虎嗅

**Universitäten sind damit beschäftigt, Geisteswissenschaftsstudien mit dem „Nachnamen“ KI zu versehen**

原文:大学正忙着给文科专业冠上AI姓氏

Zusammenfassung der Kerninhalte

Unter dem Einfluss der AI-Welle haben inländische Hochschulen eine Welle von Reformen im Bereich „Geisteswissenschaften + AI“ ausgelöst. Doch die Qualität der Ausbildung variiert stark zwischen verschiedenen Hochschulstufen: Spitzenuniversitäten verfügen über die Ressourcen für systematische Ausbildungsprogramme (z. B. Doppelabschluss-Programme, Neugestaltung des Lehrplans), haben jedoch hohe Zugangshürden; an ordinären Hochschulen erfolgt lediglich eine „Namenänderung“ – ohne tatsächliche Verbesserungen im Lehrinhalt oder an der Ausstattung. Eltern und Studierende sind bei der Wahl dieser Programme voller Unsicherheit: Einige möchten vom AI-Boom profitieren, andere fürchten Fehltritte; viele Studierenden stellen jedoch fest, dass die beruflichen Möglichkeiten nach dem Abschluss eher begrenzt sind, und kehren letztendlich zu traditionellen Geisteswissenschaften zurück.

Warum setzen Hochschulen so stark auf „Geisteswissenschaften + AI“?

Der Druck der Überlebensnot zwingt sie dazu.

Das gemeinsame Angebot von „Geisteswissenschaften + AI“ dient in erster Linie dem Überleben der Hochschulen:

  • Politischer Druck: Ab 2024 führt das Land ein „Rot-Gelb-System für Studiengänge“ ein – Studiengänge mit niedriger Absolventenzahl erhalten eine gelbe Markierung; bei wiederholten Problemen kann die Aufnahme eingestellt werden. Viele Geisteswissenschaften haben ohnehin Schwierigkeiten beim Finden von Arbeitsplätzen.
  • Ressourcenknappheit: Die Anzahl der Einschreibungen beeinflusst die Studiengebühren, finanzielle Mittel und die Bewertung der Hochschulen. Wenn sich keine Studierenden für einen Studiengang interessieren, verlieren die Hochschulen wichtige Ressourcen. Ein „AI-Label“ kostet wenig (keine großen Laborausbauten) und zieht potenzielle Studierende an.
  • Mitmachgeist: AI ist der aktuelle Trend – alle Hochschulen wollen nicht zurückbleiben. Von Spitzenuniversitäten bis zu lokalen Universitäten zweiten Grades versuchen sie, sich als „zeitgemäß“ darzustellen. Beispielsweise hat die Fudan-Universität den Anteil der Geisteswissenschaften von 30–40 % auf 20 % reduziert und Platz für interdisziplinäre Studiengänge geschaffen; die Communication University of China hat 16 traditionelle Studiengänge eingestellt und sich auf intelligente Bereiche konzentriert.

Unterschiede zwischen Spitzen- und ordinären Hochschulen: Welcher „Wert“ hat „Geisteswissenschaften + AI“?

Selbst bei „Geisteswissenschaften + AI“ gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Hochschulen:

  • Spitzenuniversitäten: Es handelt sich um echte Reformen – allerdings mit hohen Zugangshürden. Programme wie der Doppelabschluss der Fudan-Universität oder das neue Studiengang „Intelligente Audiovisuelle Technologie“ der Communication University of China verfügen über professionelle Partnerschaften und erfordern einen selektiven Auswahlprozess für die Studierenden.
  • Ordinäre Hochschulen: Es handelt sich um kosmetische Veränderungen – sie fügen nur wenige Kurse (z. B. Python, Datenstrukturen) zu traditionellen Geisteswissenschaften hinzu; Kernfähigkeiten wie Programmierung oder 3D-Modellierung werden kaum vermittelt. Ein Elternteil stellte bei der Recherche fest: Selbst Hochschulen mit schwachen Grundlagen in Geisteswissenschaften können keine angemessenen Lehrkräfte und Labore für solche Programme bereitstellen.

Verwirrung von Eltern und Studierenden

Die Entscheidungen zwischen den verschiedenen Optionen sind vielfältig und oft widersprüchlich:

  • Besorgte Eltern: Ein Elternteil aus Hebei wurde durch Videos über „Chinesische Sprache + AI“ angeregt und wollte, dass ihr Sohn davon profitiert; sie wusste jedoch nichts über die tatsächliche Qualität der Ausbildung.
  • Rationale Eltern: Eine Elterntein in Peking konsultierte Experten und entschied sich für „Digitale Geisteswissenschaften“, stellte aber später fest, dass die Versprechen bezüglich beruflicher Chancen zu vage waren.
  • Verunsicherte Studierende: Ein Studierender aus Chongqing wollte einen Studiengang der „Geisteswissenschaften + Informatik“ an einer technischen Hochschule aufnehmen; ein älterer Student warnte ihn davor, dass die Studierenden nach dem ersten Jahr je nach Notendurchschnitt in andere Studiengänge umgeleitet werden könnten.
  • Enttäuschte Studierende: Eine Studentin aus Jiangxi stellte bei ihrem Studium an einer lokalen Pädagogischen Hochschule fest, dass der Lehrplan unstrukturiert und die Praxismöglichkeiten begrenzt waren – sie kehrte schließlich zu traditionellen Geisteswissenschaften zurück.

Die Realität des Berufslebens nach dem Abschluss

Die beruflichen Aussichten für Studierende mit „Geisteswissenschaften + AI“ sind nicht so rosig, wie es oft dargestellt wird:

  • Mangelnde Fachkenntnisse: Viele Unternehmen fordern fundierte statistische Kenntnisse – viele „Geisteswissenschaften + AI“-Studierende verfügen jedoch nicht über diese.
  • Keine klaren Karrieremöglichkeiten: Nur wenige Studierende finden Arbeitsplätze in großen Unternehmen; die meisten kehren zu traditionellen Geisteswissenschaften zurück.
  • Einziges ernsthaftes Ziel: Weiterbildung: Um wirklich im Bereich der AI zu arbeiten, ist ein Master- oder Doktortitel erforderlich – dies ist für Studierende an ordinären Hochschulen jedoch häufig schwierig.

Bedenken hinsichtlich des „AI-Labels“

Die Reformen sind eher eine Notlösung der Hochschulen gegenüber dem Überlebensdruck und nicht ein echter Fortschritt in den Disziplinen:

  • Inkomplete Lehrpläne: Viele Programme bestehen aus einer Mischung aus traditionellen Geisteswissenschaften und wenigen AI-Kursen.
  • Unzureichende Ausbildung: An ordinären Hochschulen fehlen qualifizierte Lehrkräfte für AI; die Qualität der Ausbildung ist entsprechend schlecht.
  • Studierende als Versuchskaninchen: Die ersten Studierenden dieser Programme werden oft als „Versuchstiere“ verwendet – niemand weiß genau, was die Zukunft bringt.

Insgesamt ist „Geisteswissenschaften + AI“ kein Allheilmittel: Spitzenuniversitäten eignen sich für fähige Studierende; an ordinären Hochschulen sollte man bei der Wahl solcher Programme vorsichtig sein. Eltern und Studierende sollten die Lehrkräfte, den Lehrplan sowie die beruflichen Möglichkeiten genau prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffen.