Zusammenfassung der Kerninhalte
Der Gründer von DeepSeek, Liang Wenfeng, galt einst als Vertreter der AI-Szene, der weder Finanzierung noch Kommerzialisierung anstrebte. Mit seinem quantitativen Fonds „Huanfang“ und einer Open-Source-Strategie sowie niedrigen Preisen gelang es ihm, Ergebnisse zu erzielen, die mit denen führender Modelle mithalten konnten. Nun hat er jedoch plötzlich seine erste Finanzierungsrunde gestartet und plant, 50 Milliarden Yuan aufzunehmen (davon investiert er selbst 20 Milliarden Yuan; Beteiligte sind unter anderem Tencent und CATL), wobei das Unternehmen auf einen Wert von 350 bis 400 Milliarden Yuan geschätzt wird. Hinter dieser Entscheidung steht der zunehmende Wettbewerb in der Branche: Talente werden von großen Unternehmen zu hohen Preisen abgeworben, die Kosten für Rechenleistung steigen, und die Giganten greifen mit einem umfassenden Angriff zurück – was ihn dazu zwingt, sich den finanziellen Forderungen zu beugen. Dennoch versucht er durch große Eigeninvestitionen und Diversifizierung der Finanzierungsquellen, seine Kontrolle über das Unternehmen zu behalten und an seinen Grundsätzen von Open Source, niedrigen Preisen sowie der Verwendung chinesischer Alternativen festzuhalten.
Vom „nicht knapp bei Kasse“ zum „dringenden Geldbedarf“: Hinter Liang Wenfengs Kompromissen stecken drei Hauptprobleme
Früher behauptete Liang Wenfeng, dass „die Probleme von DeepSeek nie finanzieller Natur seien“. Jetzt sucht er jedoch nach Finanzierung – die Hauptgründe dafür sind drei unüberwindbare Herausforderungen:
1. Der Wahnsinnige Kampf um Talente: Die Kernforscher von DeepSeek werden zu Zielen großer Unternehmen. Beispielsweise wurde die „AI-Genie-Teenagerin“ Luo Fuli von Lei Jun mit einem Jahresgehalt von zehn Millionen Yuan abgeworben, Guo Daya, die das Kernalgorithmen entwickelt hat, wechselte zu ByteDance, und Ruan Chong, der für Multimodalität zuständig ist, zu YuanRong Qixing. Die großen Unternehmen bieten extrem hohe Gehälter – DeepSeek hingegen verfügt nicht über ausgereifte Optionen, um die Mitarbeiter zu halten; daher ist die Finanzierung die einzige Möglichkeit, Anreize zu schaffen und das Team zu motivieren.
2. Rechenleistung als „Goldfresser“: Früher konnte DeepSeek aufgrund der großen Menge an Grafikkarten (z. B. 10.000 A100-Karten) Kosten senken; nun muss es auf das chinesische Huawei Ascend-System umsteigen – dies erfordert die Überarbeitung des Codes, und die Kosten für eine einzelne Trainingsrunde liegen bei über 500 Millionen Dollar. Die vorhandenen Grafikkarten reichen nicht aus.
3. Der Druck der Giganten: Im Jahr 2025 übertroffen die Monatsnutzerzahlen von DouBao那些产品 DeepSeek; im Jahr 2026 werden alle großen Unternehmen (DouBao, QianWen, YuanBao) mehr als 100 Millionen Monatsnutzer haben. Der Wettbewerb hat sich von technischen Durchbrüchen zu einem umfassenden Kampf um Rechenleistung, Talente, Produkte und Ökosysteme entwickelt. DeepSeeks Vorteile durch Open Source und niedrige Preise werden dadurch geschwächt – daher muss es mit Geld Mängel ausgleichen.
Das „Kontrollspiel“ bei der Finanzierung von 50 Milliarden Yuan: Liang Wenfeng will kein „Angestellter“ sein
Der Schlüssel zu dieser Finanzierungsrunde ist nicht die Gewinnung von Geld, sondern der Erhalt der Kontrolle über das Unternehmen:
- Selbstinvestitionen in Höhe von 200 Milliarden Yuan sichern die Führung: Liang Wenfeng investiert selbst 200 Millionen Yuan, was 40 % der Gesamtfinanzierung ausmacht. Zusammen mit seinen direkten und indirekten Beteiligungen hält er mehr als 80 % der Anteile – auch nach dem Einstieg externer Investoren bleibt er der entscheidende Akteur.
- Absage einer exklusiven Finanzierung: Zuvor wollten einige große Unternehmen eine exklusive Investition und forderten dabei 20 % der Anteile; Liang Wenfeng lehnte dies ab. Dieses Mal hat er mehrere Partner ausgewählt (weniger als 10), sodass keiner allein die Richtung des Unternehmens bestimmen kann – er möchte sicherstellen, dass DeepSeek weiterhin seinen eigenen Weg verfolgt und nicht von Kapital kontrolliert wird.
