虎嗅

Gespräch mit dem ehemaligen CEO von Twitter: Am Börsengangstag von SpaceX könnte der Wert über 2 Billionen Euro steigen – OpenAI könnte unter den Versprechen hinsichtlich Rechenleistung leiden; Anthropic ist das wirklich zuverlässige Unternehmen.

原文:与Twitter前CEO对谈:SpaceX上市首日或破2万亿,OpenAI会被万亿算力承诺反噬,Anthropic才是真正靠谱的那个

Zusammenfassung der Kerninhalte

Dick Costolo, ehemaliger CEO von Twitter (der das Unternehmen an die Börse brachte), analysiert aus der Perspektive eines „alten Kriegsveteranen“ die Zukunftsperspektiven der drei Unternehmen SpaceX, OpenAI und Anthropic, die kurz vor ihrem IPO stehen: Die Geschichte, die nach dem IPO erzählt wird, ist wichtiger als die Zahlen. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Stärken und Schwächen (SpaceX setzt auf Geschichten, OpenAI kämpft mit den Herausforderungen der Rechenleistungserwartungen, Anthropic verfolgt einen vorsichtigen Ansatz). Die Reihenfolge des IPOs entscheidet über das Überleben der Unternehmen; die AI-Branche steht zudem vor Risiken wie Preiskämpfen und Widerstand gegen Datenzentren. Gleichzeitig zeigt sich in Silicon Valley eine deutliche Kluft zwischen denjenigen, die extrem reich werden, und den meisten anderen.

1. Nach dem IPO: Der Aktienkurs steigt und fällt – die Geschichte ist entscheidend

Costolo verdeutlicht mit seinen Erfahrungen bei Twitter den enormen Unterschied vor und nach dem Börsengang:

  • Im Privatmarkt wird das Potenzial bewertet: Vor dem Börsengang liegt die Bewertung oft zwischen 1 und 2 Milliarden; wenn die Mitarbeiteroptionen steigen, sind alle zufrieden – niemand kümmert sich um den genauen Aktienkurs.
  • Im öffentlichen Markt gibt es starke Schwankungen: Twitter brauchte 6 Jahre, um den Aktienkurs auf 30 Dollar zu bringen; innerhalb eines Tages stieg er auf 110 Dollar und fiel zwei Monate später wieder auf 40 Dollar zurück. Solche Schwankungen sind die Norm – das Team ist nervös, aber man kann nicht jeden Tag trösten.
  • Die Geschichte ist wichtiger als die Zahlen: Bei seinem IPO versprach er 1 Milliarde Nutzer; danach konzentrierte sich Wall Street sieben Jahre lang nur auf die monatlichen aktiven Nutzer (MAU). Selbst wenn Umsätze und Gewinne übertroffen wurden, fiel der Aktienkurs, wenn die MAU nicht ausreichte. Die Geschichte, die man beim IPO erzählt, verfolgt einen jahrelang.

2. Die drei Unternehmen vor ihrem IPO: Jedes hat seine Stärken und Schwächen

1. SpaceX: Elons „Geschichtsmaschine“ kann weiterhin erfolgreich sein

Elon ist besonders gut darin, die Märkte mit Geschichten zu steuern (Tesla ist ein Beispiel):

  • Geringe Marktkapitalisierung = starke Kontrolle: Am Börsengangstag könnte die Bewertung über 2 Billionen liegen; aber da nur wenige Aktien im Umlauf sind, kann der Preis stark steigen. Elon muss einfach den Privatanlegern Geschichten erzählen, um die Stabilität zu gewährleisten.
  • Große Geschichten: Starlink (globales Internet) und Raumfahrtdatenzentren – auch wenn sie unrealistisch erscheinen (16 Morgen Ausrüstung zu starten, Reparaturen bei Kollisionen mit Weltraumtrümmern sind notwendig), glauben viele daran.
  • Der Ansatz hat sich bewährt: Elons Geschichte von „Dieses Mal haben wir es nicht geschafft, aber beim nächsten Mal schon“ hält seit Jahren an – SpaceX kann diesen Ansatz wiederholen.

