Zusammenfassung der Kerninhalte
Das mit 350 Millionen Monatsnutzern große Produkt „DouBao“ hat kürzlich kostenpflichtige Abonnements eingeführt, deren Preise zwischen 68 und 5088 Yuan liegen. Die Ablehnung seitens der Nutzer ist jedoch stark (mehr als 80 % sind dagegen), was zu einem Rückgang der Monatsnutzerzahl um 6,1 Millionen geführt hat. Der Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Nutzer ist, dass die Preise mit denen ausländischer Produkte vergleichbar sind, während die Leistung nicht mithalten kann – der Unterschied zwischen den kostenpflichtigen und kostenlosen Versionen ist gering und das Benutzererlebnis schlecht (z. B. lange Wartezeiten bei Aufträgen oder unzuverlässige Antworten). ByteDance drängt darauf, „DouBao“ zu monetarisieren, da die Investitionen in KI-Leistung und Forschung zum Rückgang des Nettogewinns geführt haben. Neben dem Abonnementmodell versucht „DouBao“ auch andere Verwertungswege wie E-Commerce und Gruppenkauf, jedoch mit mäßigem Erfolg. Im Vergleich zu ausländischen Anbietern wie OpenAI sowie inländischen Konkurrenten wie Zhipu besteht bei „DouBao“ noch ein Defizit in spezialisierten Bereichen (Programmierung, Büroarbeit). In Zukunft muss das Unternehmen einen Ausgleich zwischen Kommerzialisierung und Benutzererlebnis finden.
Detaillierte Analyse
1. Warum lehnen die Nutzer die Gebühren für „DouBao“ ab? – Hohe Preise und schlechte Leistung
Die Preisstrukturen von „DouBao“ sind nicht niedrig: Die Standardversion kostet 68 Yuan/Monat, die verbesserte Version 200 Yuan/Monat und die professionelle Version 500 Yuan/Monat. Im Vergleich dazu beträgt der Preis für ChatGPT Plus nur etwa 135 Yuan/Monat und für Claude Max rund 676 Yuan/Monat – doch die Funktionalitäten von „DouBao“ sind deutlich schlechter. Die Nutzer sind besonders verärgert darüber, dass sie für das Geld keine entsprechende Leistung erhalten:
- Geringer Unterschied zwischen kostenpflichtiger und kostenloser Version: Die professionelle Version bietet keine individuellen Funktionen (z. B. exklusiver Server, längere Dialogspeicherung);
- Schlechtes Benutzererlebnis: Für die verbesserte Version ist ein Wartezeit von 2 Minuten erforderlich, um Berichte zu erstellen, und die integrierten Plugins sind unzureichend;
- Unzuverlässige Antworten: Oft werden unsinnige oder falsche Informationen gegeben, weshalb Nutzer andere KI-Dienste zur Überprüfung nutzen müssen.
In einer Umfrage auf Weibo stimmten 88.000 von 91.000 Teilnehmern gegen die Gebühren; Nutzer im Trendbeitrag sagten direkt, sie würden das Produkt deinstallieren – letztendlich liegt das Problem in der zu geringen Preis-Leistungs-Verhältnis.
2. Warum drängt ByteDance darauf, „DouBao“ zu monetarisieren? – KI ist ein kostspieliges Geschäft
Der AI-Bereich ist äußerst ressourcenintensiv, insbesondere was die Kosten für Rechenleistung (GPU-Chips) betrifft. Der Nettogewinn von ByteDance ist im Jahr 2025 um 70 % gesunken; obwohl offiziell auch steuerliche Faktoren eine Rolle spielen, liegt der Hauptgrund in den hohen Investitionen in KI. In den letzten Quartalen wurden große Mengen an Rechenleistung und Forschungsmodellen gekauft.
ByteDance war bisher darauf ausgerichtet, kostenlose Dienste anzubieten, um Nutzer zu gewinnen und anschließend durch Werbung Gewinne zu erzielen – doch bei KI ist das anders: Je mehr kostenlose Nutzer es gibt, desto mehr Rechenleistung wird verbraucht und desto mehr Kosten entstehen. Die Einführung von Gebühren für „DouBao“ ist eine Notlösung, um die Kosten zu decken; außerdem entspricht der Abonnementmodell der aktuellen Branchentrend (auch ChatGPT und Anthropic erheben Gebühren).
