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Mieten in Peking, Shanghai und Shenzhen steigen seit drei Monaten kontinuierlich – die ersten Städte entwickeln dabei eine eigene, unabhängige Marktentwicklung.

原文:北上深房租连涨三个月,一线城市走出“独立行情”

Zusammenfassung der Kerninhalte

Der nationale Mietmarkt befindet sich weiterhin in einer Anpassungsphase, doch die Mieten in den ersten Städten entwickeln eine eigenständige Entwicklung: Sie steigen bereits drei Monate in Folge monatlich an und haben im Vergleich zum Vorjahr von einem Rückgang auf einen Anstieg umgeschwenkt (im ersten Halbjahr). Peking, Shanghai und Shenzhen sind die Haupttreiber dieses Anstiegs, während Guangzhou etwas schwächer abschneidet. Hinter diesen Entwicklungen stecken unter anderem die Nachfrage nach Arbeitsplätzen, der Wandel in den Mietvorstellungen junger Menschen von einer vorübergehenden zu einer dauerhaften Wohnform sowie der Zuwachs an institutionalisierten Mietwohnungen. In den zweiten und dritten Städten hingegen sinken die Mieten weiter, allerdings mit abnehmendem Tempo. Der Markt ist in die zweite Hälfte seiner Anpassungsphase eingetreten; die bevorstehende Absolventensaison wird zu einer strukturellen Veränderung führen – in den Kernstädten steigt die Nachfrage, während in den kleineren Städten kaum eine Erhöhung der Mieten zu erwarten ist.

Warum können die Mieten in den ersten Städten gegen den Trend ansteigen?

Von März bis Mai dieses Jahres stiegen die Mieten in den ersten Städten monatlich an, im Mai um 0,16 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten sie sogar einen Anstieg von 0,21 Prozent. Peking, Shanghai und Shenzhen waren die führenden Städte, wobei Shanghai mit einem Monatsanstieg von über 0,5% am stärksten war. In den Haupt- und Industriegebieten von Peking und Shenzhen stiegen die Mieten moderat, während in Guangzhou ein Rückgang zu verzeichnen war.

Der Schlüssel für diesen Anstieg liegt in der hohen Bevölkerungsdichte und der vielen Arbeitsmöglichkeiten:

  • Stabile industrielle Basis: Die ersten Städte verfügen über hochwertige Industrien (z. B. das Internet in Peking, die Finanzwirtschaft in Shanghai, die Technologiebranche in Shenzhen), was viele junge Menschen anzieht und somit die Nachfrage nach Mietwohnungen steigert;
  • Starke saisonale Nachfrage: Der Rückkehrstrom der Arbeitnehmer nach dem Frühlingsfest sowie die Annäherung der Absolventensaison führen zu einer konzentrierten Nachfrage nach Mietwohnungen;
  • Höhere Erwartungen der Vermieter: In einem Wohnviertel in Peking-Fangshan stieg der Verkaufspreis für eine Wohnung gleicher Größe innerhalb einer Woche von 2500 auf 2600 Yuan – die Vermieter sehen einen Marktaufschwung und sind nicht mehr bereit, den Preis zu senken.

Junge Menschen und das Mieten: Von einer vorübergehenden zur dauerhaften Wohnform

Früher dienten Mietwohnungen in erster Linie als Übergangslösung, bis man sich ein eigenes Haus kaufen konnte. Heute betrachten viele junge Menschen das Mieten jedoch als dauerhafte Wohnform:

  • Veränderte Einstellungen: 80 % der Mieter sind bereit, fünf bis sechs Jahre oder länger zu mieten; fast 40 % denken derzeit nicht an den Kauf eines Hauses;
  • Vielfalt der Mietergruppen: Zum ersten Mal übersteigt der Anteil der Mieter über 30 Jahren 50 Prozent (Daten aus dem Jahr 2025); 70 % mieten mit Familienmitgliedern (Partnern, Kindern, Eltern), was zeigt, dass das Mieten nicht mehr ausschließlich auf junge Menschen beschränkt ist. Die Nachfrage nach „Verbesserungsmietwohnungen“ für Familien nimmt zu;
  • Hintergrund dieser Entwicklung: Viele Menschen möchten sich nicht an Hypotheken binden und verbessern ihre Wohnqualität durch langfristiges Mieten sowie das „Mieten, um andere zu mieten“ (d.h. ihr eigenes Haus zu vermieten und dafür ein besseres zu mieten).

