Zusammenfassung der Kerninhalte
Die drei grenzüberschreitenden Broker Tiger, Futu und Cheung Qiao haben ab dem 12. Juni eine zweijährige Überprüfung ihrer Geschäftsaktivitäten im chinesischen Festland eingeleitet: Inländische Investoren dürfen innerhalb Chinas keine Aktien kaufen oder Mittel auf ihre Konten überweisen, können jedoch Aktien verkaufen und Geld abheben; Nutzer mit ausländischer Identität sowie solche, die im Ausland operieren, sind nicht betroffen. Gleichzeitig gab es auf sozialen Plattformen Verstöße wie das „Drängen um Kontoinhaberschaften“ oder das Sammeln von Informationen zur Nutzung ausländischer Identitäten. Die Aufsichtsbehörden haben bereits Maßnahmen ergriffen, und die Branche empfiehlt den Einsatz legaler Kanäle wie des „Hong Kong Stock Connect“ oder QDII für grenzüberschreitende Investitionen.
Detaillierte Erklärung
1. Wer wird von dieser Überprüfung betroffen? Es gelten doppelte Kriterien: Identität und Ort der Geschäftsabwicklung
Viele fragen: „Wird mein Konto, das ich mit einem chinesischen Ausweis eröffnet habe, im Ausland beeinträchtigt?“ oder „Kann ich mit einer Hongkonger Identität in China über die App handeln?“
Einfach ausgedrückt: Nur Nutzer mit chinesischer Identität, die innerhalb Chinas operieren, sind eingeschränkt.
- Wenn Sie einen chinesischen Ausweis haben und die Futu/Tiger-App in China verwenden: Ab dem 12. Juni können Sie keine Aktien kaufen oder Geld auf Ihr Konto überweisen, aber Sie können bereits gekaufte Aktien verkaufen und das Geld abheben.
- Wenn Sie einen chinesischen Ausweis haben, aber im Ausland (z. B. Hongkong/Singapur) operieren: Es gibt keine Einschränkungen; Sie können wie gewohnt kaufen, verkaufen und Geld überweisen bzw. abheben (das System ermittelt Ihre Position anhand von IP-Adresse und Standort des Geräts).
- Wenn Sie eine ausländische Identität haben (z. B. Hongkong/Singapur): Auch wenn Sie in China operieren, können Sie weiterhin wie gewohnt handeln (allerdings kann es zu Unterschieden in den Richtlinien der einzelnen Plattformen kommen; beispielsweise hat das Kundenservice von Cheung Qiao angegeben, dass ausländische Identitäten in China weiterhin handeln dürfen).
Die Logik der Aufsichtsbehörden lautet: Es geht um die Regulierung illegaler Dienstleistungen im Inland – nicht um die Identität der Personen; solange Sie keine neuen Geschäfte über diese Plattformen im Inland tätigen, ist alles in Ordnung.
2. Was können betroffene Nutzer jetzt tun? Nur Verkäufe sind möglich
Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, müssen Sie sich nicht ängstigen:
- Sie können Aktien verkaufen: Bisher gekaufte Hongkong- und US-Aktien sowie Fonds können weiterhin verkauft werden.
- Sie können Geld abheben: Das Geld auf Ihrem Konto kann auf ein inländisches Bankkonto überwiesen werden (beachten Sie jedoch die Vorgaben zur Devisenregulierung, z. B. eine jährliche Obergrenze von 50.000 US-Dollar pro Person).
- Neue Käufe sind nicht möglich: Alle Arten von Käufen (einschließlich Eröffnung neuer Positionen oder Aufstockungen) sowie die Überweisung von Geld auf das Konto sind untersagt.
- Passive Einnahmen sind unbeeinträchtigt: Beispielsweise erhalten Sie weiterhin Dividenden oder Aktienausschüsse automatisch auf Ihr Konto.
Kurz gesagt: Es wird nur erlaubt, Vermögen abzuverkaufen – nicht, neues zu kaufen.
3. Warum gibt es Phänomene wie „Drängen um Kontoinhaberschaften“ und „Suchanfragen nach Partnerinnen/Partnern“?
In letzter Zeit gab es auf sozialen Plattformen zwei seltsame Phänomene:
- „Drängende“ Posts: Es wurden Ausschreibungen wie „Letzte Chance – eröffnen Sie schnell ein Konto für Hongkong- oder US-Aktien“ veröffentlicht, die Nutzer dazu anleiteten, falsche Unterlagen (z. B. Nachweise über eine ausländische Arbeitsstelle) einzusenden. Auf Xinhongshu wurden bereits mehr als 500 solcher Verstöße entfernt.
