Zusammenfassung der Kerninhalte
Die beiden chinesischen AI-Unternehmen ZhipuAI und MiniMax haben innerhalb von fünf Monaten nach ihrem Börsengang an der Hongkong Stock Exchange ihre Aktienkurse um jeweils das 16-fache bzw. das 4-fache gesteigert und wurden zu sogenannten „AI-Phantastischen Aktien“. Nun haben beide Unternehmen ihre IPOs an der A-Shocke (Zhipu auf dem Sci-Tech Innovation Board, MiniMax auf dem Hauptmarkt) gestartet und planen, sich dort zu treffen. Diese Nachricht analysiert die Gründe für den verrückten Anstieg ihrer Aktienkurse, ihre unterschiedlichen Geschäftsstrategien, ihre Motive für den Wechsel an die A-Shocke sowie die Möglichkeit, das Hongkonger Wunder zu wiederholen.
I. Der verrückte Anstieg der „Phantastischen Aktien“ an der Hongkong Stock Exchange: Zwei Treiber – geringer Umlauf von Aktien und Geschäftswachstum
Wie verrückt war der Anstieg dieser beiden Unternehmen an der Hongkong Stock Exchange? Zhipus Aktienkurs stieg von 116 Hongkong-Dollar auf einen Höchststand von 1993 Hongkong-Dollar (ein Anstieg um das 16-fache), wobei das Marktvolumen zeitweise sogar das von Xiaomi übertraf; MiniMax’ Aktienkurs stieg von 165 Hongkong-Dollar auf 840 Hongkong-Dollar (ein Anstieg um das 4-fache).
Warum der so starke Anstieg?
1. Geringer Umlauf von Aktien: Bei ihrem Börsengang wurden nur sehr wenige Aktien ausgegeben (zum Beispiel verkaufte Zhipu möglicherweise nur etwa 5%). Da viele Menschen kaufen wollten, führte das zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was den Preis natürlich in die Höhe trieb – ähnlich wie bei 10 Brötchen, um die sich 100 Menschen streiten: Könnte der Preis da nicht steigen?
2. Wirkliches Geschäftswachstum: Es handelte sich nicht nur um reine Spekulationen; beide Unternehmen haben den Trend der AI-Agenten (Intelligente Systeme) ergriffen. Zum Beispiel hat Zhipu das GLM-5-Modell eingeführt, welches die Anzahl der API-Aufrufe um das Vierfache erhöhte und gleichzeitig den Preis um 83% steigen ließ; MiniMax verzeichnete mehr als 200 Millionen ausländische Nutzer, und sein Jahresstabilitätsumsatz (ARR) verdoppelte sich in nur 60 Tagen.
Warum gab es am 29. Mai plötzliche Schwankungen bei Zhipus Aktienkursen?
- Diejenigen, die einen 16-fachen Gewinn erzielt hatten, begannen, ihre Gewinne zu realisieren (Verkauf von Gewinnpositionen);
- Die Aktien der Stabilisierungsinvestoren wurden freigegeben (sie kauften die Aktien zu niedrigen Preisen und könnten sie nach der Freigabe verkaufen).
II. Zwei unterschiedliche Geschäftsstrategien: Eines für den B2B-Markt wie Anthropic, das andere mit einem Fokus auf den globalen C-Bereich
Obwohl es sich um AI-Unternehmen mit großen Modellen handelt, verfolgen sie völlig unterschiedliche Ansätze:
1. ZhipuAI: Die chinesische Version von Anthropic – ein Unternehmen für den B2B-Markt
- Hintergrund: Basierend an der Tsinghua-Universität und konzentriert sich auf „allgemeine große Modelle + Unternehmensdienstleistungen“.
- Trendnutzung: Nachdem AI-Agenten populär wurden, führte Zhipu das AutoClaw-Tool ein, mit dem auch normale Nutzer intelligente Systeme einsetzen können. Dadurch stieg der Anteil der API-Einnahmen von 10% auf 26% und die Bruttogewinnmarge von 3% auf 18%.
- Einkommensstruktur: Der Unternehmensbereich dient als „Ballaststein“; im Jahr 2025 sollen die Einnahmen aus dem Unternehmensbereich 366 Millionen Yuan betragen (ein Anstieg um 70%), während die Einnahmen aus den intelligenten Systemen 166 Millionen Yuan erreichen sollen (ein Anstieg um 248%).