3. Hat „DouBao“ genug Wettbewerbsfähigkeit durch Gebührenerhebung? – Schlechte Fachkenntnisse im Vergleich zu Konkurrenten
Der Vorteil von „DouBao“ liegt in der großen Nutzerbasis, doch die Kernfunktionen reichen nicht aus:
- Programmierung: Zhipu’s GLM5.1 kann 8 Stunden unabhängig arbeiten und erzielt hochwertige Ergebnisse; das entsprechende Paket ist häufig ausverkauft. Das Coding-Modell von „DouBao“ wurde erst im November 2025 veröffentlicht und seitdem nicht mehr aktualisiert;
- Büroarbeit: Tencent’s WorkBuddy bietet 7×24-Stunden-Dienste durch digitale Experten; Zhipu’s Modelle sind stabil und zuverlässig. „DouBao“ hingegen stößt häufig auf Fehler und kann langfristige Aufgaben nicht gut bewältigen;
- Vergleich mit ausländischen Anbietern: ChatGPT wird derzeit in eine „Superanwendung“ umgewandelt, die sowohl für Programmierung als auch für Zeitmanagement genutzt werden kann; „DouBao“ bleibt bei grundlegenden Funktionen wie Chatten und Gesellschaft stehen.
Ohne einzigartige oder unersetzliche Funktionen haben Nutzer keinen Grund, Geld auszugeben.
4. Gibt es weitere Möglichkeiten zur Monetarisierung von „DouBao“? – E-Commerce und Gruppenkauf sind erfolglos
Neben dem Abonnementmodell probiert „DouBao“ auch andere Verwertungswege:
- E-Commerce: Es wurde die Funktion „Frage vor dem Kauf bei DouBao“ eingeführt; diese verbindet mit den kleinen Geschäften auf TikTok, doch die Zugangsstelle ist auf Platz 9 gelandet (muss über drei Bildschirme scrollt werden), was auf mäßigen Erfolg hindeutet. Die Konvertierungsrate von OpenAI’s E-Commerce-Lösungen liegt bei nur 1 % – doch ByteDance verfügt über einen vollständigen Geschäftsprozess (Bezahlung, Nachverkauf) und hat daher noch Chancen;
- Gruppenkauf: Es werden lokale Dienste empfohlen, wodurch der Kauf direkt möglich ist, ohne auf TikTok umzuleiten;
- PC-Funktionen: Ein integrierter Browser und Cloud-Speicher werden genutzt, um weitere Anwendungsszenarien zu erproben.
All diese Ansätze befinden sich noch in der Erprobungsphase und zeigen bisher keine deutlichen Erfolge.
5. ByteDaces tiefere Strategien: Mehr als nur Geld mit „DouBao“ verdienen – auch Kosten senken
ByteDace möchte nicht nur durch „DouBao“ Gewinne erzielen, sondern auch eine „Effizienzrevolution“ vorantreiben:
- Liang Rubo betont die Notwendigkeit, die Nutzung von Rechenleistung zu verbessern und eigene CPUs zu entwickeln; steigende Chippreise und knappe Lieferungen machen dies notwendig.
- Der „Volcano Engine“ wurde durch Seedance 2.0 populär – ausreichend Rechenleistung ist jedoch nicht vorhanden, daher muss die Effizienz gesteigert werden;
- Ein Ausgleich zwischen großflächigen Investitionen in Technologie und Vermeidung von Verschwendung ist erforderlich: Spitzenunternehmen investieren jährlich Milliarden von Dollar; niedrige Effizienz bedeutet erhebliche Ressourcenverschwendung.
Die Einführung von Gebühren für „DouBao“ dient auch dazu, Kosten zu senken und neue Gewinnquellen in der KI-Ära zu finden – doch ob es ByteDace gelingt, Kommerzialisierung und Benutzererlebnis in Einklang zu bringen, wird die Zukunft zeigen.