- Suchanfragen nach Partnern: In den Kommentaren zu Futu wurden Beiträge veröffentlicht, in denen nach Personen mit Hongkonger oder singapurischer Identität gesucht wurde, um die Beschränkungen zu umgehen.
Diese Vorgehensweisen bergen große Risiken:
- Nutzer, die mit falschen Unterlagen ein Konto eröffnen, riskieren, dass das Konto gelöscht wird (Futu und Cheung Qiao haben erklärt, dass sie falsche Konten beseitigen werden).
- Die Nutzung der Identität anderer Personen kann zu rechtlichen Problemen führen; nicht nur das Konto wird gesperrt, sondern es kann auch rechtliche Konsequenzen geben.
- Selbst wenn Sie vorübergehend den Aufsichtsbehörden entgehen, ist die Sicherheit Ihres Geldes nicht garantiert – diese grenzüberschreitenden Broker verfügen nicht über eine inländische Lizenz; bei Problemen könnten Ihre Gelder verloren gehen.
4. Wie kann man in Hongkong- und US-Aktien investieren? Legale Kanäle sind die sicherste Wahl
Die Regulierung verbietet es nicht, in ausländische Märkte zu investieren, sondern fordert den Einsatz legaler Wege. Hier sind drei legale Optionen für Privatpersonen:
- Hong Kong Stock Connect: Über die Apps inländischer Broker können Sie Hongkong-Aktien kaufen (z. B. von Tencent oder Alibaba); Sie müssen kein Devisengeld umtauschen und können direkt mit Renminbi handeln; Ihr Geld ist durch chinesische Gesetze geschützt.
- QDII-Fonds: Sie können „ausländische Fonds“ kaufen, die von inländischen Investmentfonds herausgegeben werden (z. B. Fonds, die in US-Aktien oder den Hongkonger Hang Seng Index investieren); Sie müssen kein eigenes Konto eröffnen und können direkt über Alipay oder TianTianFund kaufen.
- Cross-Border Financial Management: Bewohner der Großen Bay Area (Guangdong, Hongkong, Macau) können über Banken Finanzprodukte aus Hongkong und Macau kaufen, einschließlich Aktienfonds; es gibt jedoch Obergrenzen (jährlich 1 Million Renminbi pro Person).
Obwohl diese Kanäle möglicherweise höhere Gebühren verlangen, sind sie sicherer und halten Sie den gesetzlichen Vorgaben ein.
5. Warum führt die Regulierung diese Maßnahmen durch? Zum Schutz Ihres Geldes und zur Marktregulierung
Es gibt zwei Hauptgründe für diese Überprüfung:
- Schutz der Investoren: Die betroffenen Broker verfügen nicht über eine inländische Wertpapierlizenz und unterliegen daher nicht der Aufsicht der chinesischen Behörden. Wenn ein Broker pleitegeht oder das Geld abschöpft, könnten Ihre Investitionen verloren gehen (es gab bereits Fälle solcher ausländischer Plattformen).
- Devisenregulierung: Ausländische Investitionen führen zur Abflussrichtung von Devisen; illegale Kanäle können der Devisenkontrolle entgehen (z. B. durch den Transfer von Geld ins Ausland). Dies könnte die Stabilität des chinesischen Devisensystems beeinträchtigen.
Die Aufsichtsbehörden möchten damit sicherstellen, dass Investitionen auf legalem Wege stattfinden und somit der Schutz der Anleger gewährleistet wird.
Abschließender Hinweis
Falls Sie derzeit über Konten dieser grenzüberschreitenden Broker verfügen, müssen Sie nicht sofort Ihr Konto schließen. Verkaufen Sie zuerst Ihre Vermögenswerte und überweisen Sie das Geld zurück. Wenn Sie weiterhin in Hongkong- oder US-Aktien investieren möchten, wählen Sie lieber legale Kanäle wie den „Hong Kong Stock Connect“ oder QDII. Vertrauen Sie nicht mehr auf Tricks zur Umgehung der Regulierungen – Sicherheit ist am wichtigsten.
Schließlich lautet das erste Prinzip jeder Investition: **Den Kapitalverlust vermeiden*.