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Deutscher Titel: Tao Dong: Die globalen Aktienmärkte sind in eine Reihe von Katastrophen geraten

原文:陶冬:全球股市陷入连环劫

Zusammenfassung der Kerninhalte

Diese Nachricht konzentriert sich auf vier Hauptthemen: die Auswirkungen von US-Wirtschaftsdaten, die Volatilität an den globalen Märkten, das Leverage-Risiko für südkoreanische Privatanleger sowie Veränderungen in den Goldreserven der Zentralbanken. Sie analysiert die aktuellen Kernkonflikte in der Weltwirtschaft: Die übererwartet gute Beschäftigungslage in den USA löst Befürchtungen vor Zinserhöhungen aus, was zu Druck auf Aktien- und Anleihemärkte führt; südkoreanische Privatanleger haben ihre Investitionen in Aktien deutlich erhöht und stehen nun vor dem Risiko, bei fallenden Kursen gezwungen zu sein, ihre Positionen zu verkaufen; Zentralbanken weltweit verstärken aufgrund der „Waffenisierung“ des Dollars ihren Goldbesitz und zeigen einen Trend zur Entdollarisierung; zudem werden die politischen Herausforderungen des neuen Fed-Vorsitzenden sowie wichtige Ereignisse dieser Woche hervorgehoben.

I. Sind zu gute Beschäftigungszahlen in den USA der Grund für den Rückgang an den Aktienmärkten? – Die Kettenreaktionen auf Erwartungen von Zinserhöhungen

Im Mai stieg die Zahl der neuen Arbeitsplätze in den USA um 172.000, doppelt so viel wie erwartet. Eigentlich ein positives Zeichen für die Wirtschaft – doch die Märkte reagierten panisch: Starke Beschäftigung bedeutet, dass die Wirtschaft noch überhitzt ist und die Inflation möglicherweise nicht unter Kontrolle gebracht werden kann, was zu Zinserhöhungen führen könnte (einfach ausgedrückt: Höhere Zinsen erhöhen die Kosten für Kredite, wodurch Unternehmen weniger investieren und Verbraucher weniger ausgeben, was der Wirtschaft einen Dämpfer gibt).

Die Markterwartungen änderten sich sofort: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember stieg von 32% auf 43%. Zusätzlich wird SpaceX nächste Woche eine IPO durchführen, wodurch große Mengen an Kapital aus den Aktienmärkten abgezogen werden. Investoren versuchten daher, ihre Gewinne zu sichern, indem sie Aktien verkauften – selbst Trumps Aussage, dass die Aktienkurse steigen sollten, half nicht.

II. Stehen südkoreanische Anleger vor dem Risiko, durch Leverage-Strategien Schaden zu nehmen?

Südkoreanische Privatanleger sind in letzter Zeit sehr aktiv: Im Jahr 2020 wurden weniger als 6 Billionen Won für Aktieninvestitionen aufgenommen; jetzt sind es fast 38 Billionen Won – ein Anstieg um das Fünffache seit Jahresbeginn! Sie konzentrieren sich auf Technologieaktien wie SK Hynix (Kursanstieg von 300%) und Samsung Electronics (Kursanstieg von 170%) und nutzen dabei Leverage (d.h. sie leihen Geld von Brokern, um in Aktien zu investieren).

Das Risiko des Leverages liegt darin, dass Gewinne bei steigenden Kursen verdoppelt werden können, Verluste jedoch ebenfalls verdoppelt werden, wenn die Kurse fallen. Wenn die Aktienkurse sinken, müssen die Leihnehmer zusätzliches Geld aufbringen; können sie dies nicht, werden ihre Positionen von den Brokern zwangsweise verkauft („Margin Call“), was zu weiteren Kursverlusten führt. Angesichts des starken Rückgangs am Nasdaq sind südkoreanische Anleger aufgrund ihrer konzentrierten Investitionen und des Einsatzes von Leverage besonders betroffen.

