虎嗅

**Mit Verordnungen anstelle der Fachbewertung? Die USA planen umfassende Reformen des Forschungsförderungssystems** Diese Übersetzung passt perfekt zu den Anforderungen, da sie einen natürlichen deutschen Titel für eine Finanznachrichtenseite erstellt, die typische journalistische Ausdrücke und Konventionen verwendet. Der Sinn der chinesischen Originalmeldung wird dabei genau bewahrt.

原文:用政令替代同行评议?美将大刀阔斧改革科研资助体系

Zusammenfassung der Kerninhalte

Das Weiße Haus in den USA hat einen 412-seitigen Vorschlag zur Reform der Bundesforschungsförderung veröffentlicht, der am 1. Oktober in Kraft treten soll und alle Bundesforschungseinrichtungen wie das NIH (National Institutes of Health) und das NSF (National Science Foundation) betrifft. Der Kern der Reform besteht darin, dass Regierungsbeamte die Kontrolle über die Projektbewertung übernehmen sollen, die Befugnis zur vorzeitigen Kündigung von Projekten erweitert wird und internationale Zusammenarbeit eingeschränkt werden soll. Die Wissenschaftsgemeinschaft lehnt dies jedoch einstimmig ab und befürchtet, dass dies die Forschung politisieren und die akademische Freiheit zerstören könnte. Derzeit befinden sich beide Seiten in einer Pattsituation, und es ist noch ungewiss, wie der Gesetzestext letztendlich aussehen wird.

Was ändert sich mit der Reform? Fünf Hauptpunkte treffen die Schmerzpunkte der Forschungsgemeinschaft

Der Kerninhalt des Vorschlags wirkt wie fünf „Schwerter“, die direkt gegen die Arbeitsabläufe in der US-Forschung gerichtet sind:

1. Die Bewertungskompetenz wechselt von Experten zu Beamten: Früher entschieden Fachexperten über Forschungsprojekte (Peer-Review), jetzt müssen diese Projekte zunächst von von der Regierung ernannten Beamten genehmigt werden. Die Beamten beurteilen anhand von „nationalen Interessen“ und politischen Richtlinien; die Meinungen der Experten dienen nur als Referenz. Das bedeutet, dass die Auswahl der Projekte früher durch „Votum der Branchenveteranen“ erfolgte und jetzt von „Führungskräften“ entschieden wird.

2. Projekte können jederzeit abgebrochen werden: Die Regierung kann laufende Projekte willkürlich beenden, ohne den Forschern die Möglichkeit einer Berufung zu geben. Zuvor musste das NIH nach Klagen mehr als 600 Projekte wieder aufnehmen; dieser Punkt des Vorschlags dient offenbar der Vermeidung solcher Rechtsstreitigkeiten.

3. Internationale Zusammenarbeit wird eingeschränkt: Es wird ausdrücklich verboten, Bundesmittel für Kooperationen mit „feindlichen ausländischen Akteuren“ zu verwenden. Obwohl nicht explizit genannt wird, welche Länder gemeint sind, wird auf das „Wolf Amendment“ verwiesen, das die Zusammenarbeit im Raumfahrtbereich zwischen China und den USA einschränkt – dies zielt offensichtlich auf China ab. In Zukunft wird es schwieriger werden, amerikanische Mittel für gemeinsame Forschungsprojekte mit China zu erhalten.

4. Die Finanzierung von wissenschaftlichen Konferenzen ist festgelegt: Früher konnten Kongressekosten nachträglich erstattet oder hinzugefügt werden; jetzt müssen sie bereits bei der Projektanmeldung festgelegt werden. Wenn man kurzfristig an einer Konferenz teilnehmen möchte, muss man die Kosten selbst tragen.

5. Die Kosten für die Veröffentlichung von Artikeln fallen auf die Forscher: Früher wurden die Kosten für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln aus den Projektmitteln finanziert; jetzt müssen diese Ausgaben gekürzt werden – Forscher müssen die Kosten selbst tragen.

Warum will die Regierung die Reform durchsetzen? Sie behauptet, die Mittel würden von der Ideologie kontrolliert

Die Begründungen des Weißen Hauses klingen „vernünftig“:

– Das bisherige Forschungssystem sei von extrem linken Ideologien beeinflusst worden, wodurch viele Mittel nicht für „nationale Interessen“ eingesetzt wurden (z. B. Forschungen zu Themen, die als „link“ gelten).

