Zusammenfassung der Kerninhalte:
SpaceX hat kürzlich zwei „teure“ Verträge über den Miet von Rechenleistung abgeschlossen: Anthropic zahlt monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar und Google 920 Millionen US-Dollar – insgesamt ergibt das einen monatlichen Gewinn von 2,17 Milliarden US-Dollar, was jährlich 26 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Gesamtbeträge der Verträge überschreiten 70 Milliarden US-Dollar. Dies stärkt die Position von SpaceX vor seinem bevorstehenden Börsengang (IPO) in Höhe von 75 Milliarden US-Dollar. Auf der anderen Seite sieht es bei XAI, dem AI-Labor von SpaceX, nicht gut aus: Ein Großteil der Schlüsselpersonal ist gegangen, die Forschung und Entwicklung stockt, und es wurde aufgedeckt, dass XAI heimlich Technologien anderer Unternehmen verwendet, um seine eigenen Modelle zu trainieren. Es wird gefragt, ob SpaceX wirklich eigenständig in der KI-Forschung tätig sein will oder nur durch den Verkauf von Rechenleistung Geld verdienen möchte.
1. Zwei „Superaufträge“ – monatlich 2,17 Milliarden US-Dollar Einnahmen, ein starkes Stützelement für das IPO:
Die beiden Verträge sind für SpaceX wie eine Art „Geldmaschine“:
- Der Vertrag mit Anthropic: Im Mai unterzeichnet, umfasst er den Miet der größten Rechenleistung des Data Centers Colossus 1 in Memphis, Tennessee, für mindestens sechs Monate. Dieses Datenzentrum verfügt über 220.000 NVIDIA-GPUs und stellt Anthropics Chatbot Claude 300 Megawatt Rechenleistung zur Verfügung – das entspricht dem Stromverbrauch von 300.000 Haushalten.
- Der Vertrag mit Google: Im Juni unterzeichnet, läuft von Oktober dieses Jahres bis Juni 2029 und umfasst den Miet von 110.000 NVIDIA-GPUs sowie weiteren Ressourcen. Allerdings gibt es eine Bedingung: Wenn SpaceX bis zum 30. September nicht genügend GPUs beschafft, kann Google den Vertrag kündigen oder die Miete reduzieren.
Insgesamt erhält SpaceX monatlich 2,17 Milliarden US-Dollar, was jährlich 26 Milliarden US-Dollar entspricht. Wenn alle Verträge vollständig ausgeführt werden, übersteigt der Gesamtbetrag 70 Milliarden US-Dollar. Dies ist für SpaceX vor seinem IPO von großer Bedeutung – das Finanzierungsziel von 75 Milliarden US-Dollar benötigt nachweisbare Einnahmen, und die Rechenleistungsmiete liefert genau diese „harten Fakten“.
2. Das Chaos bei XAI: Personalverluste, Forschungsprobleme und verlorene Trainingsdaten
Im Gegensatz zum Erfolg mit der Rechenleistungsmiete sieht es bei XAI katastrophal aus:
- Schwerer Personalverlust: Viele der acht Mitbegründer sind gegangen, und das Ingenieurteam wurde reduziert. Das Team für die Vorverarbeitung von Daten hatte vor einem Jahr mehr als 20 Mitarbeiter; jetzt sind es weniger als fünf. Der Leiter des Grok-Code-Projekts wechselte bereits viermal innerhalb weniger Monate; der letzte Verantwortliche trat im Mai zurück.
- Forschungsprobleme: Ein Mitarbeiter löschte versehentlich die Kerntrainingsdaten des AI-Programmprodukts während des Datentransfers, was zu einem Verlust von zwei bis drei Wochen Arbeit führte. Noch schlimmer: Beim Trainieren des Grok-Modells im Colossus 1-Datenzentrum kam es aufgrund der Mischung verschiedener GPU-Modelle (H100, H200 usw.) zu Problemen, weshalb die Forschung nicht weitergehen konnte und das Training in das Colossus 2 verlegt werden musste.
- Finanzielle Belastung: XAI ist ein defizitäres Geschäftsbereich; allein im ersten Quartal dieses Jahres führte dies dazu, dass SpaceX insgesamt Verluste machte. Ohne die Einnahmen aus der Rechenleistungsmiete wäre die Situation noch schlimmer gewesen.
