Zusammenfassung der Kerninhalte
Derzeit ist das Rauchen in allen Hochgeschwindigkeitszügen im ganzen Land (die 75,9 % des Fahrgastverkehrs ausmachen) vollständig verboten, während es in den herkömmlichen Zügen (etwa 24 %) noch nicht der Fall ist. Kürzlich haben 16 gesellschaftliche Organisationen gemeinsam eine Forderung nach einem vollständigen Rauchverbot in herkömmlichen Zügen und auf Bahnsteigen erhoben. Dies entspricht den Anforderungen des Weltgesundheitsabkommens zur Tabakkontrolle und reagiert auch auf die starke Nachfrage der Öffentlichkeit nach rauchfreien Umgebungen. Allerdings gibt es im Prozess Herausforderungen wie die Abstimmung der Gesetzgebung, die Modernisierung veralteter Fahrzeuge sowie zurückständige Vorschriften. Experten empfehlen, das Rauchverbot schrittweise durch „Pilotprojekte, gezielte Maßnahmen und die Verbesserung der Regelungen“ umzusetzen.
Warum ist das Rauchverbot in herkömmlichen Zügen jetzt im Fokus?
1. Der Großteil der Fahrtwege sind rauchfrei – herkömmliche Züge sind das „letzte Schwachstelle“: Hochgeschwindigkeitszüge machen über 70 % des Verkehrs aus und das Rauchverbot ist dort Standard; herkömmliche Züge verfügen jedoch meist über Klimaanlagen, wodurch die Luft im Innenraum besser isoliert wird. Das Rauchen an den Verbindungsstellen führt dazu, dass der Rauch direkt in die Wagen gelangt, was das Problem des Passivrauchs verstärkt.
2. Druck durch internationale Abkommen und wissenschaftliche Erkenntnisse: China hat sich vor 20 Jahren dem Weltgesundheitsabkommens zur Tabakkontrolle angeschlossen, das ein vollständiges Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln vorschreibt. Wissenschaftlich ist klar nachgewiesen, dass selbst eine einzige Zigarettenraucheinheit schädlich ist – daher helfen weder Raucherbereiche noch Belüftungssysteme. Nur ein vollständiges Rauchverbot kann alle schützen.
3. Starke öffentliche Nachfrage: Obwohl die Nachricht von einem vollständigen Rauchverbot in 14 Eisenbahnbehörden im Mai dieses Jahres nicht stimmte, war die Reaktion der Öffentlichkeit sehr positiv, was zeigt, dass viele schon lange ein rauchfreies Umfeld in herkömmlichen Zügen wünschen. Frühere Klagen wegen des Rauchs haben dazu geführt, dass einige Züge ihre Raucherbereiche abschafften, was die Bedeutung einer gesunden Umgebung unterstreicht.
Welche Herausforderungen gibt es beim Rauchverbot in herkömmlichen Zügen?
1. Mangelnde Abstimmung der Gesetzgebung: Die Zuständigkeiten der Eisenbahn- und lokalen Rauchkontrollbehörden sind nicht klar definiert; das Rauchen im Zug unterliegt der Kontrolle der Eisenbahn, während das Rauchen auf den Bahnsteigen möglicherweise der lokalen Behörde unterliegt, was zu Konflikten führen kann.
2Hohe Kosten für die Modernisierung veralteter Fahrzeuge: Einige herkömmliche Züge sind sehr alt und müssen in vollständig rauchfreie Wagen umgebaut werden, wozu zusätzliche Ausrüstungen wie Belüftungsanlagen erforderlich sind.
3Rückständige Vorschriften: Die aktuellen Regeln zur Rauchkontrolle auf den Eisenbahnen sind nicht ausreichend klar definiert; beispielsweise gibt es zwar lokale Verbote auf Bahnsteigen, aber keine einheitlichen nationalen Vorgaben. Auch die Bestimmungen zum Rauchverbot in herkömmlichen Zügen sind nicht rechtlich verbindlich, was zu großen Flexibilitäten bei der Umsetzung führt.
Wie schädlich ist Passivrauch und „Thirdhand Smoke“?
- Passivrauch: Der Rauch, den man einatmet, wenn andere rauchen, enthält zahlreiche schädliche Substanzen wie Nikotin und Teer und erhöht das Risiko für Lungenkrebs und Herzkrankheiten, insbesondere für Schwangere und Kinder. In herkömmlichen Zügen wird der Rauch durch die Klimaanlage in den gesamten Wagen verteilt – man kann ihm nicht entkommen.
- Thirdhand Smoke: Nach dem Auslöschen einer Zigarette bleiben schädliche Substanzen an Sitzen, Kleidung und Vorhängen haften und können über mehrere Tage hinweg wirken. Wenn Reisende diese Stellen berühren und anschließend ihr Gesicht oder Essen essen, nehmen sie die Giftstoffe auf – das ist eine Art „versteckter Rauchschaden“.
- Bahnsteige sind ebenfalls betroffen: Obwohl Bahnsteige teilweise offen sind, sammelt sich dort viel Rauch an, insbesondere wenn viele Menschen lange warten (z. B. 30 Minuten auf den Zug). Ältere Menschen und Kinder, die den Bahnhof nutzen, sind besonders gefährdet.
Wie kann das vollständige Rauchverbot in herkömmlichen Zügen umgesetzt werden?
1. Zuerst Pilotprojekte durchführen und anschließend ausweiten: Eisenbahnbehörden wie in Wuhan, Jinan oder auf der Qinghai-Tibet-Eisenbahn sollten zuerst in bestimmten Zügen ein vollständiges Rauchverbot testen und das Ergebnis dann auf weitere Strecken übertragen.
2Offene Kommunikation: Die Eisenbahnbehörden sollten klarstellen, welche Züge vom Rauchverbot betroffen sind, welche Standards gelten und wie lange die Modernisierungsarbeiten dauern werden, damit die Reisenden Bescheid wissen und die Überwachung erleichtert wird.
3Verbesserung der Gesetzgebung und Durchsetzung: Auf nationaler Ebene sollten die Rauchkontrollvorschriften aktualisiert werden, um auch herkömmliche Züge und Bahnsteige einzubeziehen. In Städten mit bereits geltenden Rauchverbotsvorschriften (z. B. Peking, Shanghai) sollte die Durchsetzung der Vorschriften auf den Bahnsteigen verstärkt werden, wobei Eisenbahn- und lokale Behörden zusammenarbeiten sollten.
4Schrittweise Modernisierung – aber ohne Pause: Die Modernisierung veralteter Fahrzeuge kann schrittweise erfolgen; die hohen Kosten dürfen jedoch nicht als Grund für eine Verzögerung dienen – schließlich steht die Gesundheit an erster Stelle.
Fazit
Das Rauchverbot in herkömmlichen Zügen ist unausweichlich. Obwohl es Schwierigkeiten gibt, kann man das Ziel nur erreichen, indem man Schritt für Schritt vorgeht, die Regeln verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Behörden verstärkt. Eines Tages werden auch in herkömmlichen Zügen alle saubere Luft atmen können.