虎嗅

**Alibaba’s DingTalk: 75.000 Mitarbeiter kündigen – Nachdem sie die Schwächen ihrer Chefs entdeckt haben, dachten sie, sie könnten es wieder schaffen.** *(Translation of the Chinese headline into German:)* **Alibaba’s DingTalk: 75,000 employees resigned; after discovering their bosses’ weaknesses, they thought they could do it again.** This headline summarizes a report about a significant number of employees at Alibaba’s communication platform DingTalk who decided to leave their jobs. It refl

原文:阿里钉钉7.5万离职信:看见老板缺点后,以为自己又行了

Zusammenfassung des Kerninhalts

Dieser Artikel befasst sich mit dem 75.000 Wörter langen Abschiedsschreiben eines Mitarbeiters von Alipay’s DingTalk namens „You Su“. Zunächst werden die drei Teile des Schreibens – Fakten, Ansichten und Spekulationen – analysiert, anschließend wird der eigentliche Zweck des Schreibens erläutert (Ärgerausdruck + Selbstbeweis). Abschließend werden berufliche Erkenntnisse zum Thema „Entzauberung von Arbeit“ und „Gesamtblick“ vermittelt: Man sollte nicht aufgrund der Schwächen eines Vorgesetzten dessen Wertsachenschaften unterschätzen, sondern Menschen und Dinge objektiv und umfassend betrachten sowie von den Stärken anderer lernen – anstatt sich auf ihre Schwächen zu konzentrieren.

I. „Wahre Fakten“ und „Kritik“ im Abschiedsschreiben: Was ist glaubwürdig, was Emotionen?

Von den 75.000 Wörtern des Schreibens enthalten nur 30 % objektive Fakten, 40 % fundierte Produktansichten und 30 % persönliche Spekulationen und emotionale Äußerungen:

  • Faktische Angaben: Der Autor trat im Juni 2025 dem DingTalk ONE-Projekt bei; zwei Wochen nach seinem Eintritt verließ der Designleiter das Projekt, und in der vierten Woche wurde sein älterer Kollege versetzt. Nach mehr als drei Monaten waren nur noch drei Mitarbeiter am Projekt beteiligt. Die Arbeitsbelastung war extrem: Jeden Tag wurden Anforderungen gestellt und abends überprüft; während der Probezeit musste die Aufgabe erfüllt werden, den Unternehmensdienst auf das Niveau „V6 1000“ zu heben. Wegen des hohen Drucks erlitt der Autor zwei Ohnmachtsanfälle; beim zweiten Mal wurde er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort mit respiratorischer Alkalose diagnostiziert.
  • Zuverlässige Ansichten: Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt sollte nicht nur als Chatfunktion eingesetzt werden, sondern in echte Arbeitsabläufe integriert werden (z. B. bei der Bearbeitung von Nachrichten und To-Dos). DingTalk verfügt über Daten zu Organisationsstrukturen und Genehmigungsprozessen, was Vorteile bietet – doch das alte System mit vielen Berechtigungen und veralteten Funktionen ist ein Hindernis. Die Ausrichtung des ONE-Projekts ist widersprüchlich: Es soll sowohl den Nutzern dienen als auch die Präsentationen unterstützen sowie den Mitarbeitern helfen, ihre Arbeit zu erleichtern, und gleichzeitig dem Management assistieren.
  • Emotionale Spekulationen: Die Entscheidungen ohne klare Strategie werden als „arrogant“ und „herablassend“ bezeichnet; die Bewertungen während des Vorstellungsgesprächs werden als Form von „Psychologischem Missbrauch“ (PUA) interpretiert. Es wird behauptet, DingTalk werde durch den Fortschritt der Künstlichen Intelligenz ausgelöscht werden – ohne stichhaltige Datenunterstützung.

II. Die „Hintergedanken“ des Abschiedsschreibens: Nicht Ratschläge geben, sondern sich selbst beweisen

Der Autor (Ye Xiao Chai) enthüllt den eigentlichen Zweck seines Schreibens:

  • Ärgerausdruck: Er fühlte sich im Unternehmen ungerecht behandelt (z. B. erhielt eine schlechte Bewertung, musste Überstunden machen) und wollte seinen Unmut mit dem langen Brief äußern.
  • Selbstbeweis: Er wollte anderen zeigen, dass er das Produkt gut versteht und dass der Misserfolg des Projekts nicht seine Schuld sei, sondern die der Führung und des Unternehmens.