III. Warum kaufen alle Zentralbanken Gold? – Die Hintergründe der Entdollarisierung

Ein Bericht der Europäischen Zentralbank zeigt, dass der Anteil von Gold in den weltweiten Reserven bis Ende 2025 von 20% auf 27% steigen wird und Gold die US-Staatsanleihen als wichtigste Reservequelle überholen könnte. Dies ist das erste Mal seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, dass Gold wieder bevorzugt wird.

Warum plötzlich so viel Interesse an Gold besteht? Hauptsächlich wegen der „Waffenisierung“ des Dollars: Im Jahr 2022 haben die USA russische Dollarvermögen eingefroren, und andere Länder fürchten, bei Konflikten mit den USA in ähnliche Situationen zu geraten. Daher reduzieren sie ihre Dollarbestände und kaufen Gold – schließlich wird Gold nicht eingefroren und gilt als sicherer Investitionsschutz. Allerdings werden die anderen Währungen (Euro, Yen) ebenfalls nicht als besonders zuverlässig angesehen; der Dollar ist im Vergleich dazu immer noch relativ vertrauenswürdig – allerdings müssen die Länder vorsichtiger sein.

IV. Die „Dilemma“ des neuen Fed-Vorsitzenden: Das Weiße Haus möchte Zinssenkungen, der Markt erwartet Zinserhöhungen

Der neue Fed-Vorsitzende Powell wollte ursprünglich drei Dinge erreichen: die Reduzierung der Zentralbankreserven, eine Senkung der Zinsen und Reformen am Fed-System. Doch die aktuellen Beschäftigungs- und Inflationsdaten machen eine Zinssenkung unmöglich – der Markt erwartet vielmehr Zinserhöhungen.

Dies steht im Widerspruch zu den Forderungen des Weißen Hauses: Trump wünscht sich steigende Aktienkurse, da niedrige Zinsen Unternehmen dazu bringen würden, mehr zu investieren und Verbraucher mehr auszugeben. Powell könnte argumentieren, dass die Energieinflation vorübergehend ist und keine Zinserhöhung notwendig sei – doch eine solche Entscheidung würde mit den Zielen des Weißen Hauses konflitzen.

Außerdem leiden amerikanische Verbraucher unter der Inflation: Mittel- und niedrigereinkommensfamilien investieren nicht in die Aktienmärkte, ihr Einkommen hinkt hinter der Inflation her, und sie müssen sparen – dies ist ein Beispiel für eine „K-förmige Wirtschaft“: Auf der einen Seite boomen Investitionen in KI und das BIP-Wachstum, auf der anderen Seite haben normale Familien Schwierigkeiten und Unternehmen zögern mit Investitionen.

V. Die wichtigsten Ereignisse dieser Woche, die Ihr Geldbeutel beeinflussen könnten:

1. SpaceX-IPO: Es wird erwartet, dass dies Kapital aus den Aktienmärkten abzieht und somit weiteren Druck auf diese ausübt.

2. Regelmäßige Sitzung der Europäischen Zentralbank: Es wird mit einer Zinserhöhung um 0,25% gerechnet; Lagarde könnte die zukünftige Politik erläutern.

3. US-CPI-Daten: Eine Inflationsrate von über 4% ist möglich; falls diese Überraschend hoch ausfällt, steigt die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen weiter.

4. Chinesische Monatsdaten und US-Konsumvertrauen: Chinesische Daten spiegeln die globale Nachfrage wider, während das US-Konsumvertrauen die Wirtschaftserwartungen beeinflusst.

All diese Ereignisse werden direkt die Aktienmärkte, Anleihemärkte und Rohstoffpreise beeinflussen und verdienen daher Aufmerksamkeit.

Insgesamt befinden sich die globalen Märkte in einer turbulenten Zeit: Zinserhöhungen, Leverage-Risiken, geografische Konflikte und der Trend zur Entdollarisierung verbinden sich. Investoren müssen besonders vorsichtig sein – insbesondere diejenigen, die Geld leihen, um in Aktien zu investieren. Sie sollten vermeiden, dass schnelles Geldverdienen zu großen Verlusten führt.