2. OpenAI: Sam Altman hat zu viele Versprechen gemacht

Das Problem bei OpenAI ist, dass zu viele finanzielle Versprechen eingegangen wurden: Die geplanten Investitionen und Kooperationsvereinbarungen übersteigen die aktuellen Einnahmen. Der CFO muss erklären, wie diese Gelder in Einnahmen umgewandelt werden sollen und wann Gewinne erzielt werden können – das ist viel schwieriger als bei Elon.

  • Rettungsversuch: Die Entwicklung von AI-Programmierung (Codex) verläuft gut; die Zunahme des „agentic coding“ könnte dazu führen, dass die Einnahmen die Versprechen erfüllen.

3. Anthropic: Der gemäßigte Ansatz ist der stabilste

Anthropics Strategie ist vorsichtig:

  • Fokussierung auf den Unternehmensmarkt, ohne mit OpenAI um Nutzer zu konkurrieren;
  • Innen wurde erst kürzlich bekanntgegeben, dass Claude Code ein Wettbewerbsvorteil ist.
  • Die Geschichten, die erzählt werden, sind konsistent und nicht übertrieben – das reduziert die Risiken.

3. Reihenfolge des IPOs: Die Ersten profitieren am meisten, die Letzten haben es schwer

Das Marktkapital ist begrenzt:

  • Die ersten Unternehmen ziehen die Liquidität an: Das erste Unternehmen erhält das ganze Kapital; das zweite nur einen Teil; das dritte könnte aufgrund von Quotenbeschränkungen benachteiligt sein.
  • Elons Taktik: Sein Rechtsstreit gegen OpenAI könnte darauf abzielen, den Börsengang zu verzögern, um SpaceX den Vortritt zu geben und so mehr Marktkapital für sich zu gewinnen.
  • Chancen für Investoren: Nach dem Börsengang erhalten Universitätsstiftungen und VC-Investoren große Geldbeträge; 6–12 Monate später ist es eine gute Zeit, weitere Investitionen zu tätigen.

4. Die Herausforderungen der AI-Branche

  • Preiskämpfe: AI-Modelle werden immer ähnlicher – Preiskämpfe sind wahrscheinlich; wie kann man eine Bewertung von mehreren Billionen aufrechterhalten?
  • Widerstand gegen Datenzentren: Die Bewegung „NIMBY“ („Don’t Build It in My Backyard“) vereint Linkse und Rechte in den USA: 70 % der Amerikaner wollen keine Datenzentren in ihrer Nähe.
  • CEOs konzentrieren sich auf ihre eigenen Interessen: Sie erklären dem Publikum nicht, warum Datenzentren benötigt werden.

5. Die Kluft in Silicon Valley: Wenige werden extrem reich, die meisten nicht

In den letzten fünf Jahren haben Unternehmen wie Anthropic, OpenAI und Nvidia etwa 10.000 Mitarbeiter zu einem „Rente-Einkommen“ von über 20 Millionen Dollar gebracht; andere erhalten zwar hohe Gehälter, können aber nicht mithalten. Costolos Rat: Leben Sie nicht im Vergleich: Elon könnte ein Milliardär werden – aber vielleicht verbringt er seine Tage damit, auf Twitter zu schimpfen. Fachkenntnisse sind wichtig, aber es ist noch wichtiger, die menschlichen Emotionen zu verstehen; sonst gerät man in einen Teufelskreis des Neids.

Diese Analysen stammen nicht von Analysten, sondern von Menschen, die den Börsengang tatsächlich erlebt haben. Für diejenigen, die diese Unternehmen verstehen wollen, ist der Satz „Die Geschichte, die nach dem IPO erzählt wird, ist wichtiger als die Zahlen“, besonders bedeutsam.