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Liu Hongbing – Ist er der Endpunkt der Evolution des „verliebten Mannes“ in traditionellen chinesischen Dramen?

原文:刘红兵,会是国剧里“缠郎”进化的终点吗?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung des „Chánláng“-Charakters in chinesischen Dramen seit 2003: Von den frühen Jahren, in denen diese Figuren Frauen mithilfe von Reichtum und Macht „zwangskonquistierten“, bis hin zu „Unternehmenspartnern“, die auf Altruismus und Unterstützung basieren – es gibt sogar Fälle, in denen die Rollen umgekehrt wurden („Chánniáng“: Frauen, die Männer aktiv verfolgen). Hinter diesen Veränderungen stehen wirtschaftliche Zyklen, das Erwachen des Geschlechterbewusstseins und die Einstellungen der Zuschauer. Die Entwicklung des „Chánláng“-Charakters spiegelt im Grunde wider, wie die Zeit die Wahrnehmung von Liebe, Geschlechtermacht und persönlichen Grenzen prägt.

I. Die Evolution des Chánláng: Vom „tyrannischen Entführer“ zum „hilfsbereiten Unterstützer“

Frühe „Chánláng“-Figuren waren Teil eines „Spiels der Starken“: In „Jīnfěn Shìjiā“ (2003) versuchte Jīnyàn Xī, der Sohn des Premierministers, Lěngqīng Qiú mit romantischen Tricks wie dem Umziehen in ihre Nähe und der Schaffung von Blumenmeeren zu gewinnen; in „Zhàndì Wánglǎo Wǔ de Jiānnán Àiqíng“ (2007) kaufte Mèng Hào, ein Immobilienmagnat, Lin Yuxīs Ehe für 300.000 Yuan – wie bei einem Kapitaleinsatz. Ihr Hauptanliegen war die „Eroberung“, und ihr Verhalten war von dem „Privileg des Starken“ geprägt.

Später entwickelten sich diese Figuren zu „praktischen Assistenten“: Liu Hóngbīng in „Zhǔjié“ wurde von den Zuschauern als „Sui Sui Bīng“ bezeichnet; er prahlte nicht mit seinem Reichtum, sondern half der Hauptfigur bei ihrer Karriere – er machte schöne Fotos, um ihre Chancen zu verbessern, renovierte ihr Wohnheim und kümmerte sich sogar um alltägliche Dinge. Die Zuschauer tolerierten seine Grenzen, weil er altruistisch und fähig war. Diese Veränderung wandelte das Verhalten des „Chánláng“ von „Raub“ in „Unterstützung“.

II. Wirtschaftliche Zyklen: Der „mächtige Hintergrund“ des Chánláng hat sich verändert

In wirtschaftlich guten Zeiten wurde die „Stärke“ der „Chánláng“-Figuren vergeben: Zu Beginn des neuen Jahrtausends glaubte man an das Märchen vom „Aschenputtel, das den Prinzen trifft“; die Beziehungen von Jīnyàn Xī und Qiú Shí (einem IT-Experten in „Nán cái Nǚmào“) wurden als „Geschenk des Schicksals“ angesehen – es galt als Chance für Frauen, in eine höhere Gesellschaftsschicht aufzusteigen, daher wurde ihre Stärke von einer optimistischen Einstellung überdeckt.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wurde das „Kapital“ der „Chánláng“-Figuren zu einem Hindernis: In „Huānlèi Guānglín“ (2022) fragten sich die Zuschauer, warum Zhang Guangzhèng, ein Portier im Hotel, eine Flugbegleiterin wie Zheng Youen verfolgen sollte – ohne entsprechendes Kapital. In dieser Zeit verstärkte sich die soziale Klassenzugehörigkeit; „Chánláng“-Figuren ohne Reichtum und Macht wurden nicht mehr als aufrichtig angesehen, sondern als unwürdig erachtet. Die wirtschaftliche Umgebung hat die Grundlage ihrer Macht grundlegend verändert.

III. Das Stimmrecht der Frauen: Der „Chánláng“ muss auf die Hauptfigur hören

Früher waren „Chánláng“-Figuren egozentrisch: Jīnyàn Xī verfolgte Lěngqīng Qiú, um seinen Besitzanspruch zu befriedigen; Mèng Hào kaufte eine Ehe, weil er die Frau als Ressource betrachtete. Damals waren Frauen bei der Partnerwahl passiv, und das Verhalten der „Chánláng“-Figuren besagte: „Ich will dich haben.“

Heute müssen die „Chánláng“-Figuren die Hauptfigur in den Mittelpunkt stellen: Xiao Bāo Zǒng in „Huānlè Sòng“ ist anhänglich, respektiert aber ihre Karriere; Xie Xiaofēi in „Tánànguān“ verfolgt Tong Wei wie ein Kind, das Aufmerksamkeit sucht – ohne einen Statusvorsprung. Dies liegt daran, dass Frauen zu den Hauptkonsumenten im Unterhaltungssektor geworden sind; ihre ästhetischen Vorlieben haben die männlichen Rollen neu geformt. Die „Chánláng“-Figuren können nicht mehr einfach ihren eigenen Weg gehen, sondern müssen emotionale Werte bieten und die Entwicklung der Hauptfigur unterstützen – das Machtgleichgewicht neigt sich deutlich zugunsten der Frauen.

IV. Geschlechterumkehr: Vom „Angst vor dem Chánláng“ zum „Angst vor dem Chánniáng“

Im Internet hat sich die Einstellung von „starfen Frauen, die Angst vor den Chánláng haben“, in „gute Männer, die Angst vor den Chánniáng haben“ verändert – beispielsweise versucht Qu Xiaoxiao in „Huānlè Sòng“, Dr. Zhao aktiv zu gewinnen, indem sie sich zärtlich verhält und List anwendet. Diese Umkehr spiegelt die Veränderung der Marktnachfrage wider: Frauen sind nicht mehr nur Objekte der Verfolgung, sondern treiben die Beziehungen voran. Hinter dieser Entwicklung steht das Erwachen des weiblichen Bewusstseins: Sie wollen ihre Liebe selbst entscheiden und nicht passiv von „Chánláng“-Figuren umworben werden.

Fazit

Die Veränderung des „Chánláng“-Charakters ist nie eine Entwicklung der Figur an sich, sondern ein Indikator für die Zeit: Die wirtschaftliche Situation bestimmt die Grundlage ihrer Macht, das Geschlechterbewusstsein ihre Verhaltensweisen und die Wünsche der Zuschauer ihre Rollen. Von der Eroberung zur Unterstützung, von männlicher Dominanz zu weiblichem Fokus – die Geschichte des „Chánláng“ geht weiter… Auch Figuren wie Liu Hóngbīng, die als „unterstützende Partner“ fungieren, werden nicht das endgültige Modell sein, denn die Zeiten ändern sich weiter.