2. MiniMax: Der König des chinesischen AI-Unternehmertums auf dem internationalen Markt – mit Fokus auf den globalen C-Bereich
- Besonderheit: Spezialisiert auf Audio-/Video-Modelle und richtet sich an globale Endnutzer.
- Beeindruckende Zahlen: Im Jahr 2025 sollen die ausländischen Einnahmen 73% ausmachen (57 Millionen US-Dollar); das Unternehmen dient 236 Millionen Nutzern weltweit (fast keine andere chinesische AI-Firma erreicht diese Zahl).
- Schnelle Entwicklung: In diesem Jahr wurden drei Flaggschiff-Modelle veröffentlicht, zwei davon sind open source; das aktualisierte Agentenprodukt „Mavis“ ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer intelligenter Systeme und dient bereits über einer Million Unternehmen/Entwicklern.
III. Der Wechsel an die A-Shocke – um für den AI-Wettbewerb mehr Mittel zu sammeln
Warum wollen beide Unternehmen nach ihrem Börsengang an der Hongkong Stock Exchange auch an der A-Shocke notieren? Der Hauptgrund ist das Mangel an Kapital – AI ist ein kostspieliger Prozess: Das Training großer Modelle erfordert Supercomputer, die Anstellung von Top-Fachkräften kostet viel, und der Aufbau einer Ökologie benötigt Investitionen. Ein Börsengang auf beiden Plattformen ermöglicht es, mehr Geld zu beschaffen. Zum Beispiel hat Zhipu bereits an der Hongkong Stock Exchange Kapital eingeworben; mit einem weiteren Börsengang an der A-Shocke könnte das Unternehmen im globalen AI-Wettbewerb stabiler positioniert werden.
Außerdem ist derzeit an der A-Shocke großes Interesse am Thema AI, und Investoren sind bereit, Geld zu investieren – auch das ist ein Grund für ihren Wechsel.
IV. Kann das Hongkonger Wunder an der A-Shocke wiederholt werden? Chancen und Risiken liegen nebeneinander
Chancen:
1. Solide Geschäftsbasis: Beide Unternehmen haben ihre Einnahmen verdoppelt (Zhipu um 131%, MiniMax um 159%); die Kommerzialisierung beschleunigt sich (bei Zhipu sowohl die Menge als auch der Preis steigen, bei MiniMax zeigt die Globalisierung Wirkung).
2. Anhaltender AI-Boom: Weltweit wird in AI investiert; Kapital fließt in chinesische AI-Unternehmen, was den Aktienkursen unterstützen könnte.
Risiken:
1. Überhöhte Bewertungen: Die Aktien an der Hongkong Stock Exchange sind bereits stark überbewertet (Zhipus Marktvolumen erreichte zeitweise 88 Milliarden Hongkong-Dollar); wenn die A-Shocke-Preise nach dem Hongkonger Niveau festgelegt werden, müssen Investoren das Risiko tragen, dass der Kurs fällt.
2. Noch immer Verluste: Sowohl Zhipu als auch MiniMax sind noch nicht profitabel (MiniMax verzeichnete im Jahr 2025 einen Verlust von 1,87 Milliarden US-Dollar; nach Abzug besonderer Posten beträgt der Verlust 250 Millionen US-Dollar), da die Forschungs- und Entwicklungskosten sehr hoch sind (MiniMax investierte 250 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung).
3. Wie lange hält der AI-Trend an?: Falls der Interesse am Thema AI nachlässt, könnten die Aktienkurse rückgängig sein.
Fazit
ZhipuAI und MiniMax wechseln an die A-Shocke, um mehr Mittel für den AI-Wettbewerb zu sammeln. Ob das Hongkonger Wunder an der A-Shocke wiederholt werden kann, hängt davon ab, ob ihre Modelle leistungsfähig genug sind und ihre Geschäftsmodelle erfolgreich kommerzialisiert werden können – schließlich ist Geld nur ein Ticket zum Einstieg; letztendlich entscheiden Technologie und Geschäftserfolg über den Erfolg. Dieser AI-Wettbewerb hat gerade erst begonnen.