3. XAI nutzt heimlich Technologien von Anthropic?
Noch peinlicher ist, dass XAI heimlich Technologien von Anthropic verwendet:
- Laut Informanten hat XAI ein „Destillation-Projekt“ durchgeführt, bei dem es die Antworten des Chatbots Claude direkt für das Training seiner eigenen Modelle nutzte.
- Im Januar dieses Jahres sperrte Anthropics den Zugang zu XAI, aber die Ingenieure nutzten weiterhin persönliche Konten – bis Anthropic alle Konten blockierte. Später versuchten sie, über den Mittelsmann Blackbox AI Zugang zu erhalten; der letzte Einsatz war Mitte Mai.
- Musk hat zugegeben, dass XAI teilweise Modelle von OpenAI verwendet, um Grok zu trainieren, erwähnte jedoch nicht Anthropic. Diese Praxis wirft Fragen nach der Selbstständigkeit von XAI in der KI-Forschung auf: Wenn sie sogar auf Technologien anderer Unternehmen angewiesen sind, wie können sie dann mit OpenAI und Anthropic konkurrieren?
4. Ist die Rechenleistungsmiete ein „zufälliger Glücksfall“? XAIs Fehler haben SpaceX geholfen?
Tatsächlich entstand die Möglichkeit der Rechenleistungsmiete, weil XAI bei der Nutzung von Colossus 1 Probleme hatte: Aufgrund der Mischung verschiedener GPU-Modelle konnte die Rechenleistung nicht effektiv genutzt werden und blieb ungenutzt. SpaceX entschied sich, diese Ressourcen an Dritte zu vermieten – so entstanden die großen Verträge mit Anthropic und Google.
Musk betonte auf X, dass es sich um „kurzfristige Arrangements“ handelt und dass die Rechenleistung möglicherweise später zurückgenommen werden könnte. Das Problem ist jedoch: Wenn die Rechenleistungsmiete später tatsächlich eingestellt wird, woher sollen die Einnahmen dann kommen? Es wird gefragt, ob SpaceX langfristig auf den Verkauf von Rechenleistung angewiesen sein will oder wirklich eigenständige KI-Lösungen entwickeln möchte.
5. Das IPO sieht gut aus – aber die Hintergrundsfragen lassen sich nicht ignorieren:
SpaceX’ Ziel für das IPO sind 75 Milliarden US-Dollar, was als der größte Börsengang in der Geschichte der USA gilt. Allerdings gibt es einen Schwachpunkt:
- Obwohl die Rechenleistungsmiete einträglich ist, handelt es sich dabei um den Verkauf von Ressourcen, nicht um die Entwicklung eigener AI-Produkte. Wenn XAI keine ordentlichen AI-Produkte herausbringt, wird die „AI-Wachstumsgeschichte“ von SpaceX nur eine Luftblase sein – schließlich sind die Einnahmen aus der Rechenleistungsmiete vorübergehend. Die eigene KI-Entwicklung ist die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
- Musk behauptet, XAI arbeitete an der Entwicklung des nächsten Grok-Modells, nannte jedoch keinen genauen Zeitpunkt für die Veröffentlichung. Wenn nach dem IPO keine Fortschritte erzielt werden, könnten die Investoren enttäuscht sein.
Kurz gesagt: SpaceX nutzt derzeit die Rechenleistungsmiete, um Eindruck zu machen – aber ob es in der Zukunft wirklich zu einem echten AI-Player wird, hängt davon ab, ob XAI seine Probleme lösen kann. Für die Öffentlichkeit bedeutet dies, dass Musks Unternehmen wieder einen Weg gefunden hat, Geld zu verdienen – doch sein AI-Traum stößt vorerst auf Hindernisse. Ob der Börsengang lohnenswert ist, hängt davon ab, ob man glaubt, dass SpaceX seine Schwächen in der KI-Forschung überwinden kann.
Fazit: Die Rechenleistungsmiete hat SpaceX beim IPO unterstützt, aber die Probleme bei XAI zeigen seine Schwächen in der eigenen KI-Entwicklung. Einerseits gibt es monatliche Einnahmen durch Mietverträge, andererseits stockt die Forschung – wohin sich Spacex’ AI-Strategie entwickelt, bleibt offen. Für die Allgemeinheit bedeutet dies, dass Musks Unternehmen wieder einen Weg gefunden hat, Geld zu verdienen – doch sein AI-Traum steht vor Herausforderungen. Ob der Börsengang eine gute Investition ist, hängt davon ab, ob man glaubt, dass SpaceX seine Schwächen in der KI-Forschung überwinden kann.