Institutionalisierter Mietwohnungsanbau löst Probleme mit alten, heruntergekommenen Wohnungen

Früher dominierten private Vermieter auf dem Mietmarkt – die Qualität der Wohnungen war oft schlecht. In 40 wichtigen Städten des Landes machten Wohnungen, die älter als 20 Jahre waren, 39,2 % aus; viele dieser alten Wohnungen konnten nicht vermietet werden. Heute treten „seriöse Akteure“ auf den Markt:

  • Staatsunternehmen führen den Weg an: Zum Beispiel hat das Beijing Capital Group 60 Milliarden Yuan für spezielle Langzeitmietkredite bereitgestellt, mit dem Ziel, innerhalb von zwei Jahren 30.000 Wohnungen zu verwalten;
  • Wachsendes Ausmaß der Institutionalisierung: Im Mai 2026 eröffneten die Top-30-Langzeitmietunternehmen insgesamt 1,457 Millionen Wohnungen; staatliche Unternehmen machen dabei einen Anteil von 28 % aus und dieser Anteil steigt weiter;

+ Vorteile: Institutionell verwaltete Wohnungen sind standardisiert (einheitliche Renovierungen, gute Dienstleistungen), was die Nutzung leer stehender älterer Wohnungen ermöglicht und die Bedürfnisse von Familienmietern erfüllt.

Differenzierte Entwicklung auf nationaler Ebene: Die ersten Städte stabilisieren sich, die zweiten und dritten Städte befinden sich weiter in der Anpassungsphase – doch der Tiefpunkt ist bald erreicht

Der nationale Mietmarkt hat sich noch nicht vollständig erholt: Im Mai sank die durchschnittliche Miete in 50 Städten monatlich um 0,11 %; in den zweiten und dritten Städten war der Rückgang sogar stärker (2,7 % bzw. 2 %). In 50 Städten stiegen nur 11 Mieten, während 39 fielen (in Beihai lag der Rückgang mit 1,07 % am stärksten).

Aber es gibt auch gute Nachrichten:

  • Der Rückgang der Mieten verlangsamt sich: Der Jahresvergleich zeigt einen Rückgang um 0,21 Prozentpunkte – das bedeutet, dass der Raum für weitere Preissteigerungen begrenzt ist;
  • Zukünftige strukturelle Entwicklungen: Die Absolventensaison im Juni (12,7 Millionen Absolventen) wird zu einem wichtigen Treiber: In den Kernstädten (z. B. Hangzhou, Chengdu) wird die Nachfrage nach Mietwohnungen aufgrund vieler Arbeitsmöglichkeiten weiter steigen; in kleineren Städten hingegen bleibt die Nachfrage begrenzt – die Mieten werden daher nur langsam sinken;
  • Fazit: Der Markt ist in die zweite Hälfte seiner Anpassungsphase eingetreten; die Schwankungen der Mieten werden geringer. Aufgrund der guten Grundlagen werden sich die Mieten in den ersten Städten zuerst stabilisieren.

Zusammenfassung

Der Mietmarkt in den ersten Städten erholt sich aufgrund einer Kombination aus industriellen Entwicklungen, Bevölkerungswachstum und veränderten Einstellungen. Obwohl der nationale Markt noch in der Anpassungsphase ist, nähert er sich bereits dem „Tiefpunkt“. In Zukunft wird die Differenzierung zwischen Kernstädten und kleineren Städten weiter zunehmen. Für Mieter werden die Mieten in den Kernstädten allmählich steigen, während sie in kleineren Städten relativ günstiger bleiben. Für Vermieter sind Wohnungen in den ersten Städten weniger anfällig für Preisrückgänge, während in kleineren Städten weitere Preissenkungen erforderlich sein könnten. Der Zuwachs an institutionell verwalteten Mietwohnungen verbessert die Mietqualität – es wird immer einfacher werden, Wohnungen zu finden, die sich wie ein „Zuhause“ anfühlen.