虎嗅

**„Die Sicherheitslinie verstärken und die gefährlichen Untiefen der Globalisierung verlassen“**

原文:筑牢安全线,驶离全球化险滩

Zusammenfassung der Kerninhalte

Das Ausmaß des Markteintritts chinesischer Unternehmen ins Ausland hat sich auf 50.000 Unternehmen erhöht, und ihre ausländischen Investitionen gehören weltweit zu den größten. Doch die aktuelle instabile geopolitische Situation (Konflikte, Sanktionen, Zensur) hat aus dem einstigen „blauen Meer“ der Möglichkeiten einen „Testplatz für Risiken“ gemacht. Die Logik der Unternehmensglobalisierung hat sich von der „Effizienzorientierung“ auf die „Sicherheit“ verändert. Unternehmen stehen vor fünf Hauptrisiken: geopolitischen Bedrohungen, Finanzierungsproblemen, Problemen in der Lieferkette, Sekundarsanktionen und dem Schutz ihrer Vermögenswerte. Um diesen Risiken zu begegnen, müssen sie systematische Präventions- und Kontrollmaßnahmen ergreifen, darunter gründliche Untersuchungen, die Nutzung von Finanzinstrumenten zur Absicherung, die Bereitstellung redundanter Lieferketten sowie die Einrichtung dynamischer Warnsysteme.

Warum ist es heute schwieriger, ins Ausland zu expandieren? – Der Wandel der Logik von „Effizienzorientierung“ zu „Sicherheit als Priorität“

Früher ging es bei der Expansion ins Ausland darum, „mehr Geld zu verdienen“ – beispielsweise durch den Bau von Fabriken in Ländern mit niedrigen Kosten oder die Eröffnung neuer Märkte. Doch die internationale Situation hat sich geändert: Geopolitische Konflikte (wie der Russisch-Ukrainische Krieg oder die Krise im Roten Meer) sowie das Kräftemessen der Großmächte (insbesondere Europa und die USA gegenüber chinesischen Branchen) haben die Sicherheit zur obersten Priorität gemacht.

Ein Beispiel: Früher könnten Unternehmen einfach in Länder mit großem Marktpotenzial investiert haben, ohne sich viele Gedanken zu machen. Heute müssen sie jedoch vorab prüfen, ob es zu Kriegen kommen könnte, ob Sanktionen verhängt werden oder ob sie ihr Geld zurückbekommen können. Die traditionelle Vorgehensweise, erst einmal zu handeln und dann zu reagieren, ist nicht mehr ausreichend – es ist notwendig, im Voraus Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Fünf Hauptrisiken für den Markteintritt ins Ausland – Jedes Risiko bedeutet finanzielle Verluste

1. **Geopolitische Risiken**: „Parteilichkeiten“ oder Zensur machen Geschäfte unmöglich

Es geht nicht um abstrakte politische Auseinandersetzungen, sondern um konkrete Auswirkungen: Beispielsweise führten Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo dazu, dass chinesische Bergbauunternehmen ihre Tätigkeit einstellen mussten, und politische Veränderungen in Ecuador sorgten dafür, dass Wasserkraftwerke in Arbitrageverfahren gerieten.

Am schlimmsten ist die Unvorhersehbarkeit: Investitionen in Milliardenwerte können durch einen Konflikt oder eine plötzliche politische Veränderung zunichte gehen, wodurch hohe Sicherheitskosten und Anwaltskosten entstehen – manche Unternehmen müssen sogar den Markt verlassen.

2. **Finanzierungs- und Abrechnungsrisiken**: „Geld verdient, aber nicht zurückgehalten“

Beispielsweise kann die Regierung von Kamerun keine Zahlungen für Bauvorhaben leisten, was zu Stillständen führt; neue Regierungen in Argentinien kürzen Ausgaben, wodurch Wasserkraftwerke stillgelegt werden; der ägyptische Pfund verliert täglich an Wert, sodass verdientes Geld nicht in US-Dollar umgetauscht werden kann – das bedeutet, man gewinnt den Auftrag, verliert aber das Geld.

Drei Hauptprobleme: Regierungsverschulden (Unterbrechung der Cashflows), Währungsschwankungen (Verringerung von Gewinnen) und eingefangenes Geld (Unmöglichkeit der Zahlung).

3. **Lieferkettenrisiken**: „Ware nicht geliefert“ oder „gefangen gehalten“

Beispielsweise führen die Konflikte im Roten Meer dazu, dass Handelsschiffe Umwege machen müssen; Teslas Fabrik in Deutschland stellt den Betrieb wegen Materialmangels ein; die USA beschlagnahmen chinesische Photovoltaikkomponenten unter dem Vorwand von Zwangsarbeit; Saudi-Arabien fordert, dass Unternehmen dort ihren Hauptsitz und lokale Materialien verwenden – dies erhöht die Geschäftsbarrieren.

