natürlich“ an.
2. Zu viel Rücksicht auf das Allgemeinwohl: Die Bürger wurden von klein auf darauf erzogen, auf ihr eigenes Wohlergehen zu verzichten, um das Gemeinschaftswohl zu fördern. Sie betrachten es als „kleinen Opfer“, wenn sie Umwege in Kauf nehmen müssen, und trösten sich damit, dass die Studenten später zum Wohl der Gesellschaft beitragen werden.
3. Ein „heiliges Bild“ der Studenten: Seit langem werden Studenten als „Auserwählte“ angesehen; die Bürger glauben, sie seien kultiviert und idealistisch und werden in Zukunft Probleme lösen. Deshalb sind sie bereit, ihre eigenen Interessen zu opfern – auch wenn dies bedeutet, dass die Studenten manchmal unvernünftig handeln.
III. Das „Elfenbeinturm-Bild“ der Studenten bricht: Die Bürger lassen sich nicht länger verwöhnen
In den letzten Jahren gab es immer mehr negative Nachrichten über Universitäten: akademische Fehlverhaltensweisen, Ausbeutung durch Dozenten, Bürokratismus, Korruptionsaffären usw. Die Bürger erkennen allmählich, dass Universitäten keine „heiligen Stätten“ sind und nicht alle Studenten tatsächlich fähig sind, etwas zu verändern. Viele Studenten werden nach ihrem Abschluss zu gewöhnlichen Arbeitern – manche sogar zu den Menschen, die sie früher verachtet haben. Noch enttäuschender ist: Die Bürger, die mit ihrem eigenen Geld für die Universitäten bezahlt haben, werden von den Studenten als „unqualifizierte Touristen“ oder „schlechte Absichten“ beschimpft, wenn sie das Campusgelände betreten möchten. Daher beginnen die Bürger zu fragen: Warum dürfen nur wenige die von uns finanzierten Ressourcen nutzen? Warum sollen wir unser eigenes Wohlergehen opfern, um eine Gruppe zu verwöhnen, die uns verachtet?
IV. Vernünftiger Egoismus ist der richtige Weg: Nur so können öffentliche Ressourcen wirklich öffentlich bleiben
Der Artikel betont, dass „feiner Egoismus“ nicht unbedingt negativ zu verstehen ist – ein vernünftiger, klar abgegrenzter Egoismus ist eine Grundlage der modernen Gesellschaft. Das Problem der geschlossenen Campussen liegt in einem Machtungleichgewicht: Die Studenten organisieren sich, um ihre eigenen Interessen zu verteidigen, während die Bürger passiv bleiben und ihre Rechte aufgeben. Nun beginnen die Bürger, für ihre Rechte einzustehen (z. B. die Öffnung der Universität in Wuhan war das Ergebnis öffentlichen Drucks). Das Problem der offenen Campussen lässt sich lösen: Kantinen können in Bereiche unterteilt werden (Studenten- und Touristenbereiche), Bibliotheken können zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet werden (mit Priorität für Studenten) und Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden. Das eigentliche Problem ist der Wunsch einiger, die Ressourcen für sich allein zu behalten.
Wenn alle Bürger lernen, ihre Rechte zu verteidigen, wird der „feine Egoismus“ der Studenten keine Grundlage mehr haben. Dann werden Universitäten wirklich zum spirituellen Zentrum der Gesellschaft – nicht nur zum „Hinterhof“ einer Minderheit, sondern zu einem öffentlichen Raum, den alle gemeinsam nutzen können.
Fazit
Der Kerngedanke dieses Artikels ist: Öffentliche Ressourcen sollten nicht von einer Minderheit monopolisiert werden. Der „feine Egoismus“ der Studenten entsteht aus der übermäßigen Nachgiebigkeit der Bürger. Nur wenn alle Menschen lernen, ihre Rechte angemessen zu verteidigen, können öffentliche Ressourcen ihrem wahren Zweck dienen und die Universitäten wirklich offen sein. Der Artikel will nicht die Studenten kritisieren, sondern darauf hinweisen, dass man die öffentliche Natur der Ressourcen erkennen und eine gerechtere Verteilung fördern sollte.