Beispielsweise behauptet der Autor, obwohl er nur den Rang P5 hat und weniger als ein Jahr im Unternehmen war, stelle er sich in dem Brief als jemand dar, der die Gesamtsituation durchschaut; Entscheidungen ohne klare Strategie werden als „kontrolliert und arrogant“ dargestellt – letztlich versucht er damit, seine eigene Sicht der Dinge zu rechtfertigen.

III. „Entzauberung von Arbeit“ ist gut – aber nicht zu einem Ausdruck von Selbstgefälligkeit

„Entzauberung“ bedeutet, vom „Anbeten“ des Vorgesetzten zum Erkennen seiner Schwächen überzugehen – doch viele Menschen verfehlen diesen Punkt:

  • Wenn man beispielsweise sieht, dass die Ideen des Vorgesetzten nicht umgesetzt werden oder er selbstgefällig bzw. verantwortungslos ist, neigen sie dazu, ihn zu unterschätzen. Der Autor erinnert daran: Ein Adler kann manchmal niedriger fliegen als ein Huhn – doch das Huhn wird niemals die Höhe des Adlers erreichen. Ein Vorgesetzter hat sicherlich Dinge, die man nicht hat (Ressourcen, Weitsicht, Erfahrung in erfolgreichen Projekten). Die Schwächen, die man sieht, sind vielleicht solche, die er für unwichtig hält (z. B. Details der Umsetzung); das bedeutet nicht, dass seine Fähigkeiten mangelhaft sind.

Die richtige Herangehensweise ist: „Er hat Schwächen – aber ich sollte von seinen Stärken lernen“, und nicht „Er hat Schwächen – also bin ich besser als er.“

IV. Probleme aus einer „ganzheitlichen Perspektive“ betrachten: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Schwächen

Der Autor erklärt, warum Vorgesetzte bestimmte Fehler machen:

1. Dinge haben zwei Seiten: Fantasievolle Vorgesetzte haben Schwierigkeiten, ihre Ideen umzusetzen; Menschen, die gut darin sind, Ressourcen zu beschaffen, neigen dazu, überzutreiben; Personen, die sich auf große Ziele konzentrieren, vernachlässigen oft kleine Details – es gibt keine perfekten Menschen. Jede Vorstellung hat ihre Nachteile.

2. Entscheidungen sollten mit Weitsicht getroffen werden: Die aktuellen Probleme sind das Ergebnis früherer Entscheidungen. Das alte System von DingTalk ist ein Überbleibsel aus der Vergangenheit; um Künstliche Intelligenz einzuführen, muss man die Bedürfnisse von Alt und Neu ausbalancieren.

3. Entscheidungen erfordern Abwägung: Es gibt keine perfekten Entscheidungen – nur die „global optimale“. Das ONE-Projekt muss sowohl den Nutzern dienen als auch die Unternehmenspräsentationen unterstützen, weil das Unternehmen kurzfristige Aufmerksamkeit und langfristigen Nutzen benötigt.

V. Was können Berufstätige lernen? Den positiven Aspekten folgen

Der Autor gibt allgemeinen Berufstätigen folgende Ratschläge:

  • Seien Sie nicht selbstzufrieden, nur weil Sie die Schwächen eines Vorgesetzten erkennen – und verehren Sie ihn auch nicht blind. Lernen Sie von seinen Stärken (Kreativität, Fähigkeit zur Ressourcenzusammenführung) und versuchen Sie, seine Schwächen auszugleichen (z. B. übernehmen Sie die Verantwortung für die Umsetzung).
  • Betrachten Sie Probleme objektiv: Die „Mängel“ eines Vorgesetzten können durch Umstände oder Ressourcenbeschränkungen entstanden sein – es ist nicht seine Absicht.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Entwicklung: Stellen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten verbessern, denn letztendlich müssen Sie mit Ihren eigenen Leistungen überzeugen.

Der Kern dieses Artikels ist: Verurteilen Sie niemanden völlig aufgrund seiner Schwächen – lernen Sie, Menschen und Dinge mit Rationalität und einem Gesamtblick zu betrachten.