Verluste: Entweder muss man wegen Vertragsverletzungen zahlen oder die Kosten steigen dramatisch (Umwege, Lagerhaltungskosten).

4. **Sekundarsanktionen**: Die tödlichen Auswirkungen der US-„Long-Arm-Jurisdiktion“

US-Sanktionen sind wie das Schwert des Damokles: Huawei wurde von Chiplieferanten abgeschnitten, TikTok wurde aufgefordert, seine Geschäfte einzustellen; russische Banken wurden aus dem SWIFT-System ausgeschlossen, was auch die Konten von Unternehmen in Drittländern betraf.

Konsequenzen: Sofortige Blockaden von Konten, Stillstand der globalen Geschäfte – manche Manager werden sogar gesucht.

5. **Risiken beim Schutz des Vermögenswerts**: „Menschen und Geld verloren“ in Kriegszeiten

Beispielsweise mussten chinesische Unternehmen während des Konflikts im Irak ihre Mitarbeiter evakuieren, wobei die zurückgelassenen Anlagen zerstört wurden; während des Konflikts im Sudan wurden Baumaschinen und Lager geplündert; Handelsschiffe im Roten Meer wurden durch Raketenangriffe versenkt.

Schwierigkeiten: Schweres Vermögen (Ausrüstung, Fabriken) ist schwer zu transportieren, Versicherungen decken diese Risiken nicht ab – die Verluste müssen selbst getragen werden.

Wie kann man sich effektiv verteidigen? – Vier praktische Maßnahmen

1. **Schutzmauern errichten**: Risiken isolieren, um die Muttergesellschaft zu schützen

  • Vermeiden Sie direkte Vertragsabschlüsse mit Unternehmen in Hochrisikogebieten; gründen Sie stattdessen in neutralen Ländern „Shell-Unternehmen“ (SPVs), um Geschäfte abzuwickeln. Sollte etwas schiefgehen, kann man diese Unternehmen einfach ausschalten, ohne die Muttergesellschaft zu beeinträchtigen.
  • Prüfen Sie vor der Zusammenarbeit den Hintergrund des Partners genau: Hat er Verbindungen zu sanktionierten Unternehmen?

2. **Gewinne schützen**: Nutzen Sie Verträge und Finanzinstrumente gegen Währungsschwankungen

  • Fügen Sie langfristigen Verträgen Klauseln zur Abdeckung von Wechselkursunterschieden hinzu; beispielsweise muss der Auftraggeber bei einem Wertverlust des lokalen Geldes den Unterschied in US-Dollar ausgleichen.
  • Nutzen Sie staatliche Finanzinstrumente wie Exportkreditversicherungen zur Absicherung gegen Risiken.

3. **Ersatzwege bereithalten**: Die Lieferkette sollte nicht an nur einer Stelle abhängig sein

  • Lagern Sie wichtige Teile im Voraus in sicheren Ländern (z. B. Dubai für Projekte im Nahen Osten) und halten Sie genügend Lagerbestände für 3–6 Monate bereit, um Ausfälle zu vermeiden.
  • Suchen Sie nach mehreren lokalen Lieferanten für Rohstoffe (z. B. Zement, Stahl) und nutzen Sie keine einzige Quelle.

4. **Auf die aktuellen Entwicklungen achten**: Planen Sie Evakuierungsmaßnahmen und Datenbackups im Voraus

  • Besetzen Sie sich mit Personen, die die lokale Situation überwachen (z. B. politische Veränderungen, Flugverbindungen), planen Sie Evakuierungsrouten und führen Sie regelmäßige Übungen durch.
  • Sichern Sie wichtige Daten (Pläne, Buchhaltung) täglich in der Cloud – so können Sie auch bei Verlusten von Ausrüstung auf diese Daten zurückgreifen.

Lektionen aus den Fällen

  • Die Sanktionen gegen Huawei: Zeigen, wie gefährlich Sekundarsanktionen sein können; Unternehmen sollten ihre Lieferketten frühzeitig diversifizieren (z. B. durch die Entwicklung eigener Chips).
  • Die Krise im Roten Meer: Die Lieferkette muss redundant sein und darf nicht auf nur einen Transportweg angewiesen sein.
  • Die Evakuierung aus dem Sudan: Bei Projekten mit schwerem Vermögen sollten geeignete Versicherungen abgeschlossen werden oder alternative Geschäftsmodelle in Betracht gezogen werden.

Zusammenfassend: Heute bedeutet der Markteintritt ins Ausland nicht mehr „kühne Expansion“, sondern vorsichtige Planung und Umsetzung. Nur indem man die Risiken gründlich durchdenkt, kann man auf den globalen Märkten überleben und erfolgreich sein.