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Deutscher Titel: Der Goldkurs ist im Laufe des Jahres um null gestiegen – Handelskapital flieht, während globale Zentralbanken entgegen der Trendrichtung „einkaufen“.

原文:黄金年内涨幅清零,交易资金出逃、全球央行逆势“扫货”

Zusammenfassung der Kerninhalte

In letzter Zeit ist der Goldpreis stark gefallen, hauptsächlich aufgrund von Arbeitsmarktdaten aus den USA, die weit über Erwartungen lagen. Die Märkte befürchten, dass die Federal Reserve nicht nur keine Zinsen senken wird, sondern möglicherweise sogar erhöhen könnte. Weltweite Zentralbanken (wie China und viele europäische Länder) hingegen kaufen weiterhin Gold und haben ihre Bestände kontinuierlich aufgestockt. Kurzfristige Spekulationskapitalströme verkaufen aufgrund ihrer Sensitivität gegenüber Zinsen in Panik, während langfristige Strategiekapitalgeber (Zentralbanken, Staatsfonds) die Absicherungswirkung von Gold sowie den Wert der Entdollarisierung sehen und gegen den Trend investieren. Die Meinungen der Institutionen zur zukünftigen Entwicklung des Goldpreises sind geteilt. Privatinvestoren sollten Gold als „Ballaststein“ in ihrer langfristigen Anlagestrategie betrachten und nicht als kurzfristiges Spekulationsinstrument verwenden.

Warum ist der Goldpreis plötzlich so stark gefallen? – Amerikanische Arbeitsmarktdaten verursachen Unruhe, Erwartungen an Zinserhöhungen zerstören die Hoffnungen auf Zinssen senken

Der starke Rückgang des Goldpreises wurde direkt durch die nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigungsdaten aus den USA im Mai ausgelöst: Ursprünglich erwartete der Markt einen Anstieg um 85.000 Arbeitsplätze, tatsächlich waren es jedoch 172.000 – fast das Doppelte. Was bedeutet das? Die US-Wirtschaft ist stabiler, als viele dachten, und die vorherigen Aussagen der Federal Reserve über eine mögliche Zinssenkung stehen in Frage; stattdessen könnte es zu einer Zinserhöhung kommen.

Warum führt eine Zinserhöhung zum Rückgang des Goldpreises? Weil Gold keine Zinsen erzielt und die Menschen nach einer Erhöhung lieber ihr Geld auf der Bank anlegen oder US-Staatsanleihen kaufen (mit höheren Renditen), wodurch Gold weniger gefragt ist. Nach Veröffentlichung der Daten stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bis Ende des Jahres von 48 % auf über 60 %. Die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg ebenfalls auf über 4,5 %, was zu einem massiven Verkauf von Gold führte. Der Goldpreis fiel innerhalb eines Tages um 3,25 % und hat damit fast den gesamten Jahresgewinn verloren; gegenüber dem Höchststand zu Beginn des Jahres beträgt der Rückgang sogar 22 %.

Wer kauft weiter, obwohl der Preis fällt? – Weltweite Zentralbanken sammeln Gold, Entdollarisierung ist der Hauptgrund

Im Gegensatz zu den kurzfristigen Verkäufen steigern weltweite Zentralbanken ihre Goldbestände weiter:

  • Die chinesische Zentralbank kauft seit 19 Monaten kontinuierlich Gold und hat im Mai weitere 320.000 Unzen erworben (neuer Höchststand in den letzten 15 Monaten); die Bestände belaufen sich nun auf 74,96 Millionen Unzen.
  • Der Europäische Zentralbank zufolge wird Gold bis Ende 2025 einen Anteil von 27 % an den Reserven der weltweiten Zentralbanken ausmachen und damit die US-Staatsanleihen (22 %) als zweitwichtigstes Reservevermögen übertreffen.
  • Auch Polen und die Tschechische Republik kaufen weiter: Polen erwarb im April 14 Tonnen, insgesamt sind es in diesem Jahr bereits 45 Tonnen; der Anteil von Gold an den Reserven beträgt nun 30 %.

