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**Craze mit 102 Millionen Konten: Kann man noch in die südkoreanische Börse einsteigen?**

原文:1.02亿账户的狂欢:韩国股市,还能上车吗?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Der koreanische Aktienmarkt ist in den letzten zwölf Monaten „verrückt“ gestiegen: Vom Tiefpunkt im April 2025 bis Juni 2026 stieg der Gesamtindex um 270 Prozent, und das Marktvolumen belegte den sechsten Platz weltweit. Führende Halbleiterunternehmen wie Samsung und SK Hynix waren die treibenden Kräfte hinter diesem Anstieg (SK Hynix legte sogar um 825 Prozent zu), was eine Welle des Aktienhandels unter der gesamten Bevölkerung auslöste – durchschnittlich besitzt jeder fast zwei Konten, und ein Drittel der Menschen handelt direkt mit Aktien. Selbst die Zahl der Konten bei Minderjährigen ist um das Zehnfache gestiegen. Allerdings weist der Markt eine gestörte Struktur auf (die führenden Unternehmen machen mehr als 50 Prozent aus), und es besteht ein Risiko von Blasen: Anfang Juni stürzte der Index um 5,54 Prozent ab, was zu einem „Circuit Breaker“ führte. Einige Privatanleger, die in kleine Aktien investiert hatten, wurden dabei festgehalten. Ausländisches Kapital begann, seine Bestände zu reduzieren, und Institutionen warnten davor, dass „je verrückter der Anstieg, desto härter der Abfall“ sein könnte.

Warum ist der koreanische Aktienmarkt so stark gestiegen? – AI und Politik als treibende Kräfte

Der starke Anstieg des koreanischen Aktienmarktes wurde hauptsächlich durch zwei Faktoren ermöglicht:

1. Die Nutzung des „goldenen Trends“ der KI: Samsung und SK Hynix sind weltweit führende Hersteller von Speicherchips (HBM und DRAM, die für KI-Anwendungen benötigt werden) und halten 70–80 Prozent des globalen Marktes. Angesichts des Booms der KI stieg die Nachfrage nach diesen Chips drastisch, was zu steigenden Preisen führte (SK Hynix legte allein von Juni letzten Jahres bis Juni dieses Jahres um mehr als das Achtfache zu).

2. Politische Maßnahmen, die Kapital aus der Immobilienbranche in den Aktienmarkt lenken: Nach dem Amtsantritt von Präsident Lee Jae-myeong wurden Gesetze geändert, um Kapital, das bisher in der Immobilienbranche verblieben war, in den Aktienmarkt zu leiten. Zudem kontrollieren koreanische Konzerne wie Samsung und SK Hynix die Technologieindustrie – wenn die führenden Unternehmen steigen, folgt der gesamte Markt.

Einfach ausgedrückt: Korea verfügt über die notwendigen Kerntechnologien für die KI-Industrie, und zusätzlich gibt es politische Unterstützung – ein Anstieg ist fast unvermeidlich.

Wie verrückt ist der Aktienhandel wirklich? – Sogar Schüler und Arbeitnehmer sind dabei

Die Begeisterung für den Aktienhandel in Korea ist vergleichbar mit dem „allgemeinen Fondskauf“ in China:

  • Mehr Konten als Menschen: Bis Februar 2025 gab es 102 Millionen aktive Aktienkonten, obwohl die Gesamtbevölkerung nur 51,6 Millionen beträgt – durchschnittlich besitzt jeder fast zwei Konten; ein Drittel der Menschen handelt direkt mit Aktien (vor 2020 waren es nur 7 Prozent).
  • Auch Minderjährige sind beteiligt: Im ersten Quartal dieses Jahres stieg die Zahl neuer Konten bei Personen unter 18 Jahren um das Zehnfache; selbst Schüler schauen heimlich auf den Aktienmarkt.
  • Arbeitnehmerhandel ist zur Normalität geworden: In Einkaufszentren im Stadtteil Gangnam in Seoul sind die Toiletten nach 15:30 Uhr voller Mitarbeiter, die Aktienapps nutzen, um keine Transaktionen vor Schluss zu verpassen.
  • Privatanleger handeln impulsiv: Neue Anleger wie Zhang Yan operieren meist kurzfristig (mit Positionen von einigen Tagen bis einer halben Woche) und kaufen und verkaufen sogar am selben Tag. Einige investieren aus Angst, etwas zu verpassen (FOMO-Befürchtungen), ohne wirklich zu verstehen, worum es geht.