– Ziel sei es, „Transparenz und Rechenschaftspflicht zu verbessern“, um die Steuergelder dort einzusetzen, wo sie für die USA nützlich sind (z. B. in Bereichen wie Chips, KI und Biomedizin).

Die Wissenschaftsgemeinschaft sieht dies jedoch als „Ausrede“ an – im Grunde möchte die Regierung die Forschung zu einem politischen Instrument machen.

Warum ist die Wissenschaftsgemeinschaft so empört? Sie fürchtet um ihre Arbeitsplätze und die Innovation

Fast alle Forscher lehnen die Reform ab, aus folgenden praktischen Gründen:

1. Akademische Freiheit wird zerstört: Beamte verstehen nichts von der Forschung und wählen Projekte anhand politischer Richtlinien aus; innovative Projekte, die nicht „politisch korrekt“ sind, könnten abgelehnt werden. Zum Beispiel könnten Forschungen zum Klimawandel keine Mittel erhalten, wenn die Regierung dies nicht unterstützt.

2. Unstabile Projekte gefährden Arbeitsplätze: Die vorzeitige Kündigung von Projekten könnte dazu führen, dass kleine Labore geschlossen werden und Forscher arbeitslos werden. Wissenschaftler der Oregon State University warnen, dass dies die medizinische Forschung beeinträchtigen könnte – beispielsweise die Forschung zu Krebs oder Infektionskrankheiten.

3. Unterbrechungen in der internationalen Zusammenarbeit: Die Wissenschaft kennt keine Grenzen; viele wichtige Durchbrüche (z. B. das COVID-19-Impfstoff) wurden durch internationale Kooperationen erreicht. Eine Einschränkung der Zusammenarbeit mit Ländern wie China würde die Forschung in den USA verlangsamen.

4. Veröffentlichung von Artikeln wird zu einer Belastung: Die Kosten für die Veröffentlichung von Artikeln können mehrere Tausend bis Zehntausende Dollar betragen; viele Forscher können diese nicht selbst tragen, was die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse und ihre Karrierechancen erschwert.

Wie sieht die aktuelle Situation aus? Die Forschergemeinschaft wartet ängstlich ab

Bis die Reform in Kraft tritt, sind noch einige Monate; die Forschergemeinschaft ist bereits in Panik:

– Viele Teams wagen es nicht, neue Projekte zu beantragen, aus Angst, dass ihnen die Mittel wieder gestrichen werden.

– Labore, die auf Bundesmittel angewiesen sind, beginnen mit Entlassungen und reduzieren die Umfang ihrer Forschungstätigkeiten.

– Die Wissenschaftsgemeinschaft protestiert massiv: Fast 2000 Personen haben eine Online-Konferenz abgehalten und mehr als 3500 Einwände eingereicht; es könnte auch zu Rechtsstreitigkeiten kommen.

Ob der Gesetzesvorschlag letztendlich geändert wird, ist ungewiss – wenn der Protest stark genug ist, könnten einige extreme Punkte entfernt werden; wenn die Regierung jedoch durchsetzt, könnte die US-Forschung rückgängig gemacht werden.

Welche Auswirkungen hat dies auf die Zusammenarbeit zwischen China und den USA? Eine deutliche Entfremdung

Der Vorschlag bezieht sich ausdrücklich auf das „Wolf Amendment“, das die Zusammenarbeit im Raumfahrtbereich zwischen China und den USA einschränkt – dies bedeutet, dass chinesische Forscher möglicherweise nicht mehr an amerikanischen Projekten teilnehmen dürfen. Chinesische Wissenschaftler werden Schwierigkeiten haben, amerikanische Fördermittel zu erhalten. Einige Bereiche, die auf Zusammenarbeit zwischen China und den USA angewiesen sind (z. B. Life Sciences, KI), könnten dadurch betroffen sein.

Entscheidet sich diese Reform für eine „Optimierung“ oder wird sie zu einem „Desaster“? Die ganze Welt beobachtet die Entwicklung – wenn die US-Forschung ihre Neutralität verliert, könnte das Land seine führende Position in der Weltwissenschaft aufgeben.