Warum sind die Zentralbanken so entschlossen? Hauptsächlich aus Gründen der Entdollarisierung – aufgrund geopolitischer Spannungen ist das Vertrauen in den US-Dollar instabil, und Gold gilt als sicherste „harte Währung“, die Risiken abfedern kann und eine diversifizierte Reservestruktur ermöglicht.

Kurzfristige Kapitalströme vs. Langfristige Kapitalströme: Ein Kampf zwischen „schnellem“ und „langsamem“ Geld

Das aktuelle Problem auf dem Goldmarkt ist der Konflikt zwischen kurzfristigen Spekulationskapitalen und langfristigen Strategiekapitalgebern:

  • Kurzfristige Kapitalströme: Beispielsweise Spekulanten, die mit Futures handeln, oder Gold-ETFs. Sie sind besonders empfindlich gegenüber Zinsänderungen; sie hatten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve gewettet und kauften daher viel Gold. Als die nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigungsdaten veröffentlicht wurden, verkauften sie schnell, um Verluste zu begrenzen. Im Mai flossen weltweit 2 Milliarden US-Dollar aus Gold-ETFs ab.
  • Langfristige Kapitalströme: Zentralbanken und Staatsfonds, deren Entscheidungen auf Trends über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte basieren; sie kümmern sich nicht um kurzfristige Schwankungen. Sie kaufen Gold aus Sicherheitsgründen und zur Entdollarisierung – daher kaufen sie weiterhin zu.

Einfach gesagt: Kurzfristiges Kapital fürchtet Zinserhöhungen und zieht sich zurück; langfristiges Kapital sieht den langfristigen Trend und übernimmt die Positionen.

Geteilte Meinungen der Institutionen zum Goldpreis: Einige sehen einen Anstieg auf 6.000 Dollar pro Unze, andere einen weiteren Rückgang

Die Meinungen der Institutionen zur zukünftigen Entwicklung des Goldpreises sind sehr unterschiedlich:

  • Optimisten: Morgan Stanley prognostiziert, dass der Goldpreis bis Ende des Jahres auf 6.000 Dollar pro Unze steigen könnte und bis 2027 auf 6.300 Dollar ansteigen könnte, falls die Durchfahrt durch den Golf von Hormuz wiederhergestellt wird.
  • Pessimisten: Die Deutsche Commercial Bank hat ihre Prognose für das Jahr 2026 auf 4.800 Dollar pro Unze gesenkt; Citibank sieht einen Rückgang auf 4.300 Dollar in den nächsten drei Monaten.

Wichtige Einflussfaktoren sind: Ob die Federal Reserve Zinserhöhungen durchführt, die Entwicklung der Ölpreise (insbesondere die Durchfahrt durch den Golf von Hormuz) sowie geopolitische Entwicklungen.

Was sollten Privatinvestoren tun? – Keine kurzfristigen Spekulationen, sondern Gold als „Ballaststein“ verwenden

Für Privatinvestoren gilt: Folgen Sie nicht blinden kurzfristigen Schwankungen:

  • Die langfristige Logik bleibt bestehen: Hohe globale Verschuldung, nachlassendes Vertrauen in den US-Dollar und die Entdollarisierung der Zentralbanken – all diese Faktoren unterstützen weiterhin den Goldpreis.
  • Die Rolle von Gold: Gold weist eine geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen auf; es kann Risiken abfedern, insbesondere wenn die Aktienmärkte fallen. Wenn Ihr Portfolio Aktien und Anleihen enthält, könnte der Zusatz von Gold zu einer geringeren Gesamtvolatilität beitragen.
  • Ratschlag: Betrachten Sie Gold als Teil Ihrer langfristigen Anlage (z. B. 5–10 % des Gesamtvolumens) und nutzen Sie es nicht für kurzfristige Spekulationen, um nicht leichter betrogen zu werden.

Insgesamt ist die Situation auf dem Goldmarkt zwar komplex, aber mit dieser Aufteilung sollte alles klarer sein. Es wurden keine komplizierten Begriffe verwendet – nur verständliche Informationen, die Ihnen helfen sollen, den aktuellen Marktverlauf besser zu verstehen.