Veränderungen und Beständigkeiten bei DeepSeek: Kompromisse, aber keine Aufgabe der ursprünglichen Ziele
Liang Wenfeng hat sich verändert – doch nicht vollständig:
Veränderte Aspekte:
- Vom „Labormodus“ zur beschleunigten Kommerzialisierung: Er beginnt, Produktmanager einzustellen und Innovationsteams aufzubauen, um Modelle an Unternehmen zu verkaufen sowie Bildungs-/Audionachrichtenfunktionen zu verbessern, um die Technologie in profitable Produkte umzuwandeln.
- Vom „Widerstand gegen Kapital“ zum „Umarmen von Kapital: Er sucht aktiv nach Finanzierung und versucht sogar, das Unternehmen an die Branchentrends anzupassen sowie seine Umsatzerwartungen zu realisieren.
Beständige Aspekte:
- Der Glaube an Open Source und niedrige Preise: Die Version V4 senkt die Preise auf „ein paar Cent pro Millionen Tokens“ (hundertmal günstiger als GPT-4); Tencent Cloud folgt mit einer Preisreduzierung um 97,5 %.
- Priorität für Algorithmeninnovationen: Die Version V4 nutzt die mHC-Architektur, um den Nachteil hinsichtlich Rechenleistung auszugleichen, und setzt darauf, dass das chinesische Ascend-System erfolgreich eingesetzt werden kann. Dabei wird versucht, Kosten durch Technologie zu senken – anstatt einfach mehr Geld in Rechenleistung zu investieren.
- Entschlossenheit für die Verwendung chinesischer Alternativen: Die Version V4 ist sowohl mit NVIDIA als auch mit Huawei Ascend kompatibel und setzt darauf, dass China von einem Nutzer eines AI-Systems zum Mitgestalter wird.
Branchentrends: Der AI-Wettbewerb geht in eine Ära des umfassenden Kampfes um Rechenleistung, Talente und Ökosysteme über
DeepSeeks Finanzierungsprozess spiegelt einen Wendepunkt in der Branche wider:
- Vom Fokus auf einzelne technische Aspekte zum Wettbewerb um umfassende Fähigkeiten: Früher ging es um Algorithmen; heute geht es um Rechenleistung, Talente, Produkte und Ökosysteme. Die großen Unternehmen (Tencent, Alibaba, ByteDance) verfügen über starke Ressourcen – kleine Unternehmen wie DeepSeek müssen sich durch Finanzierung auf dem Laufenden halten.
- Deutliche Unterschiede in den Strategien: Während DeepSeek weiterhin auf niedrige Preise setzt, bietet DouBao eine professionelle, kostenpflichtige Version an – die AI-Branche beginnt sich zu differenzieren: Einige Unternehmen konzentrieren sich auf niedrige Preise für breite Nutzergruppen, andere auf hochwertige, kostenpflichtige Produkte.
Zukünftige Herausforderungen: Kann Geld die Probleme lösen?
Die Finanzierung von 50 Milliarden Yuan kann den aktuellen Druck lindern – doch DeepSeek steht vor zwei großen Herausforderungen:
1. Können die Einnahmen dem geschätzten Wert entsprechen?: Bei einem geschätzten Unternehmenswert von über 50 Milliarden Dollar sind jährliche Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Dollar erforderlich; bisher stammen die Einnahmen hauptsächlich aus APIs, und viele Unternehmen nutzen DeepSeeks Technologie kostenlos. In Zukunft muss das Unternehmen durch Produkte (z. B. Agent-Tools, Unternehmensdienste) zusätzliche Einnahmen erzielen.
2. Kann der Übergang auf chinesische Alternativen gelingen?: Der Wechsel zu Huawei Ascend erfordert die Überarbeitung des Codes; die hohen Trainingskosten könnten das Leistungsniveau gegenüber NVIDIA beeinträchtigen. Dies ist ein Risiko – doch wenn es gelingt, könnte DeepSeek den Monopol der ausländischen Technologie durchbrechen; andernfalls könnte es hinter den Giganten zurückfallen.
Insgesamt ist Liang Wenfengs Finanzierung keine Kapitulation, sondern eine Strategie, um mit Hilfe von Kapital seinen eigenen Weg weiterzugehen: Durch Open Source und Algorithmeninnovationen möchte er AI für mehr Menschen zugänglich machen und gleichzeitig die Verwendung chinesischer Technologien fördern. Ob dieser Weg jedoch erfolgreich sein wird, hängt davon ab, wie es ihm gelingt, das Gleichgewicht zwischen Kapital, Talenten und Technologie zu bewahren.
*(Der Text wurde in verständlichen Worten formuliert, um auch Laien den Hintergrund der Finanzierung von DeepSeek sowie die aktuellen Entwicklungen in der AI-Branche näherzubringen.)*