Zusammenfassung der Kerninhalte
In den letzten Jahren ist die Zahl der Sportstudenten, die sich für das Hochschulzugangsexamen bewerben, kontinuierlich gestiegen (in Shandong und Shanxi wurden Rekordzahlen erreicht, während Universitäten wie die Shanghai Sports University ihre Aufnahmen ausgebaut haben). Dennoch liegt der Anteil der Bachelor-Absolventen unter Fitnesstrainern bei nur 41,1 % (Daten von 2022), und weniger als 10 % der Sportabsolventen arbeiten tatsächlich als Fitnesstrainer. Die Gründe dafür sind unter anderem: Der Unterschied zwischen dem Sportunterricht an Hochschulen und den tatsächlichen Anforderungen der Fitnessstudios, die begrenzten Anforderungen an fortgeschrittene Fachkenntnisse in Fitnessstudios sowie die Tendenz der Sportstudenten, stabile Berufe wie Lehrer oder Beamte zu wählen, sowie das mangelnde Verständnis für die Berufsaussichten als Fitnesstrainer. In Zukunft wird es einen Bedarf an qualifizierten Trainern geben; daher müssen Hochschulen und Fitnessstudios gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um Sportstudenten für diese Karriere zu gewinnen.
1. Immer mehr Sportstudenten – aber nur wenige werden Fitnesstrainer
In den letzten Jahren ist die Zahl der Sportstudenten, die sich für das Hochschulzugangsexamen bewerben, deutlich gestiegen: Im Jahr 2020 waren in Shandong 5000 mehr Personen als in den Vorjahren im Sportbereich tätig; in Shanxi stieg die Zahl der Bewerber trotz eines Rückgangs der Gesamtzahl der Hochschulzugangsbewerber. Die Shanghai Sports University nahm 2020 40 neue Studierende auf, darunter 60 mehr im Bereich Sportphysiotherapie. Obwohl Fachrichtungen wie „Sozialer Sport“ und „Freizeitsport“ direkt auf die Arbeit als Fitnesstrainer abzielen (die Lehrpläne beinhalten Themen wie Sportanatomie und Geräteneinsatz), werden nur wenige dieser Absolventen tatsächlich Trainer. Eine Umfrage der Jiangxi Science and Technology Normal University ergab, dass lediglich 10 % der 200 Sportstudenten eine Karriere als Fitnesstrainer einschlagen; eine Untersuchung der Chengdu Sports University zeigte, dass die meisten Sportstudenten in den Bildungs- (28,91 %) oder Kultur- und Unterhaltungssektor (26,76 %) wechseln. Zudem ist der Anteil der Bachelor-Absolventen unter Fitnesstrainern niedrig – 41,1 % im Jahr 2022 – während Personen mit einem Abitur oder einer niedrigeren Ausbildung sogar etwas häufiger vertreten sind als Master- oder höherqualifizierte Absolventen (3,5 %), was darauf hindeutet, dass die Branche nicht besonders attraktiv für Hochqualifikierte ist.
2. Warum nehmen Fitnessstudios keine Sportstudenten auf? Noch kein großer Bedarf
Viele halten Sportstudenten für geeignete Kandidaten für die Rolle des Fitnesstrainers – doch Fitnessstudios sehen das anders:
- Unterschied zwischen Ausbildung und Bedarf: Fu Jia, Master an der Shanghai Sports University, erklärt, dass die Ausbildung auf Wettkampfsport ausgerichtet ist (z. B. darauf, Athleten schneller zu machen), was bei der Betreuung von Normalbesuchern Probleme verursacht; ein Instruktionsleiter einer Fitnesskette in Peking meint, dass Bachelor-Absolventen oft nicht über die praktischen Fähigkeiten verfügen, die erforderlich sind – und dass Wettkampfsportmethoden für die Allgemeinbevölkerung enttäuschend sein können.
- Begrenzter Bedarf an fortgeschrittenem Wissen: Die Bedürfnisse der Fitnesskunden sind eher grundlegend (Abnehmen, Figurformung) und erfordern keine tiefgehenden Kenntnisse aus dem Bereich Sportwissenschaften; zudem sind hochqualifizierte Sportstudenten teurer zu beschäftigen, während Fitnessstudios lieber kostengünstige, standardisierte Trainer einstellen. Spitzenuniversitäten im Inland konzentrieren sich auf spezielle Sportbereiche (z. B. Athleten), während ausländische Hochschulen Master-Absolventen in Sportgesundheit haben, die sich auf die Allgemeinbevölkerung spezialisiert haben.
3. Die Sportstudenten selbst wollen nicht Trainer werden: Stabile Berufe sind attraktiver
Die subjektiven Gründe, warum Sportstudenten keine Fitnesstrainer werden möchten, sind realistisch:
- Sucht nach Stabilität: Lehrer an der Jiangxi Science and Technology Normal University sagen, dass die Studenten lieber als Sportlehrer in Grundschulen und Mittelschulen arbeiten oder Beamte werden möchten; eine Umfrage in Hunan zeigt, dass mangelnde Jobfähigkeiten ein Hauptgrund für die Beschäftigungsschwierigkeiten von Sportstudenten sind; in Shandong ist das Gehalt das wichtigste Kriterium.
- Mangelndes Verständnis für die Berufsaussichten: Viele Studenten betrachten die Arbeit als Fitnesstrainer als unerreichbar – da die sportliche Aktivität der lokalen Bevölkerung gering ist, wissen sie nicht genau, was Trainer tun und wie viel sie verdienen.
4. In Zukunft braucht es qualifizierte Trainer – Hochschulen und Fitnessstudios müssen zusammenarbeiten
Die Fitnessbranche befindet sich in Veränderung; vertriebsorientierte Trainer werden zunehmend unattraktiv, während qualifizierte Trainer an Bedeutung gewinnen (z. B. die Fähigkeit, Sportverletzungen zu behandeln und gesunde Lebensweisen zu fördern). Um Sportstudenten für diese Karriere zu gewinnen, müssen beide Seiten gemeinsam handeln:
- Verbesserte Ausbildung durch Hochschulen: Seit 2016 vermittelt Professor Xiao Cunxi von der Jiangxi Science and Technology Normal University zwischen Studenten und Fitnessstudios, um ihnen die Arbeit und das Einkommen von Trainern näherzubringen; in seinem Studio arbeiten viele Trainer, die selbst Studenten waren, mit dem Ziel, dass in Zukunft 30–40 % der Absolventen als Trainer tätig werden.
- Fitnessstudios suchen qualifizierte Fachkräfte auf: Der Gründer von DP Fitness sagt, dass sein Team über Master-Absolvente im Sportbereich verfügt, die fähig sind, den Kunden „Zusatzwert“ zu bieten (z. B. nicht nur beim Abnehmen, sondern auch bei der Lösung von Sportproblemen).
Nur durch gemeinsame Anstrengungen beider Seiten können mehr qualifizierte Sportstudenten in die Fitnessbranche gelangen und das Niveau der Trainer insgesamt verbessert werden.