Gegensätze im Aktienmarkt: Manche verdienen viel, andere verlieren alles

Obwohl der Markt stark gestiegen ist, haben nicht alle profitiert:

  • Diejenigen, die in führende Unternehmen investiert haben, sind reich geworden: Jiang Cheng begann 2021 mit Investitionen in Samsung und SK Hynix zu kaufen; die durchschnittlichen Kurse lagen bei 76.000 bzw. 128.000 Kronen – heute liegt der Kurs von Samsung fast bei 350.000, und er hat bereits seine Gewinne realisiert (und reduziert seine Bestände).
  • Diejenigen, die in kleine Aktien investiert haben, sind verloren: Die Studentin Xu Bing kaufte eine neu an der Börse notierte Aktie im Bereich „Physikalische KI“ zu einem Höchstkurs von 87.000 Kronen und musste anschließend mitkäufen, als der Kurs auf 28.000 fiel; ihr Gesamtverlust beträgt fast die Hälfte ihres Kapitals.
  • Gestörte Marktstruktur: Seit Mai konzentriert sich das Kapital auf führende Unternehmen, während kleine Aktien stark nachgeben – 10 Prozent der Aktien steigen, 90 Prozent fallen. Zhang Yan sagt: „Ein normaler Aktienmarkt sollte ausbalanciert sein; derzeit ist die Situation zu extrem.“

Zeichen eines Blasenrisikos? – Institutionelle Warnungen und Abfluss von Ausländischem Kapital

Die Anzeichen für ein Blasenrisiko im koreanischen Aktienmarkt werden immer deutlicher:

  • Starke Markteinbrüche: Am 5. Juni stürzte der Gesamtindex um 5,54 Prozent; SK Hynix verlor 9,92 Prozent und Samsung 6,64 Prozent – dies führte zu einem „Circuit Breaker“.
  • Ausländisches Kapital reduziert seine Bestände: Samsung und SK Hynix machen mehr als 50 Prozent des Marktvolumens aus; ausländische Fonds dürfen diese Aktien nur bis zu einer bestimmten Obergrenze halten, was zu weiteren Kursverlusten führt.
  • Historisches Muster: Laut Statistiken der Huatai Securities war der koreanische Aktienmarkt in den letzten 40 Jahren eher kurzlebig („Bullenmarkt“ mit kurzer Dauer und langem „Bärenmarkt“). Sobald die treibenden Faktoren (z. B. Rückgang der KI-Nachfrage oder Abzug ausländischen Kapitals) umschlagen, kommt es zu schnellen Tiefs.
  • Sorgen des Finanzministers: Am 4. Juni äußerte der koreanische Finanzminister Besorgnis über die zunehmende Nutzung von Hebeln beim Aktienhandel und warnte vor dem „Schafherde-Effekt“ (alle kaufen bzw. verkaufen gleichzeitig).

Was wird die Zukunft bringen? – Optimismus und Vorsicht coexistieren

Es gibt unterschiedliche Meinungen zur Zukunft des koreanischen Aktienmarktes:

  • Optimisten (z. B. Goldman Sachs): Sie erhöhen das Zielwertpotenzial auf 12000 Punkte (derzeit liegt der Index bei über 8000) und glauben, dass die KI den Gewinn der Technologieindustrie weiter steigern wird; Korea könnte in diesem Jahr mit einem Wachstum von 320 Prozent in Asien führend sein. Allerdings werden auch Risiken (zu hohe Konzentration bei führenden Unternehmen) anerkannt.
  • Vorsichtige (z. B. Jiang Cheng): Sie gehen davon aus, dass der Markt noch einige Monate weiter steigen könnte, aber bis Ende 2026 oder 2027 auf etwa 5000–6000 Punkte zurückfallen könnte; daher halten sie lieber Bargeld und warten ab.

Zusammenfassung: Der koreanische Aktienmarkt steht derzeit „auf dem Gipfel eines Trends“, aber wenn dieser Trend endet, könnte es zu schweren Verlusten kommen. Privatanleger, die sich mit dem Markt nicht auskennen und impulsiv investieren, könnten leicht zum Opfer werden.